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 Der Herr der Ringe, 10 Audio-CDs
von John R. R. Tolkien, Peter Steinbach, Bernd Lau, Ernst Schröder, Manfred Steffen und Mathias Haase
CD
August 2003
Verlag: Dhv der Hörverlag

Kommentare und Bewertungen: Teilweise Besser als die Filme
    
Über "Der Herr der Ringe" & "J.R.R. Tolkien" muss man ja nichts mehr sagen. Die Produktion von der Hörverlag ist ein Hörspiel und kein Hörbuch. Das dies so ist ist auch gut so. Als Hörbuch wäre es doch an manchen Stellen ziemlich langweilig geworden.Die Umsetzung vom Original zum Hörspielmanuskript und schließlich zum Hörspiel ist dem Hörverlag sehr, sehr gut gelungen. Es ist ihnen sogar an vielen Stellen so gut gelungen, dass das Hörspiel besser und interresanter bzw. spannender ist als die Filme. Bravo!!! Wer alle 3 Filme der Verfilmung von Peter Jackson gesehen hat, sollte trotzdem nicht vor dem Kauf zurückschrecken, weil er denkt: "Ich kenne doch eh schon alles" Doch wer dies denkt irrt sich gewaltig. Die Filme zeigen keines Falls die komplette Story des Buches. Das Hörspiel dagegen ist ziemlich nahe am Original. Was ebenfalls mit "+" Punkten zu belohnen ist es wurden nur minimale Kürzungen vorgenommen!!! Wer mehr vom Hörverlag kennt, dem werden ein Paar Stimmen der Sprecher bekannt vorkommen. (z.b. Rufus Beck) Also schlagt zu und bestellt dieses Hörspiel. Es lohnt sich und der Preis ist für das was geboten wird auch nicht zu hoch!!!
1 Ring + 9 Gefährten = 10 CDs/11,5 h Spannung
    
Vorweg: unbedingte Kaufempfehlung für alle Hörspielfans. Ich besitze das Hörspiel seit etwa 3 Jahren. Es gibt nicht viele Produktionen, die diese Güte übertreffen. Vielleicht Der Hobbit, ebenürtig ist Der Zauberberg. Ainu sei Dank, dass ich die Bücher vor den Filmen las! So sehe ich nicht die Schauspieler vor mir, wenn ich der Geschichte lausche. Wer sich befreien kann von seinen Vorurteilen, der kann hier eintauchen und den Ringkrieg und den Fall des Ringes miterleben. Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich die Bombadil-Geschichte wichtig. Sie ist eine der vielen Quellen der Ringgeschichte. Großartig ist Aragorn gesprochen, Saruman ist köstlich. Hier im Hörspiel wird die Szene am Orthanc, in der Saruman den Stab abgeben muss, so präzise und dicht gespielt, dass sie fast die Vorlage übertrifft. Ich kann nicht glauben, dass jemand die BBC-Produktion besser findet. Die finde ich schräg. Da helfen auch die guten Stimmen nichts Und wenn in naher Zukunft die "neue" Übersetzung die "alte" verdrängt hat, dann sollte jeder alternativ dieses Juwel sein Eigen, seinen Schatz nennen. Gollum!
Das zweitbeste Hörspiel in deutscher Sprache
   
