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 Diabolus, 6 Audio-CDs
von Dan Brown und Detlef Bierstedt
CD
21. Februar 2005
Verlag: Lübbe

Kommentare und Bewertungen: Sehr spannend und lupenrein recherchiert
    
Ich habe sowohl Illuminati, als auch Sakrileg vor diesem Hörbuch gehört. Die Handlung ist sehr sehr spannend. Alle fachlichen Aussagen haben Hand und Fuß und wurden lupenrein recherchiert. Detlef Bierstedt als Sprecher (die Stimme von George Clooney) erzeugt eine wunderbare Stimmung. Ich kann jedem dieses Hörbuch nur empfehlen. Es kommt fast an das hohe Niveau von Illuminati ran.
Ein brauchbarer Erstling
  
Geheimgehalten vor der Öffentlichkeit hat die NSA (National Security Agency, der "geheime" Geheimdienst der USA), einen Computer entwickelt, der sämtliche Verschlüsselungen innerhalb kürzester Zeit knacken kann. Als sie sich vor Jahren von einem Mitarbeiter trennten, begann dieser einen Algorithmus zu entwickeln, der nicht mehr geknackt werden kann. Als ihm das gelingt stellt er diesen Algorithmus dem meistbietenden zur Verfügung. Als persönliche Lebensversicherung übergibt er den Code an einen unbekannten Dritten, der ihn öffentlich bekannt machen wird, sollte ihm etwas zustoßen. Wird die NSA also einfach den höchsten Preis bezahlen müssen? Ja, wenn nicht ... wenn nicht der Programmierer bereits tot in Spanien aufgefunden worden wäre. Ein rasanter Thriller entspinnt sich, der viele unerwartete Wendungen bietet.So gut der Roman auch ist, dennoch hatte ich mit dem Inhalt einige Schwierigkeiten. Zunächst fand ich es sehr schwierig mich mit den Zielen der NSA zu identifizieren, insbesondere wenn um das Brechen des Postgeheimnisses geht - diesbezüglich jedoch ist der Roman sehr einseitig geschrieben - es liest sich wie "NSA ist gut und Bürgerrechtsbewegungen sind böse". Weiters störte mich, dass Spanien wie ein Entwicklungsland dargestellt wird, so liest man z.B.: "Eine internationale (Telefon-)Leitung aus Spanien zu bekommen, ist mit Roulettespielen vergleichbar, eine Frage von Zeit und vor allem Glück." Unangemessen empfinde ich auch die Tatsache, dass der deutsche Verlag mit dem Titel offenbar suggerieren will, dass es sich um einen Roman in den Fußstapfen von "Illuminati" und "Sakrileg" handelt, davon ist dieses Buch allerdings weit entfernt, handelt es sich doch in Wahrheit um Dan Browns Erstling, der sich weit ab von den Themen Religion, Wissenschaft und Geheimgesellschaften bewegt. Was man Dan Brown zu Gute halten muss, ist dass er sämtliche Handlungsstränge in sehr gelungener Art und Weise aneinanderreiht und immer im spannendsten Augenblick auf den anderen Handlungsstrang wechselt. Mit dieser Technik schafft er es permanent Spannung in dem Buch zu halten - so gut wie Brown gelingt dies nur sehr wenigen Autoren, denn diese Technik bedarf natürlich auch eines Handlungsverlaufs, der ununterbrochen neue unerwartete Wendungen bringt. Außergewöhnlich gut gelegt sind auch die falschen Spuren auf die Brown seine Leser führt. Wie in einem Krimi versucht man ständig das Rätsel zu lösen und jedes Mal werden die angedachten Lösungen durch eine Wendung zunichte gemacht. Ein lustvolles Ratespiel. Wer einen Thriller sucht, der unheimlich spannend gemacht ist und sich kein literarisches Meisterwerk erwartet, wird hier gut bedient. Vorausgesetzt man stört sich auch nicht an Klischees, Vorurteilen und ungenauer Recherche. Für Freunde von Dan Brown eine echte Empfehlung, wenn Sie Dan Brown noch nicht kennen, so sind sie mit "Illuminati" und "Sakrileg" allerdings besser bedient.
Seine Stärken liegen woanders
 
Dan Browns viertes in Deutschland erschienenes Buch ist eigentlich sein erstes. In Amerika schon 1998 heraus gekommen, merkt man ihm deutlich an, dass der technische Fortschritt mittlerweile ein paar Schritte weiter gegangen ist. Aber das ist es nicht allein, was dem Buch fehlt, um ein richtig guter Thriller zu sein. Zu einfallslos und durchschaubar ist die Geschichte, zu einfach der Plot. Browns Stärken liegen eindeutig eher in der populistischen Aufarbeitung von Geschichtlichem. Doch spannende Historie wie in Sakrileg oder Illuminati blitzt in diesem Roman leider viel zu selten auf. Und vielleicht fällt es auch im „alten Europa" das Entsetzen etwas geringer aus, wenn sich das mächtigste Land der Welt im Kampf gegen das Böse fast ein kleines technisches Eigentor schießt. Spannend? - Ja. Aber nur für hartgesottene Dan Brown Fans ein unbedingtes Muss.
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