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 Der Name der Rose, 4 Cassetten
von Umberto Eco, Ernst Jacobi, Pinkas Braun, Rolf Boysen, Richard Hey und Otto Düben
Hörkassette
Januar 1986
Verlag: Dhv der Hörverlag

Kommentare und Bewertungen: Eine Sternenstunde der europäischen Kultur!
    
Wer hätte das gedacht: der Krimi als Medium das Mittelalter neu aufleben zu lassen und in allen seinen ästhetischen Formen darzustellen? Umberto Eco hat es möglich gemacht. Natürlich. Dieses Buch ist nicht zu Unrecht als "Professorenroman" betitelt worden, doch wer denkt, dass diese Tatsache das Lesen zur interlektuellen Tortur macht, der hat sich aber saftig geschnitten! Erst die gelehrten Anmerkungen runden den Kriminalroman zum dem Kunstwerk ab, das dem Leser dann vorliegt. Erst dann erschliesst sich einem die Aktualität des Stoffes. Es fällt einem wie Schuppen von den Augen, dass wir im gewissen Sinne erst jetzt wieder eine Errungenschaft erreicht haben, die das Mittelalter hatte: ein, zumindest was die verschiedenen Nationalitäten betrifft, tolerantes Europa, das sogar eine gemeinsame Sprache hatte, nämlich Latein und nicht Englisch. Lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen.
Ein meisterhafter, mittelalterlicher Krimi
    
Das Buch wurde 1980 von Umberto Eco geschrieben. Die Geschichte beschreibt den gelehrten Franziskanermönch William von Baskerville, der in ein italienisches Kloster kommt und dort gebeten wird eine Reihe von seltsamen Morden aufzudecken. Das Klosterleben dort wird von der riesigen und geheimnisvollen Bibliothek beherrscht, deren Geheimnisse durch die Mönche und durch ein riesiges Labyrinth geschützt werden. In dieser Bibliothek gibt es anscheinend Bücher deren Inhalte so sehr beschützt werden müssen, daß einige Personen auch vor Mord nicht zurückschrecken. Das Buch ist sehr anspruchsvoll geschrieben, da sich Umberto Eco leicht in seitenlangen Sätzen und stundenlangen Beschreibungen von Kirchenfronten verlieren kann. Auch die Leser, die der Lateinischen Sprache nicht mächtig sind, werden einigen Probleme haben das Buch flüssig durchzulesen, da sehr viele Lateinische Zitate und Wörter verwendet werden, die man dann erst im Anhang nachlesen muß. Doch wenn man sich einmal an das komplizierte Schreiben gewöhnt hat, ist das Buch sehr spannend und interessant geschrieben. Die Geschichte wurde auch 1986 von Jean Jacque Annaud mit gleichem Namen verfilmt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
? Professorenroman ?
    
Ich wollte einen Mönch töten !!! Zitat Umberto EccoViele Leute sagen das dieser Roman ein Professorenroman sei ! Dies schreckte mich zuvor etwas ab, da ich ja kein Professor bin *gg* Aber weil der Name der Rose zu meinen Lieblingsfilmen gehört, entschloss ich mich dieses Buch zu kaufen. Zuallererst bemerkt der Laie, wie ich einer bin, dass er mit den meisten Wörtern überhaupt nichts anfangen kann, d.h. ein Wörterbuch oder der Wörterindex auf den letzten Seiten, den ich leider erst zum Schluss fand, sind sehr hilfreich. Denn wer weiß schon was ein Aedificium oder Ossarium ist! Wenn man diese Hürde überwindet taucht man in das Mittelalter ein, und man erlebt die Geheimnisse und Widersprüche die es in dieser Zeit gab. Also ich war begeistert, denn dieses Buch ist auch sehr lehrreich. Und man entdeckt das im Film nur wirklich das Nötigste des Stoffes verwertet wurde! Wer ein Fan des Films ist sollte sich nicht von den Fremdwörtern und den Passagen die in Latein geschrieben sind verunsichern lassen, sondern Ecco in die mystische Welt des Mittelalters folgen!
Origineller Mittelalter-Krimi ; nur zu empfehlen
    
