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Hörbuch Der Kavalier der späten Stunde, 2 Audio-CDs
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 Der Kavalier der späten Stunde, 2 Audio-CDs
von Andrea Camilleri
CD
August 2004
Verlag: Lübbe

Kommentare und Bewertungen: Montalbanos Spürnase wie immer unfehlbar
    
Montalbano schafft es wieder mal, einen etwas komplizierten Fall, in dem es um mehrfachen Betrug und Mord geht, mit Hilfe seiner unfehlbaren Spürnase und seinen Geistesblitzen, in einigen Tagen zu lösen. Nach sieben bereits erschienenen Büchern mit diesem Bullen sollte sich eigentlich langweilig anhören. Von wegen! Andrea Camilleri hat es doch wieder mal geschafft, einen schönen und humorvollen sizilianischen Krimi zu schreiben, in dem Montalbano sich in seiner typisch wechselhaften Stimmung an die Arbeit macht. Nebenbei gibt es im sizilianischen (Alltags-)Leben Neues bzw. Interessantes zu entdecken, die doch eine Reise nach Sizilien schmackhaft machen kann. Und Montalbano privat? Er muss neuerdings einen schmerzlichen Verlust hinnehmen, der allerdings nicht von menschlicher Statur ist, und deswegen durchdreht. Aber keine Bange, er läuft nicht Amok! Und dann hat er wieder ein Problemchen mit dem Älternwerden (er ist immerhin um die fünfzig), bei dem er versucht, dagegen anzukämpfen oder es zu ignorieren. Allerdings nur mit mäßigen Erfolg, denn das Alter rächt sich niederträchtig! ;-) Eines ist klar: mit dem Bullen Montalbano aus Sizilien wird man als Leser überhaupt nicht langweilig! Ich freue mich schon auf das nächste Buch (hoffentlich kommt es bald!).
Ein Buch über enttäuschte Liebe
    
Ich gebe es vorab ja zu: ich bin Montalbano-süchtig und mir gefällt jedes neue Abenteuer dieses sizilianischen Kommissars und seiner Crew. Ob Montalbano seinen neuen Pullover - ein Geschenk seiner Freundin Livia - versehentlich vernichtet, ob ein gutes Essen ihn von einer Verabredung mit seinem Vorgesetzten abhält, ob er nach dem Genuss einiger Schnäpse wichtige Termine absagt oder einen Neubau mit grüner Farbe besudelt - stets ist dieser Staatsdiener auch ein kleiner Anarchist, der zudem nur sehr ungern seinen Verwaltungstätigkeiten nachkommt. In diesem Fall hat er es mit einem Finanzanlagenbetrüger zu tun, der mit den Ersparnissen zahlloser Sizilianer verschwunden ist - handelt es sich um Mord? Die übliche unkonventionelle Art Montalbanos den Fall aufzuklären, der dämlich-sympathische Polizist Catarella und der Frauen betörende Augello und die verschiedenen Beschreibungen leckerer sizilianischer Essen lassen nur einen Schluss zu - wann kommt endlich der nächste Montalbano-Band?
Endlich wieder ein guter Camilleri
   
Dies Buch hinterläßt eine aber sehr zwiespältig. Die letzten beiden Bücher von Camilleri waren ja eher Szenen-Sammlungen, im Sinne eines Skizzenbuches, aus denne man hätte mehr machen können. Dies ist endlich wieder vorbei und das Buch ist so spannend, wie siene ersten Bücher. Allerdings hat in dem Buch nicht nur Montalbano das Gefühl die Handlung komme ihmbekannt vor. So hat man den EIndruck, Camilleri habe das von ihm angegebene Buch von Faulkner genommen und ins Montalbanoshce übertragen. Das hinterläßt einen NAchgeschmack, ansosnten ist es ein spannend geschriebenes Buch, mit einem reifer werdenden Montalbano, der immer noch gerne gut ißt und dem Livia doch mehr bedeutetr als er sich früher immer eingestehen wollte.
Anlageberatung
   
Der Ragioniere Gargano verschwindet am Tag vor der Auszahlung der Rendite der ihm übergebenen und von ihm veranlagten Vermögen. Man nimmt an, dass er sich irgendwo in der Karibik mit den veruntreuten Beträgen vergnügt. Montalbano ermittelt mit Hirn und Humor. Vielleicht der beste Camilleri, sicher der lustigste mit einem leichten Hang zu Slapstick. Der Autor hat seine Form gefunden. Die Charaktere sind endgültig ausgebildet und unverwechselbar, die Romanfiguren haben ihr eigenes Leben entwickelt und entwickeln sich weiter. Das gilt besonders auch für Montalbano, dem der geliebte Olivenbaum abhanden kommt, in dessem Geäst er so manche nachdenkliche Stunde verbrachte. Es ist nicht mehr der Montalbano der "Form des Wassers", aber mir ist der jetzige sympathischer. Locker und leicht und nichts für Tüftler und Schwermütige. Ein echter Lesegenuss.
Krimi-Parodie
 
Bis auf die Kurzgeschichten-Bände war ich von allen Montalbano-Büchern bisher begeistert. "Der Kavalier der späten Stunde" hat mich nun ziemlich enttäuscht. Der Schreibstil ist sehr überzeichnet und damit nicht mehr unbedingt witzig wie in den anderen Bänden. Das Buch liest sich fast wie eine Parodie auf die eigenen älteren Krimis. Ob das nur an einer schlechten Übersetzung liegt, kann ich nicht beurteilen. Die Handlung an sich ist wie immer gut. Man spürt auch eine Entwicklung, Montalbano wird älter und nachdenklicher. Viele gute Ansätze bleiben aber oberflächlich und werden nur angekratzt. Ich hoffe sehr, dass Camilleri bei zukünftigen Bänden (falls es die geben sollte), wieder zu seinem ursprünglichen Stil zurückfindet.
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