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 Dracula, 2 Audio-CDs
von Bram Stoker, Sven Stricker, Felix von Manteuffel, Gerd Baltus und Celine Fontanges
CD
September 2004
Verlag: Dhv der Hörverlag

Kommentare und Bewertungen: Dracula - endlich gruselig!
    
Klar, die Geschichte ist stark gekürzt, aber das ist sie z.B. in einem Film natürlich auch. Auch dass die Figur des Quincy Morris gestrichen wurde, mutet zunächst seltsam an. Vielleicht wollte man einfach ein Stimmendurcheinander vermeiden, ich weiß es nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass Quincys Fehlen nicht weiter stört; diese Inszenierung ist höllisch spannend, gerade die leisen Töne und die nicht wie so oft vordergründige und pompöse Musik unterstreichen eine großartige Atmosphäre des Grauens. Die Sprecher sind allesamt gut. Besonders Gerd Baltus und Konstantin Graudus möchte ich hervorheben. Die schnellen Schnitte und Szenenübergänge unterstreichen das Unbehagen noch, weil man immer wieder überrascht wird. Insgesamt ein tolles Vergnügen - besser nicht alleine hören!
Gutes (gekürztes) Hörspiel
   
Nach "Die Schatzinsel" und "Die drei Musketiere" inzeniert Sven Stricker den dritten Klassiker als Hörspiel - und das mit ungefähr gleichbleibender Qualität.Auch diesmal sind wieder Begleitmusik und Geräusche von außerordentlicher Güte. Hier gibt es nicht auszusetzen. Herausragender Sprecher ist Felix von Mateuffell als Dracula. Ebenfalls sehr stark, wenn auch nur in einer kleinen Rolle, ist Jörg Pleva als der irre Renfield. Diesem Hörspiel des Hörverlages hätte ich eigentlich fünf Sterne geben können, wenn es nicht das noch viel bessere, vollständige Hörspiel (5 CD's) von Universal geben würde, daß noch eine Spur besser ist! Alles in allem ist dieses gekürzte Hörspiel aber trotzdem hörens- und empfehlensert.
Willkommen(einmal mehr!) in meinem Schloß!
  
Zu den unzähligen Büchern, Hörspielen und Filmen kommt nun ein neues Dracula-Produkt hinzu. Zum wievielten Male übrigens? Die Geschichte ist allgemein bekannt, und auch in diesem Hörspiel hielt man sich (zumeist) an das Original. Felix von Manteuffel als Dracula und Konstantin Graudus als J. Harker sind die herausragenden Sprecher in dieser Produktion, neben Jörg Pleva, der einen grandiosen Renfield abgibt! So ist auch die erste halbe Stunde des Hörspiels zweifellos die Beste: Jonathan Harker erscheint auf Draculas Schloß und dabei verleiht die liebenswürdig-hinterhältige Sprechweise Manteuffels der Szenerie die optimale, bedrückende Atmosphäre. Der Zuhörer wird gefesselt und man könnte den Dialogen der beiden Sprecher unendlich viel länger lauschen. Ab dem Zeitpunkt in welchem die anderen Figuren (Lucy, Mina, Seward und van Helsing) ins Spiel kommen, verliert sich der zunächst geradlinige Handlungsstrang in den oftmals zu schnellen Schnitten und Szenewechseln. Natürlich muß der recht umfangreiche Roman Stokers für ein 2 1/2 stündiges Hörspiel gekürzt werden, doch warum geschieht dies an den oft markantesten Stellen? Unverständlich, z.B. warum der Bericht des Kapitäns von der "Demeter"(mit welchem Dracula seine schaurige Überfahrt von seiner Heimat nach England antritt), völlig übergangen wurde. Stattdessen ruft ein Zeitungsverkäufer recht lustlos die ganzen Ereignisse in ein paar Sätzen aus. Auch bei der Friedhofsszene, in welcher Lucy gepfählt und dadurch erlöst wird, hält man sich mit dramatischen Stilmitteln sehr zurück. Die Schwäche des Hörspiels besteht darin, daß man oft nur Kammermusik serviert bekommt, wo man eine dröhnende Symphonie erwartet. Die Jagd nach Dracula, die Van Helsing und Co. schließlich bis nach Transsylvanien führt, steht ganz im Zeichen des Zeitraffers. Er vermittelt eher den Eindruck eines Reiseslogans mit dem Titel:"Nach Transsylvanien und zurück - in einem Tag!" Unverständlich, warum die Figur des Quincey Morris komplett aus diesem Hörspiel eliminiert wurde, und am Ende statt seiner der gute Arthur Holmwood sterben muß. Das ist nun nicht gerade "original" und auch nicht originell. Leider haben die Hörspielmacher viele Chancen verschenkt, um aus dem "neuen" Dracula ein Werk zu schaffen, welches die beklemmend-verstörende Stimmung des Buches trifft.
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