Der Herr der Ringe als Hörspiel der Superlative: Mit vielen bekannte Stimmen in den Hauptrollen und einer Lauflänge von rund 700 Minuten ist das vom SWR aufwändig produzierte Hörspiel ein Meilenstein des Rundfunks. Schade nur, daß das Hörspielkonzept nicht konsequent verfolgt wurde. Die Erzählstimme ist sehr oft prominent im Vordergrund, gelegentlich dauert es lange Minuten bis die einzelnen Figuren wieder Text bekommen oder ein echter Dialog/Interaktion eintritt. Dadurch bekommt die Geschichte manchmal den Anstrich einer Lesung, was den Spannungsfluß des öfteren lähmt. Auch Musik bzw. Toneffekte werden nur sparsam eingesetzt. Da hätte man sich ruhig ein größeres Scheibchen von der englischen Hörspiel-Version der BBC abschneiden können. Größtes Manko für mich allerdings ist die Besetzung von Manfred Steffen als Gandalf. Dessen aus vielen Märchen bekannte und bewährte Stimme ist leider insbesondere in den Szenen, in denen Gandalf Macht beweist (z.B. an der Brücke von Khazad-Dum oder im Konflikt mit Saruman) nicht kraftvoll genug, so daß niemals der Eindruck eines mächtigen Zauberers entsteht. Auch hier ist Sir Michael Hordern in der BBC-Version deutlich überlegen. Zuguterletzt erweist es sich ebenfalls als zweifelhafte Entscheidung, auf die Befreiung des Auenlandes und die Grauen Anfurten zugunsten der Episode um Tom Bombadil zu verzichten, da letztere zur Gesamtgeschichte nicht so viel beitragen kann wie die beiden erstgenannten. Dennoch ist das Hörspiel natürlich ein Garant für viele vergnügliche Stunden und für den Tolkien-Fan ein absolutes Muß. Man sollte aber unbedingt zusätzlich sowohl die englische BBC-Interpretation als auch das (siehe Titel) wirklich beste Hörspiel deutscher Sprache -Der Hobbit, WDR 1980- im Schrank stehen haben.
Nur für Fans!
  
Tolkiens Trilogie sollte jeder lesen! Peter Jacksons Verfilmung ebenfalls! Die Hörspielfassung des WDR hingegen lohnt sich nur für beinharte Fans und Komplettisten. Alle anderen sollte sorgfältig prüfen bevor sie sich diese 10-CD Box ans Bein binden. Was ist alles schlecht? Die Musik nervt und ist unpassend! Sie erinnerte mich an die Edgar Wallace Filme. Es gibt immer wieder die gleichen Melodien zu hören, null Abwechslung! Die Stimmen der Charaktere sind zum größten Teil unpassend! Ausnahmen sind der Erzähler (Ernst Schröder), Baumbart (Friedrich Schütter) und Pippin (Rufus Beck). Die gefallen mir sehr gut! Alle anderen sind entweder mittelmäßig oder sogar schlecht, wie etwa Frodo (Matthias Haase). Die Geräusche sind oft gut, manchmal aber völlig daneben. Der Kampf um die Hornburg und die letzte Schlacht klingen absolut nicht wie Kämpfe mit Tausenden von Orks und Menschen. Vermutlich klapperte im Tonstudio lediglich ein gelangweilter WDR-Mitarbeiter mit Messer und Gabel. So klingt es jedenfalls. Weniger störend fand ich, daß nicht alles aus Tolkiens Büchern in dieses Hörspiel untergebracht wurde. Sehr unpassend fand ich z.B. noch die Umsetzung des Auenlandes. Die Hobbits werden überwiegend als neidische, dumme Wesen dargestellt, die den ganzen Tag über Bilbo lästern. Wollte man in der Verfilmung am liebsten ewig im Auenland verweilen, ist es in der Hörspielfassung wahrlich kein schwerer Abschied. Zum Abschluß nun noch eine positive Anmerkung, denn es gibt auch genug lobenswertes. Wenn die Gefährten die Elben besuchen, durch die Wälder streifen, Tom Bombadil treffen oder sich am Lagerfreuer unterhalten, kam ich ins Träumen. In diesen Momenten war ich ganz tief in der Geschichte versunken und Mittelerde erschien mir noch strahlender als in den Büchern oder dem Film. Leider sind das nur schätzungsweise 60 von 700 Minuten. Alles in allem ein qualitativ sehr durchwachsenes Hörspiel.
grauenhaft

ein unsägliches Machwerk! Viel mehr gibts dazu nicht zu sagen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Warum bloss hat man versucht ein mit Krampf auf modern getrimmtes Hörspiel zu erschaffen? Mir rollen sich die Fussnägel hoch, wenn ich höre wie die schöne bildhafte Sprache des Buches hier unsäglich verhunzt wird. Den einen Stern gibts auch nur, weil man wohl anscheinend mindestens einen vergeben muss. verdient ist auch dieser eine nicht.
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