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 Das Harvard-Konzept, 2 Audio-CDs
von Roger Fisher, William L. Ury und Bruce Patton
CD
15. März 2004
Verlag: Campus Verlag

Kommentare und Bewertungen: Verhandlungs-Judo, oder was dahinter steht.....
    
Verhandlen hat etwas mit dem Durchsetzen eigener Interessen gegen andere Interessen zu tun. Das Buch zeigt deutlich auf, warum dies nicht so ohne weiteres geht, und dass es vor allem nicht durch verbale "Tricks" geht. Hinter jeder Position stehen Grundannahmen über Zusammenhänge, eventuelle Folgen, Befürchtungen um das Zukünfige. Wie Fisher zeigen kann, muss man sich mit diesem "Hintergrund" beschäftigen, und zwar mit dem eigenen Hintergrund ebenso wie mit dem des Verhandlungspartners. Oftmals kann man Irrtümer in den Grundannahmen ausräumen - dann ist auch die Verhandlung erfolgreich. Wenn nicht, hilft immer noch der Rat Fishers: Hole einen Dritten (... der dann die Grundannahmen beleuchtet und neutral ordnet). Sehr empfehlenswertes Buch für den, der sachgerecht verhandlen will und "Geschwätz" verabscheut.
nicht nur lesen - anwenden!
    
das harvard-konzept ist in den letzten 30 jahren millionenfach um die welt gegangen. das grundprinzip ist älter. ken follett veröffentlichte 1940 die kerngeschichte des harvard-konzepts: zwei schwestern, die sich um eine orange streiten, fragen eine dritte person, was sie tun können, um den streit beizulegen. die antwort ist bei follett sowie bei fisher, ury und patton nicht das teilende messer, sondern die frage nach dem dahinter stehenden interesse. wenn eine schwester saft trinken möchte und die andere zum kuchenbacken die schale braucht, ist alles ganz leicht. heute - eine generation später - beginnt man mit mediationskompetenz aus den kernen blühende obstplantagen zu machen. die wurzeln dazu kann man auch heute noch im klassiker-original von fisher, ury und patton nachlesen. und auch wenn es inzwischen für die praktische ausführung detaillierteres gibt, bleibt der klassiker aus harvard für mich etwas besonderes.
Für Vertriebler und Einsteiger zu empfehlen
   
Das Harvardkonzept fördert das Verständnis dafür, was im Verhandlungsprozess in Wahrheit passiert und wie man ein für beide Seiten zufriedenstellendes Ergebnis erreichen kann. Für Vertriebsleute sind dabei folgende Aspekte interessant: Es werden die Sinne dafür geschärft, im Verhandlungsprozess nicht-monetäre sondern qualitative Angebotserweiterungen zu suchen. Wer der reinen Preisverhandlung ausweichen will, ist aufgefordert Dinge ins Spiel zu bringen, die einen selbst wenig kosten, dem Verhandlungspartner aber viel wert sind. Hinter jeder Position (dem artikulierten Ziel) des Gegenüber steht ein Interesse. Wer dieses nicht aufdecken kann, der verhandelt unter deutlich schlechteren Bedingungen. Alte Verkaufshasen werden dieses Buch vermutlich als "Theorie" abtun. Wer komplexere Güter und Dienstleistungen verkauft, der begegnet aber immer komplexen Verhandlungsituationen mit mehreren Teilnehmern auf der Gegenseite. Dabei kann es auch zu "zerfahrenen" Situationen kommen, aus denen es scheinbar keinen Ausweg gibt und wo man dazu neigt, die Verhandlung abzuschreiben. Hierfür gibt das Buch aus meiner Sicht wertvolle Anregungen.
Das Nahe liegende nahe bringen
   
Sachbuch-Kritik zum Buch: Das Harvard-Konzept, sachgerecht verhandeln - erfolgreich verhandeln. Jeder sammelte damit schon seine eigenen Erfahrungen und keiner kann sich davon fernhalten: Das Verhandeln. Im Beruf, im Alltag oder in der Freizeit, immer wieder gilt es Interessen zu vertreten und um Positionen zu feilschen. Es ist jedes Mal von neuem eine Gratwanderung und nur ein schmaler Weg führt zum Erfolg. Im Buch «Das Harvard-Konzept, sachgerecht verhandeln - erfolgreich verhandeln» erläutern Roger Fisher, William Ury und Bruce Patton was sie unter sachbezogenem Verhandeln verstehen und welche Elemente dabei eine wichtige Rolle spielen. Minuziös zeigt das Autorenteam dem Leser erst das Problem und dann Schritt für Schritt den Weg zu einer konstruktiven Verhandlung auf. Mit anschaulichen Beispielen bringen sie die Materie dem Interessierten näher. Die gewählte Sprache ist gut verständlich und für Akademiker, wie auch für Praktiker ansprechend. „Hart in der Sache, weich gegenüber dem Mensch", lautet ihre Grundstrategie. Auf diesem Fundament baut die Theorie auf. Im Vordergrund sollten nicht die Positionen, sondern die gemeinsamen Interessen der verschiedenen Parteien stehen. Eine genaue Analyse und objektive Beurteilungskriterien sollen Verhandlungen zum Erfolg führen und Win-Win-Situationen schaffen. Auch der Aspekt, dass der Verhandlungspartner partout nicht an konstruktiven Verhandlungen interessiert sein könnte, wird im Buch aufgegriffen. Verschiedene Verhaltensformen von Rivalen werden aufgezeigt und mögliche Abwehrtechniken erörtert. Viele Aha-Erlebnisse begleiten den Leser durch die Lektüre. Oft sind es nahe liegende Gesichtspunkte die angesprochen werden. Lesenswert ist das Buch trotzdem. Die Autorengruppe erfasste die Gesamtsystematik des sachbezogenen Verhandelns und verknüpft die verschiedensten Teilaspekte. Diese Gesamtbetrachtung löst beim Leser die alten Bilder separierter Erfahrungen ab und gibt ihm neue Kommunikationsinstrumente zum sachgerechten Verhandeln.
Immer die Person von der Sache trennen
   
Ein wirklich hervorragendes Buch nicht nur fuer Einsteiger sondern auch fuer die alten Hasen. Man sollte sich doch viel oefter an die Grundlagen erinnern, da man ja im Laufe der Zeit und mit wachsender Erfahrung eben doch in gewisse Verhaltensmuster verfaellt, die einen nicht immer weiterbringen. Es wird sehr schoen erlaeutert welche Strategien es gibt, worauf bei der jeweiligen zu achten ist und ganz wichtig - dass man darauf bedacht sein sollte, dass eine win-win Situation dabei herauskommt. Gerade in der heutigen schwierigen Marktsituation sollte man sich immer wieder auch an faire Verhaltensregeln erinnern. Was mir personelich am meisten gefallen hat, ist die Strategie immer die Sache und die Person zu trennen. Dies hilft mir nicht nur bei wichtigen Verhandlungen als Einkaeufer sondern auch bei den taeglichen Interaktionen im Beruf. Auf jeden Fall ist dies ein Buch das man nicht nur einmal liest, sondern gewiss immerwieder als Nachschlagewerk benutzen wird.
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