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 Das Geschenk
von David Baldacci und Uwe Anton
Gebundene Ausgabe
November 2003
Verlag: Lübbe

Beschreibung: Der Journalist Tom Langdon hat ein Problem. Über Kriege hat er berichtet, über Hungersnöte, Epidemien und Aufstände. Das Elend der Welt hat er gesehen und hat dem Tod mehr als einmal ruhig ins Auge geschaut -- aber das, was ihm auf einem Flughafen an der Ostküste der USA widerfährt, das schlägt dem Fass nun wirklich den Boden aus. Erst berührt der Detektorstab des Sicherheitsbeamten seine intimsten Stellen, dann ergießt sich, verschuldet durch ein anderes Mitglied des Flughafenpersonals, der Inhalt seines Koffers auf dem Förderband. "Irgendwann platzt jedem der Kragen, so wie Tom auf dem Flughafen La Guardia, wo er in die Luft gegangen war wie der Vesuv beim Untergang Pompejis." Wie gesagt: Tom Langdon hat ein Problem. Nicht nur, dass er aus dem Detektorstab des besagten Sicherheitsbeamten wutschnaubend zwei macht. Irgendwie sieht seine Nase auch viel zu terroristisch aus für ein Amerika, dass den 11. September noch nicht so richtig verkraftet hat. Fast einen Tag wird er also in Gewahrsam genommen, und die eilends einberufene und vor kurzem durch eine ähnliche Behandlung gnädig gestimmte Richterin verbietet ihm nach Klärung der Sachlage trotz Freispruchs leider auch, in den nächsten Wochen ein Flugzeug zu betreten. Dumm nur, dass Landgon zur Weihnachtszeit zu seiner Freundin ins entfernte Los Angeles reisen will. Also nimmt er kurzerhand den Zug. Im Mikrokosmos der Eisenbahn ist der Journalist gezwungen, sich seine Mitreisenden ganz genau anzuschauen, und von den Macken und Marotten sowie den spannenden Geschichten, die er von den Priestern, Wahrsagern, Ausreißern, Filmproduzenten und überraschend wiedergetroffenen Bekannten erfährt, könnte er am Ende Romane füllen. Ebendies hat Thriller-Autor David Baldacci ihm in seiner vergnüglichen Weihnachtsgeschichte Das Geschenk nun abgenommen. Gewidmet hat Baldacci seinen Roman all jenen, "die Eisenbahnzüge und Weihnachten lieben". Und für alle, die inzwischen aus dem Alter heraus (oder noch nicht wieder in das Alter hineingekommen) sind, wo Modelleisenbahnen unterm Christbaum kreisen, ist sein leicht geschriebenes und amüsantes Buch wirklich ein hübsches Geschenk. --Stefan Kellerer
Kommentare und Bewertungen: Gelungene Weihnachtskomödie!
   
Nach seinem grandiosen Familienroman "Das Versprechen" hat David Baldacci dem Thrillergenre zum zweiten Mal den Rücken gekehrt. Mit "Das Geschenk" folgt er einer alten Tradition, wonach bekannte Autoren in den USA zumindest einmal in ihrer Karriere eine Weihnachtsgeschichte schreiben müssen. Durch einen Zufall wird der Journalist Tom Langdon dazu gezwungen eine Fahrt mit der Eisenbahn von Washington nach Los Angeles zu unternehmen, wo er eine Freundin zu Weihnachten besuchen will. Während der Fahrt lernt Tom viele interessante Personen kennen und trifft Eleanor wieder - die große Liebe seines Lebens. Mit viel Liebe erzählt David Baldacci eien amüsante, spannende und rührselige Geschichte, die zu gefallen weiß. Man merkt Baldacci mit jeder Zeile die Liebe zu den großen Zügen an, die immer mehr an Bedeutung verlieren. Das der Roman am Ende etwas kitschig ist, verzeiht man David Baldacci gern, da er uns mit diesem Roman eindrucksvoll die Kraft der Liebe schildert.
Zuckersüßes Weihnachtsmärchen
   
'Das Geschenk' ('the christmas-train' im Original) ist ein leichtes, fröhliches Wohl-Fühl-Buch, passend zur Weihnachtszeit, mit all ihren Wundern, zweiten Chancen und großen Herzen. In der Tradition amerikanischer Screw-Ball-Komödien erzählt Baldacci die Geschichte von Tom Langdon, der mit der Eisenbahn in der Vorweihnachtszeit quer durch den amerikanischen Kontinent reist. Auf den über 3000 Meilen lernt er eine Menge Leute kennen, mit deren Leben, Leiden und Geschichten. Dabei kommt natürlich auch Toms Leben und seine große Liebe nicht zu kurz und alleine der Originaltitel läßt uns erahnen, wie die Geschichte enden wird. 'Das Geschenk' erhebt nicht den Anspruch auf tiefschürfende Literatur, unterhält vorzüglich ohne Sex, Gewalt und Tote und steht für amüsantes Lesevergnügen. Das ein oder andere Mal schießt Baldacci ein wenig über das Ziel hinaus und das für die Szene programmierte Lächeln gefriert ob der konstruierten Geschichte ein wenig auf den Lippen, aber im Großen und Ganzen führt der eigentliche Thrillerautor durch eine rührende, erwärmende Herzensgeschichte, wie wir sie zu Weihnachten gar nicht anders haben wollen. Fazit: Altersfreigabe unbeschränkt, lösen sie ihr Ticket und genießen sie die Reise.
Nettes Weihnachtsmärchen, aber leider ohne Tiefgang.
  
Der Journalist Tom Langdon fährt mit dem Zug quer durch Amerika um Weihnachten zusammen mit seiner Freundin zu verbringen. Er möchte die Gelegenheit nutzen um eine Story über das Leben in Zügen zu schreiben. So versucht er dann auch mit allen möglichen Leuten in Kontakt zu treten. Eigentlich finde ich dieses Thema super interessant, aber leider hat David Baldacci hier versucht zu viele verschiedenen Geschichten in ein einziges Buch zu pressen. Dadurch kommt leider die Entwicklung der Charaktere der Personen zu kurz. Irgendwie konnte ich die Leute nicht "spüren", was mir wichtig in Büchern ist. Ausserdem stehen meiner Ansicht nach, die Liebesgeschichten zu sehr im Mittelpunkt und es ist alles zu sehr vorausschaubar. Also, wie schon geschrieben ein netter Liebesroman zum Thema Weihnachten und Züge. Wer auf so was steht und einfach mal abschalten möchte kommt bestimmt voll auf seine Kosten, aber meiner Meinung nach hätte man mehr aus dem Thema herausholen können.
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