Hörbuch         Der Name der Rose, 6 Audio-CDs


Der Name der Rose, 6 Audio-CDs
von Umberto Eco, Ernst Jacobi, Pinkas Braun, Rolf Boysen und Otto Düben
CD
1986
Verlag: Der HÖR Verlag DHV



Kommentare und Bewertungen:
Bestes deutsches Hörspiel
Das Hörspiel "Der Name der Rose" war mein erstes Hörbuch überhaupt. Es hat bei mir regelrecht eine Begeisterung für das Hörbuch ausgelöst.

Ich habe mir seitdem weitere Hörspiele (z.B. "Die Säulen der Erde","Die Päpstin" und Richmodis") angeschafft und angehört, die wirklich auch hervorragend sind; aber keines der genannten Hörspiele vermittelt so die düstere mittelalterliche Stimmung. Hierfür sorgen neben der tollen "Geräuschkulisse" die ausgezeichneten Sprecher (Heinz Moog, Pinkas Braun, Ernst Jacobi u.v.a.). Es ist für mich - nach wie vor - das beste deutsche Hörspiel (vergleichbar nur mit dem Klassiker des Hörspiels "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert.

Bedauerlich ist nur, das der HörVerlag, trotz des relativ hohen Kaufpreises, nicht in der Lage war, bei der CD-Version für die Kapitel Tapes einzurichten um auch kurzzeitiges Hören zu Erleichtern.

D. Lambrecht


Das beste Hörspiel auf dem Markt
Der Name der Rose ist ein Kult-Hörspiel, wesentlich detaillierter als der Film (obwohl auch der gut ist), mit einer packenden Rahmenhandlung und genialen Sprechern. Auch die düsteren philosophischen Betrachtungen des alten Adson kommen voll zum tragen. Zum selbst hören oder verschenken ideal. Das beste Hörspiel, das ich als Hörspielfan bis jetzt gehört habe. P.S.: Auch Das Foucaultsche Pendel ist zu empfehlen!


Origineller Mittelalter-Krimi ; nur zu empfehlen
"Der Name der Rose" ist eines der fesselndsten Bücher, die ich kenne. Allein die (fiktive) Rahmenhandlung eines Mönches, der eine alte Hanschrift findet, sie einzuordnen versucht und so die ganze Geschichte erzählt, ist einfach genial beschrieben; es ist durchaus nicht immer eindeutig, daß sie wirklich fiktiv ist. Die eigentliche Handlund, die in einzelne Tage gegliedert ist und auch sonst vor Anspielungen auf die Bibel und vieles andere starrt, bleibt bis zum Schluß spannend; immer neue unvorhergesehene Wendungen machen das miträtseln fast unmöglich, und der Scharfsinn des aufklärenden Mönches ist verblüffend. Auch der historische Hintergrund - die Inquisition, der Streit um freier denkende Mitglieder der Kirche- gibt dem Buch einen zusätzlichen Reiz, ist er doch immer präsent, aber so geschickt in die Geschichte eingearbeitet, daß nie solche aus anderen Büchern bekannten seitenweise Abhandlungen über das "Denken und Fühlen" dieser oder jener Zeit entstehen, die oft zur Langeweile beitragen. Im übrigen sei auch ausdrücklich auf den Film mit Sean Connery hingewiesen: Obwohl ich der Meinung bin und auch die entsprechende Erfahrung gemacht habe, daß Filme meistens schlechter sind als ihre Buchvorlage, so hat mich diese Verfilmung positiv überrascht. Die beiden Werke sind gleichwertig, und besonders die Schauspieler machen den Fim noch zusätzlich sehenswert. Und die düstere Atmosphäre des Klosters kommt im Film mindestens so zum tragen wie im Buch... Beides, Buch und Film, sind nur zu empfehlen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


... wie ein erstklassiger Wein
Während sich das Buch "Der Name der Rose" in Umberto-Eco-Manier übermäßig der geschichtsgetreuen Wiedergabe der Situation der Spaltung drohenden katholischen Kirche (Avignon + Rom)widmet, und in Überlänge die theologischen Auseinandersetzungen des Mittelalters beschreibt; der Film vorallem die reisserische Sexszene des jungen Mönschs Adson ausschlachtet und den theologischen Hintergrund jener Zeit fast völlig ausblendet, ist dem CD-Werk das Non-Plus-Ultra gelungen.

