Hörbuch         Das Lächeln der Fortuna, 10 Audio-CDs


Das Lächeln der Fortuna, 10 Audio-CDs
von Rebecca Gable und Martin May
CD
September 2004
Verlag: Lübbe



Kommentare und Bewertungen:
Ich dachte immer, Frauen können keine hist. Romane schreiben
...Rebecca Gablé ist die erste, die mich vom Gegenteil überzeugt hat!:
Der Roman basiert in vielen Teilen auf tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen in England rund um den 100jährigen Krieg und den Duke of Lancaster. Die fiktiven wurden hier geschickt mit den reellen Persönlichkeiten verwoben, so dass man zusätzlich zum Lesespaß auch noch eine kräftige Portion Geschichte vermittelt bekommt.
Diesem Buch fehlt fast nichts - es gibt Intrigen, Morde (die nicht alle gesühnt werden), Romanzen, Kriege, glückliche und unglückliche Momente, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, tiefe Freundschaft und Erzfeinde - also alles, was man nur einbringen kann. Und dennoch wirkt die Geschichte schlüssig und nicht überladen.
Von der ersten Seite an taucht der Leser tief in die Lebensgeschichte des Robin of Waringham ein. Oftmals nahezu atemlos will der Leser den Weg durch das Leben dieser Figur verfolgen und kehrt in den (zwangsläufigen) Lesepausen nur mühsam und widerstrebend zurück in die Gegenwart.
Rebecca Gablé hat hier ein Buch geschaffen, das die Zeit des 14. Jahrhunderts so lebendig werden lässt wie selten ein Roman. Da Robin of Waringham alle Höhen und Tiefen des gesellschaftlichen Lebens dieser Epoche am eigenen Leib durchlebt, folgt ihm der Leser auf direktem Fuße und erhält Einblick in ein äußerst bewegtes Leben.
Hier liegt ein großartiger historischer Roman vor, der im Vergleich mit Werken wie dem Medicus oder den Romanen von Ken Follet (Die Säulen der Erde, die Pfeiler der Macht) in nichts nachsteht.
Für Liebhaber historischer Romane absolut empfehlenswert!


Eines der BESTEN mittelalterlichen Bücher überhaupt
Eigentlich habe ich mir dieses Buch nur aus Langeweile im Urlaub gekauft. Ein zweiter Grund war der Umfang. Da ich viel und schnell lese, dachte ich, mit diesem Buch eine Zeit lang beschäftigt zu sein. Doch die ca. 1400 Seiten hielten nur knappe 4 Tage. Dieser Roman ist so spannend und mitreissend geschrieben, daß ich mitunter 8 Stunden am Stück gelesen habe. Nach jeder Seite möchte man wissen, wie es denn mit Robin und seinen Freunden und Wegbegleitern weitergeht. Auch versteht es Frau Gable historische Fakten und das Leben im Mittelalter so widerzugeben, daß sich direkt im 13. bzw. 14. Jh. wähnt. Inzwischen habe ich das Buch schon DREI mal gelesen. Es bleibt für mich der Beste Mittelalter-Roman. Obwohl ich auch ihr Nachfolgewerk 'Das Zweite Königreich' gelesen habe; außerdem 'Klassiker' wie: 'Die Päpstin; 'Der Medicus'; 'Die Säulen Der Erde' oder 'Wie Ein Lamm Unter Wölfen'.


Toller Schmöker, wenn auch teilweise etwas kitschig!
Zunächst einmal muss gesagt werden, dass es sich bei dem Buch um ein nicht gerade hochliterarisches Werk handelt, dessen Anspruch sicherlich nicht allzu hoch angesetzt werden darf. Ist man sich dessen bewußt und betrachtet das Buch vielmehr als Unterhaltung im Sinne eines guten Films, den man sich schlicht und ergreifend zum Relaxen anschaut, dann wird man seine Freude an dem Buch finden. Es macht einfach Spaß zu lesen, zu keinem Zeitpunkt kommt Langeweile auf, obwohl das gute Stück immerhin knapp 1200 Seiten umfasst. Das Buch dürfte allen gefallen, die eine generelle Schwäche fürs Mittelalter besitzen und die Ken Follets "Säulen der Erde" gelesen und als gut befunden haben. Wie gesagt, bei dem Buch handelt es sich um eine wunderbar kurzweilige mittelalterliche Unterhaltungslektüre. Zu bemängeln ist lediglich - und deswegen nur 4 statt 5 Sterne - dass das Buch z.T. Gefahr läuft ins Kitschige abzudriften, speziell der edle Protagonist erinnert nicht selten (nicht zuletzt auch wegen seines Namens) an eine gewissen Robin Hood. Aber das bringt diese Art der Literatur wohl zwangsläufig mit sich. Alles in allem hat es wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen!


Ein wirklich schöner, wenn auch arg historischer Roman
" Das Lächeln der Fortuna ": Ein wirklich schöner Roman.
Wenn ich auch diesmal sagen muss, das ich finde, das es sich hierbei nicht um eines der besten Bücher von Rebecca Gablé handelt.
Ich lese zwar sehr gerne und fast ausschließlich historische Romane, doch fand ich das die Autorin an einigen sehr langen Stellen zu sehr in die Geschichtsbücher geschaut hat.
Einige Passagen gerieten dadurch arg lang, und ich muss zugeben, das ich einige auch sehr schnell überblättert habe. Hätte man diese Stellen in dem Buch ein wenig kürzer gefasst, würde ich auch 5 Sterne geben, doch leider muss ich einen Abzug machen.
Das hört sich jetzt alles recht negativ an, doch trotz allem geben ich ja vier Sterne, da es sich hier um einen anspruchsvollen, Roman mit einer schönen und spannenden Geschichte handelt, den die Autorin wie immer mit viel Hintergrundwissen und Gefühl geschrieben hat.
Auf jeden Fall sehr an die Leser zu empfehlen, die sich nicht vor einem dicken, historischen Buch fürchten:-)!!


Spannend, mitreissend aber oft auch langatmig
Nachdem ich mich in relativ kurzer Zeit durch die 1300 Seiten gewühlt hatte, blieb bei aller Begeisterung während des Lesens, doch ein schaler Geschmack zurück. In der Tat ist das Buch fesselnd geschrieben, die Komprimierung der ursprünglich 2000 Manuskriptseiten auf 1300 hat dem Buch sicher gutgetan. Noch besser wäre es gewesen, das Werk auf 900 Seiten einzudampfen, denn einige Kapitel sind dann doch etwas zu sehr am schlichtenTagesablauf eines Landedelmannes orientiert. Auch sind einige historische Details nicht korrekt wiedergegeben (Weihnachten wurde nicht in dieser Form gefeiert, wie wir es heute kennen, etc.) und einige der Geschehnisse sind schlicht unglaubwürdig, wie z.B. die Hauptperson selbst, die sich als moderner, ökobewußter und feministisch geprägter Schmusemann geriert. Eine solche Figur war nicht nur völlig undenkbar zu jener Zeit, sie hätte auch keine zwei Minuten überlebt. Der Vergleich mit "Die Säulen der Erde" ist also m.E. allzu wohlwollend gebraucht und trifft bei weitem nicht dessen personelle und historische Tiefe. Im Grunde ist "Fortuna" eine spannend geschriebene Mittelalter-Soap und sollte auch als solche verstanden werden. Ein Meilenstein der Literatur ist es ganz sicher nicht. Trotzdem kann ich dieses Buch jedermann wärmstens empfehlen, der ohne großen Anspruch, dafür mit umso mehr Emotion ein reines Lesevergügen sucht.


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