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 Die Säulen der Erde, 12 Audio-CDs
von Ken Follett und Joachim Kerzel
CD
Juni 2003
Verlag: Lübbe

Kommentare und Bewertungen: Spannende Mittelaltersaga im 12. Jhdt.
    
Im England des 12. Jhdts. ist der begabte Steinmetz Tom Builder mit seiner Familie unterwegs auf der Suche nach Arbeit. Als sie durch ein einsames Waldstück kommen setzen bei Toms Frau Agnes die Wehen ein und sie entbindet einen kleinen Jungen. Wegen Entkfräftung stirbt Agnes jedoch kurz nach der Geburt und Tom steht mit 2 Kindern und einem Säugling alleine da. Am Rande der Verzweiflung läßt Tom das Neugeborene auf dem Grab der Mutter zurück. Kurz darauf tut sich die Familie mit der Waldbewohnerin Ellen und ihrem Sohn Jack zusammen. Tom und Ellen beobachten wenig später, wie der ausgesetzte Säugling in einem Waldkloster Aufnahme findet. Auf der Suche nach Arbeit und Essen kommt die Gruppe auf die Burg Earlscastle, die jedoch von feindlichen Rittern erobert wird. Schließlich findet die Familie in der Priorei Kingsbridge ein zu Hause, Tom eine Anstellung als Dombaumeister und den verloren geglaubten Säugling sehen sie auch wieder.Ken Follett schildert die Geschichte von Philipp dem Mönch, Tom Builder und seiner Familie, Jack dem Sohn von Außenseiterin Ellen und Aliena der Grafentochter von Shiring. Diese Personen verbindet das Schicksal und sie begegnen sich immer wieder. Manche Wendungen waren ein bißchen an den Haaren herbeigezogen und die Handlungsweise manchmal sehr melodramatisch. Aber im großen und ganzen ein sehr gutes Buch mit "bösen" Bösewichtern und "guten" Helden!
Säulen der Erde
    
Dieses Buch zerstreut innerhalb weniger Seiten die Angst des Lesers, die 1200 Seiten könnten langweilig oder verschwendete Zeit sein. Es ist spannend, fesselnd und eine wahre Freude zu lesen.
Und sie bauten eine Kathedrale...
    
Allein durch seinen Umfang wirkt das Buch mit seinen über 1000 Seiten fast schon bedrohlich. Aber keine Bange: Langeweile kommt nicht auf. Ken Follet erzählt sehr spannend und kurzweilig eine etwas verworrene Geschichte über die Familie eines Steinmetzes im England des 12. Jhdt. Dabei kommt alles vor, was man von einem Roman, der im Mittelalter spielt so erwartet: boshafte Adlige, scheinheilige Mönche, Hexen, Pilger und, sozusagen in der Hauptrolle, eine Kathedrale. Vor allem die kunsthistorischen Beschreibungen sind gut recherchiert und führen den Leser in die Wende von der Romanik zur Gotik. Auch sonst stimmen die historischen Details. Daß man der Geschichte ihre Mittelalterlichkeit nicht so recht abkauft, liegt wohl eher an den doch sehr modern anmutenden Meinungen und Lebenseinstellungen der Hauptpersonen. Aber das Buch soll ja auch keinen Unterricht in Mentalitätsgeschichte erteilen, sondern unterhalten. Und die Handlung ist an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Ein ideales Buch für verregnete Ferien, einen längeren Krankenhausaufenthalt oder dunkle Winterabende mit schlechtem Fernsehprogramm. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Ein Meisterwerk! Das Beste Buch, welches ich bisher las!
    
Ich denke ich habe in meinem kurzen Leben (27 Jahre) schon sehr viel gelesen. Viele gute Bücher und viele, die ich irgendwann zur Seite legte und nie wieder weiter las. "Die Säulen der Erde" ist mit Abstand das genialste Werk, daß ich in die Hände bekam. Auf Empfehlung eines Freundes machte ich mich an die 1149 Seiten ran. Und ich war von Anfang an gefesselt und verschlang jedes Wort, jede Zeile, jede Seite! Tom, Ellen, Jack, Agnes, Phillip, Alfred, William, Waleron... ich will nicht alle Namen der Personen, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen, hier erwähnen. Zu unübersichtlich würde es auf den Leser dieser Rezension wirken. Aber was Ken Follett vollbrachte - und das schaffen nur wenige - ist, allen Charakteren ein detailliertes Gesicht zu geben, dass sich immens in das Gedächtnis des Lesers einbrennt! Gebündelt mit einer mitreissenden Geschichte, die einen bestens gelaunt erstrahlen lässt, oder auch die Tränen in die Augen treibt, ist dieses Buch ein Meisterwerk der Erzählliteratur. Wer dieses Buch auslässt wird andere dafür beneiden, die es einmal lesen durften!
Ein Buch, das einen nicht mehr losläßt - Weltklasse!
    
