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 Nobilta, 1 Audio-CD
von Donna Leon, Daniel Grünberg, Leonhard Koppelmann, Uta Hallant und Götz Schubert
CD
September 2003
Verlag: Dhv der Hörverlag

Kommentare und Bewertungen: Klasse - wie immer
    
Auf einem Acker in einem Provinzkaff in der Nähe von Venedig wird das Skelett eines Menschen gefunden. Da der Schädel des Toten ein Einschussloch aufweist, schaltet sich die Polizei ein. Die Identität der Leiche ist relativ schnell geklärt, da bei den Knochen ein auffälliger Siegelring entdeckt wird. Der Ring gehörte einem Roberto Lorenzoni. Er war der Sprössling einer angesehenen venizianischen Familie und wurde vor Jahren entführt. Zu einer Lösegeldübergabe kam es nie, da von Seiten des Staates alle Konten der Lorenzonis eingefroren wurden. Roberto war daraufhin nie wieder aufgetaucht und vor allem seine Mutter ist an diesem Schicksalsschlag und der Ungewissheit über den Verbleib ihres Sohnes zerbrochen. Nachdem feststeht, dass die gefundene Leiche tatsächlich Roberto Lorenzoni ist, wird Commissario Guido Brunetti mit den Ermittlungen beauftragt. Die Tatsache, dass die Tat bereits Jahre zurückliegt erschwert diese Aufgabe natürlich ungemein. Nachdem ihm einige Ungereimtheiten bei der Entführung aufgefallen sind, beginnt er, sich näher mit der Familie Lorenzoni zu beschäftigen. Unterstützt wird er hierbei durch den Vater seiner Frau, der sich in den gleichen gesellschaftlichen Schichten bewegt, wie die Lorenzonis. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, damit nicht die gesamte Spannung verloren geht. Auch der siebte Fall des Commissarios ist wieder äußerst interessant. Leon versteht es perfekt, die Krimihandlung spannend zu gestalten und den Leser am Leben von Brunetti teilhaben zu lassen. Sie verknüpft diese beiden Handlungsstränge perfekt. Man erfährt viel über das Gefühlsleben des Hauptdarstellers, seinen alltäglichen Sorgen mit den Kindern, kleinere Streitigkeiten mit seiner Frau, seinen Ärger über den Vorgesetzten und vieles mehr. Dennoch leidet die Spannung der eigentlichen Krimihandlung nicht darunter. Das Buch hat daneben aber auch alles was ein guter Kriminalroman haben muß. Es gibt unvorhergesehene Wendungen und es lädt zum Mitraten, wer denn nun der Täter ist, an und bleibt spannend bis zur letzten Seite. Ein weiterer Pluspunkt ist der Schreibstil von Donna Leon. Sie beschreibt in schönen Worten „ihr" Venedig und hat außerdem einen wunderbaren Wortwitz. Fazit: Auch mit diesem Buch ist es Donna Leon wieder gelungen, einen Roman hinzulegen, der von der ersten bis zur letzten Seite interessant ist und den man ungern aus der Hand legt.
Vermodertes kommt ans Tageslicht.
   
In einem Feld werden die hastig verscharrten sterblichen Überreste eines jungen Mannes entdeckt. Der grausige Fund sorgt dafür, dass in einem zwei Jahre alten Fall von Kidnapping wieder ermittelt wird. Gesucht wird jetzt nur nicht mehr der Entführer, sondern der Mörder. Commissario Brunetti beginnt sich mit der Vorgeschichte des jungen Mannes vertraut zu machen. Scheinbar war dieser ein Dandy und Lebemann sowie einziger Sohn einer einflussreichen venezianischen Adelsfamilie. Als er eines Tages entführt wird, ist sein ausschweifendes Leben jedoch schon bald zuende. Zwei Jahre nach seinem Verschwinden weinen seine ehemaligen sogenannten Freunde ihm auch schon keine Träne mehr nach. Brunetti dringt tiefer in die Biographie der Adelsfamilie ein. Je vertrauter er sich mit dem Fall macht, desto mehr Ungereimtheiten entdeckt er. Hilfreich bei den Ermittlungen in der venezianischen Adelsschicht ist Brunettis Schwiegervater Graf Falier, der mit den Eigenheiten der Grafen und Gräfinnen natürlich bestens vertraut ist. Tatverdächtige mit Motiv gibt es viele. Bis jedoch die schuldige Person ausgemacht werden kann, sorgt die Spannung dafür, dass auch in diesem Buch die Seiten immer schneller umgeschlagen werden. Amüsante Episoden in der Familie des Commissarios oder mit seinem Vorgesetzten Patta, der als Süditaliener ein ganz besonderes Verhältnis zur Adelsschicht hat, sorgen für vergnügliche Zwischenspiele und geben dem Buch eine ganz eigene Stimmung. Bissige Kommentare über italienische Eigenarten, über Politik und soziale Probleme Italiens vor dem Hintergrund der Stadt Venedig sorgen dafür, dass die Leserin bzw. der Leser sich für die Dauer des Lesens in das Leben der Lagunenstadt versetzt fühlt. Ein köstlicher Vorgeschmack auf jeden Italienurlaub: heiter und packend. (Dies ist eine "Amazon.de Campus"-Studentenrezension.)
Nobel geht die Welt zugrunde...
   
Nobel ist hier wohl einzig der gesellschaftliche Grad des Kreises, in dem unser allseits bekannte und beliebte Comissario Brunetti in seinem siebten Fall ermitteln muß. Die Leiche eines jungen Mannes und mit der Leiche ein Ring mit dem Familienwappen einer der reichsten Familien Venedigs werden in der Provinz Belluno gefunden. Handelt es sich bei der Leiche um den einzigen Sohn der Familie Lorenzoni, Roberto, der vor zwei Jahren gekidnappt wurde und dessen Kidnapper plötzlich nichts mehr von sich hören ließen? Brunetti ermittelt also mal wieder in illustren Kreisen und wen sonst sollte er um Rat fragen als seinen Schwiegervater, Conte Orazio Falier, der in ebendiesen Kreisen regelmäßig verkehrt? Doch der Conte macht Brunetti nicht nur auf mögliche Gefahren bei den Ermittlungen im Fall Lorenzoni aufmerksam, er läßt Brunetti auch glauben seine Ehe sei in Gefahr... Wie alle bisherigen Brunettis: durch und durch unterhaltsam, spannend, schön zu lesen und italienisch bis ins Detail! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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