Es fehlt hier zwar im Vergleich zum Film die einzigartige Kulisse, die Sprecher passen jedoch ebenso ideal zu den jeweiligen Charakteren, wie im Film. Man betritt fast 6 Stunden Mittelalter pur. Die Situation der katholischen Kirche wird zwar nicht übermäßig beachtet, sie ist aber present. Ebenso Adsons "Sünde", die anders als im Film weit mehr mit dessen Gewissensbissen in Verbindung gebracht wird.

Insbesondere der Anfang des Hörspiels ist einfach dermaßen genial, daß man sich hierfür einen wirklich ruhigen Moment genehmigen sollte.


Einfach nur großartig!
Den Film habe ich schon mehrmals gesehen und mir deshalb vorgenommen, das Buch mal zu lesen. Wobei ich zugeben muss, dass 654 Seiten nicht grade einladend wirken!

Ich bin gerade dabei, es zu lesen und bin total begeistert!
Adsons Beschreibung eines Gemäldes (über sechs Seiten lang!)war so mitreißend, dass ich zum Schluss fast sicher war, dass ich es schon mal irgendwo gesehen habe!
Die Beschreibung der Personen (zB Salvatore) ist so bildlich und gut, dass man wirklich eine Vorstellung von ihnen bekommt.
Diese Beschreibungen wurde übrigens auch im Film ziemlich detailgetreu umgesetzt.

Auch gefallen mir einige wirklich weise Aussagen von William von Baskerville (zB: "Die Schönheit des Kosmos besteht nicht nur aus der Einheit in der Vielfalt, sondern auch aus der Vielfalt in der Einheit")

Alles in Allem ein wirklich großartiges, mitreißendes Buch!


Ein Vergnügen (wenn man eine Schnellvorlauftaste hat ...)
Die Stimmen und Hintergrundgeräusche kamen gut rüber. Ich war überwältigt von den Geräuschen und der Spannung! Einmal ... ich war gerage sanft am Eindösen ... hat mich eine Stimme derart aus der Bahn geworfen, daß ich mich umsah, ob nicht jemand gerade mit mir gesprochen hat! (Habe das Gesamtwerk mit dem tragbaren Player mit Kopfhörern gehört, sollte ich vielleicht erwähnen ...)
Der Erzähler alleine - der alte Adson (gesprochen von Heinz Moog) - Adson ist der junge Begleiter von William von Baskerville, der die Morde in dem Benediktinerkloster aufklären soll - verdient schon großes Lob!
Die Stimme (er soll ja einen alten gebrechlichen Herren darstellen, der die Geschichte widergibt, so wie er sie in Erinnerung hat) ist einmalig, und leitet durch das 4-teilige Hörspiel.
Auch die anderen Sprecher sind (wenn man die Augen schließt) irgendwie bildlich vorstellbar. Ihre Stimmen spiegeln größtenteils die Charaktere wieder, die sie auch darstellen sollen.

Sei es ...
- Abbo der Abt (gesprochen von Manfred Steffen)
- oder Salvatore - der immer in verschiedenen Sprachen spricht - (gesprochen von Wolfgang Reichmann)
- oder der (''Böse'') Jorge von Burgos (gesprochen von Paul Hoffmann), der ja verhindern wollte, das das ketzerische Lügenbuch, um das es schlußendlich geht in die Öffentlichkeit gelangt.

4 Teile umfaßt das Hörspiel (ich nenne es lieber Hörspiel, obwohl es hier unter Hörbuch eingeordnet wird).
Damit wären wir auch schon beim ersten Nachteil der CD's:
Die CD's sind in 6 Stück zersplittet. Jede CD enthält nur EINEN Track von einer Dauer um die 60 Minuten.
Mitten in den Tracks kommt also ab und an eine Zusammenfassung vom jeweils vorhergehenden Teil. Was für mich etwas verwirrend war.
Nächster Nachteil, den ich unterschätzt habe ist ...
... die Lauflänge einer CD besteht - wie oben genannt - aus einem (einzigen) Track!
Man muß also wirklich die Zeit haben, sich eine CD am Stück anzuhören.
Andernfalls lernt man die Vorzüge eines ruhigen Fingers beim Drücken der Schnellvorlauftaste kennen.
Und mein tragbarer CD-Player spult anscheinend echt lahm vor, sodaß ich oft vorspielen mußte um ans Ende der CD zu gelangen.


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