Hörbuch         Timbuktu, 1 Audio-CD


Timbuktu, 1 Audio-CD
von Peter Torberg und Paul Auster
CD
September 2002
Verlag: Der Audio Verlag, Dav



Kommentare und Bewertungen:
Auf der Reise mit einem weisen Hund. Originell und genial.
Paul Auster hat die Fähigkeit, Menschen halbe Romane lang auf ziellose Wanderungen durch öde Städte zu schicken und sie dabei -bei Lichte besehen- wenig Bemerkenswertes erleben zu lassen, ohne dass dies negativ auffallen würde. Eine echte Zuneigung zu seinen Charakteren, eine unwiderstehliche Mischung aus rührender Alltäglichkeit, exzentrischen inneren Dauer-Monologen, fantastischen Elementen und (für normalsterbliche Leser kaum einschätzbar) zahlreichen motivlichen Echos auf die Literaturgeschichte... Und das alles ohne die todernste Schwermütigkeit vieler seiner deutschen Kollegen. (So eine Rezension zu schreiben, würde ihm wohl auch nicht einfallen...) Diesmal schickt er keinen Menschen auf die Reise, sondern einen Hund. Mr Bones ist die Hauptfigur dieses neuen, relativ kurzen Romans, Begleiter des exzentrischen Wanderers und selbsternannten Humanitäts-Propheten Willy G.Christmas, der nach literarisch vielversprechender Jugend einem seltsamen Wahn verfallen ist: das Vermächtnis des Weihnachtsmanns aktiv zu bewahren. Das Experiment gelingt: Was in der Zusammenfassung bizarr oder banal klingen kann, funktioniert im Roman wunderbar: Die Perspektive des Hundes ermöglicht eine originelle Wahrnehmung der Personen, völlig eindeutige Sympathie-Zuweisungen ohne den Zwang zur auktorialen Apologie (sorry!) - und ist zudem einfach witzig. (Willy bleibt nicht das einzige Herrchen von Mr Bones, aber mehr Details der Handlung werden nicht verraten.) Wieder einmal glänzt Auster durch seinen sprachlichen Einfallsreichtum, dem man nur eine angemessene Übersetzung wünschen kann. Am Ende fragt man sich, wie üblich: Was will uns Auster damit sagen? Die allegorische Versuchung ist groß, ist wohl auch vom Autor gewollt, entsprechende Fragen sollen und können aber hier nicht beantwortet werden. Dass Mr Bones uns, wie der Klappentext der englischen Ausgabe verspricht, "viel über unser eigenes Menschsein mitzuteilen hat", versteht sich beim Lesen fast von selbst. Bis zur ersten alles-durchschauenden FAZ-Rezension gilt aber: zurücklehnen und einfach genießen. Endlich mal ein experimenteller Autor, den zu lesen ein echtes Vergnügen ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Wo soll es hin gehen, Mr Bones?
Willy ist der Besitzer von Mr. Bones und Willy geht es nicht sehr gut. Was auch wenig verwundert, denn er hat den größten Teil seines Lebens auf der Straße verbracht. Die letzten sieben Jahre zusammen mit Mr. Bones. Diese Promenadenmischung ist kein gewöhnlicher Hund und darum Hauptperson in diesem Buch. Das Leben von Mr. Bones ist bisher recht gut verlaufen. Er hat ein Herrchen, das mit ihm redet als sei er ein Mensch und kein Hund. Paul Auster gibt dem Leser einen wunderbaren Einblick in die Welt der Hunde, der Freundschaft zwischen Hund und Obdachlosen und . Und obwohl sie in der gleichen Welt leben wie wir Menschen, so ist es doch eine ganz andere. Beherrscht, geleitet und verführt von Gerüchen, das Leben aus der kniehohen Hundeperspektive betrachtend, läuft Mr. Bones Willy treu hinterher. Bis zu dem Tag, an dem sich sein Leben schlagartig ändert, denn wie gesagt, Willy geht es nicht gut. Willy ist nicht nur ein einfacher Landstreicher, Willy ist Philosoph, Dichter und Denker, Autor, Erfinder und Botschafter von Santa Claus. Dieser ist ihm in einer Vision erschienen und hat ihn zu seinem Jünger gemacht. Seitdem heißt Willy mit Nachnamen "Christmas". Aber alle diese festen Konstanten im Leben von Mr. Bones fallen von heute auf morgen einfach weg und so macht sich der kleine, aber zuweilen geistig große Hund, auf die Suche nach einem neuen Herrchen.

Die Geschichte von Mr. Bones ist faszinierend, witzig und tragisch-sentimental zugleich. Obwohl er die Sprache der Menschen versteht, machen einige Wörter oder Redewendungen für ihn keinen Sinn. Paul Auster hat mit Timbuktu ein außergewöhnliches Buch geschrieben.


Ein außergewöhnliches Buch
Willy ist der Besitzer von Mr. Bones und Willy geht es nicht sehr gut. Was auch wenig verwundert, denn er hat den größten Teil seines Lebens auf der Straße verbracht. Die letzten sieben Jahre zusammen mit Mr. Bones. Diese Promenadenmischung ist kein gewöhnlicher Hund und darum Hauptperson in diesem Buch. Das Leben von Mr. Bones ist bisher recht gut verlaufen. Er hat ein Herrchen, das mit ihm redet als sei er ein Mensch und kein Hund. Paul Auster gibt dem Leser einen wunderbaren Einblick in die Welt der Hunde. Und obwohl sie in der gleichen Welt leben wie wir Menschen, so ist es doch eine ganz andere. Beherrscht, geleitet und verführt von Gerüchen, das Leben aus der kniehohen Hundeperspektive betrachtend, läuft Mr. Bones Willy treu hinterher. Bis zu dem Tag, an dem sich sein Leben schlagartig ändert, denn wie gesagt, Willy geht es nicht gut. Willy ist nicht nur ein einfacher Landstreicher, Willy ist Philosoph, Dichter und Denker, Autor, Erfinder und Botschafter von Santa Claus. Dieser ist ihm in einer Vision erschienen und hat ihn zu seinem Jünger gemacht. Seitdem heißt Willy mit Nachnamen "Christmas". Aber alle diese festen Konstanten im Leben von Mr. Bones fallen von heute auf morgen einfach weg und so macht sich der kleine, aber zuweilen geistig große Hund, auf die Suche nach einem neuen Herrchen.

Die Geschichte von Mr. Bones ist faszinierend, witzig und tragisch-sentimental zugleich. Obwohl er die Sprache der Menschen versteht, machen einige Wörter oder Redewendungen für ihn keinen Sinn. Paul Auster hat mit Timbuktu ein außergewöhnliches Buch geschrieben


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