Selbst für mich als Geschichts-Muffel und Fantasy-Liebhaber war dieses Buch einer der literarischen Höhepunkte! Mir den "Säulen der Erde" schuf Ken Follett ein Buch, das man am liebsten an einem Stück von vorne bis hinten durchlesen würde! Die Beschreibung der Personen, der Landschaft und der Architektur ist nie langweilig oder eintönig, sondern vermittelt dem Leser Einblicke, von denen loszukommen sehr schwer ist. Vergewaltigung, Armut und Ungerechtigkeit werden überaus überzeugend und niemals platt geschildert, wobei der eigenen Phantasie stets Anregungen gegeben werden. Interessant ist, das bis jetzt jedem, dem ich das Buch empfohlen habe, begeistert war. Ken Follett spricht mit seinem Werk nicht nur eine besondere Personengruppe an, z.B. den Geschichtsfreak, den Fantasy-Fan oder den Liebhaber von Liebesgeschichten, nein, das Buch ist für jeden geschrieben und es ist faszinierend zu sehen, das dieses Konzept augegangen ist. Neben den anderen Werken von Follett nimmt dieses mit Sicherheit eine Sonderstellung ein, es ist mit nichts, was er bisher geschrieben hat zu vergleichen. Die Geschichte um den Bau der großen Kirche mit seinen interessanten Charakteren vermittelt einen bestechenden Einblick in das Geschehen jener Zeit. Ob die Tatsachen stimmen, weiß ich nicht - aber faszinierend ist das Werk allemal und somit unbedingt ein Buch erster Wahl!
1151 lange Seiten machen noch kein gutes Buch
 
Ich kann die euphorischen Kritiken für dieses Buch zum Großteil nicht nachvollziehen. Normalerweise sind fette Wälzer dieser Art kein Problem für mich, doch in diesem Fall musste ich mich wirklich zwingen, den Roman zu Ende zu lesen. Die Geschichte ist einfallslos und einseitig, die Hauptfiguren sind entweder unerträglich oder unglaubwürdig. Die Bösen, allen voran Oberschurke William Hamleigh, sind so richtig böse, und die Guten sind schon wieder so gut und edelmütig, dass sich einem beim Lesen der Magen umdreht. Abgesehen davon bleibt das Hauptschema der Story über 1000 Seiten hinweg das selbe: die "Guten" sind voller Hoffnung, bauen sich etwas auf (in diesem Fall ein riesige Kathedrale), doch gerade rechtzeitig bevor sie ihr Ziel erreicht haben, kommt William "Darth Vader" Heimleigh und reißt alles in Stücke. Der gottesfürchtige Prior Phillip und seine Betbrüder verzweifeln, schicken ein Stoßgebet zum Himmel, fangen von vorne an, erholen sich wieder, klein William schwingt erneut die Knute und...man ahnt es schon. Genauso ermüdend wie die ständige Wiederholung dieses Musters sind die ausführlichen, architektonischen Beschreibungen des Kathedralbaus. Seitenlang lässt sich der Author über den Zweck dieser und jener Strebe, oder der Verzierung eines Kapitels aus. Der einzige Grund, warum es von mir 2 Sterne gibt, statt einem: die realistisch geschilderten Rahmenbedingungen. Man merkt, dass Ken Follett fundierte Recherchen betrieben hat, denn die Beschreibung des Alltagslebens der Menschen im Mittelalter ist hervorragend und überaus interessant. Auch der geschichtliche Hintergrund (der Kampf um den englischen Thron zwischen Mathilde und Stephen) ist für mich als Geschichtefan sehr ansprechend. Wären nur die nervigen Hauptfiguren nicht gewesen.
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