"Der Name der Rose" ist eines der fesselndsten Bücher, die ich kenne. Allein die (fiktive) Rahmenhandlung eines Mönches, der eine alte Hanschrift findet, sie einzuordnen versucht und so die ganze Geschichte erzählt, ist einfach genial beschrieben; es ist durchaus nicht immer eindeutig, daß sie wirklich fiktiv ist. Die eigentliche Handlund, die in einzelne Tage gegliedert ist und auch sonst vor Anspielungen auf die Bibel und vieles andere starrt, bleibt bis zum Schluß spannend; immer neue unvorhergesehene Wendungen machen das miträtseln fast unmöglich, und der Scharfsinn des aufklärenden Mönches ist verblüffend. Auch der historische Hintergrund - die Inquisition, der Streit um freier denkende Mitglieder der Kirche- gibt dem Buch einen zusätzlichen Reiz, ist er doch immer präsent, aber so geschickt in die Geschichte eingearbeitet, daß nie solche aus anderen Büchern bekannten seitenweise Abhandlungen über das "Denken und Fühlen" dieser oder jener Zeit entstehen, die oft zur Langeweile beitragen. Im übrigen sei auch ausdrücklich auf den Film mit Sean Connery hingewiesen: Obwohl ich der Meinung bin und auch die entsprechende Erfahrung gemacht habe, daß Filme meistens schlechter sind als ihre Buchvorlage, so hat mich diese Verfilmung positiv überrascht. Die beiden Werke sind gleichwertig, und besonders die Schauspieler machen den Fim noch zusätzlich sehenswert. Und die düstere Atmosphäre des Klosters kommt im Film mindestens so zum tragen wie im Buch... Beides, Buch und Film, sind nur zu empfehlen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
... wie ein erstklassiger Wein
    
Während sich das Buch "Der Name der Rose" in Umberto-Eco-Manier übermäßig der geschichtsgetreuen Wiedergabe der Situation der Spaltung drohenden katholischen Kirche (Avignon + Rom)widmet, und in Überlänge die theologischen Auseinandersetzungen des Mittelalters beschreibt; der Film vorallem die reisserische Sexszene des jungen Mönschs Adson ausschlachtet und den theologischen Hintergrund jener Zeit fast völlig ausblendet, ist dem CD-Werk das Non-Plus-Ultra gelungen. Es fehlt hier zwar im Vergleich zum Film die einzigartige Kulisse, die Sprecher passen jedoch ebenso ideal zu den jeweiligen Charakteren, wie im Film. Man betritt fast 6 Stunden Mittelalter pur. Die Situation der katholischen Kirche wird zwar nicht übermäßig beachtet, sie ist aber present. Ebenso Adsons "Sünde", die anders als im Film weit mehr mit dessen Gewissensbissen in Verbindung gebracht wird. Insbesondere der Anfang des Hörspiels ist einfach dermaßen genial, daß man sich hierfür einen wirklich ruhigen Moment genehmigen sollte.
Einfach nur großartig!
    
Den Film habe ich schon mehrmals gesehen und mir deshalb vorgenommen, das Buch mal zu lesen. Wobei ich zugeben muss, dass 654 Seiten nicht grade einladend wirken! Ich bin gerade dabei, es zu lesen und bin total begeistert! Adsons Beschreibung eines Gemäldes (über sechs Seiten lang!)war so mitreißend, dass ich zum Schluss fast sicher war, dass ich es schon mal irgendwo gesehen habe! Die Beschreibung der Personen (zB Salvatore) ist so bildlich und gut, dass man wirklich eine Vorstellung von ihnen bekommt. Diese Beschreibungen wurde übrigens auch im Film ziemlich detailgetreu umgesetzt. Auch gefallen mir einige wirklich weise Aussagen von William von Baskerville (zB: "Die Schönheit des Kosmos besteht nicht nur aus der Einheit in der Vielfalt, sondern auch aus der Vielfalt in der Einheit") Alles in Allem ein wirklich großartiges, mitreißendes Buch!
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