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 Ecce Homo, 1 Audio-CD in Pp-Hülle
von Friedrich Nietzsche und Axel Grube
CD
Januar 2003
Verlag: Onomato

Kommentare und Bewertungen: Gute Umsetzung als Audiobuch
    
Die 4 CDs sind in einer schmucken Box enthalten, die etwas gewöhnungsbedürftig ist - aber einen besseren Sprecher als Axel Grube kann man sich nicht vorstellen, den dieser ließt hier schließlich Nietzsches Weisheiten vor. Fazit: 5 Sterne - den Preis/Leistung stimmen
Wahnsinn!
    
Nietzsche - dieser Autor verdient eigentlich immer unendlich viele Sterne, doch dieses Buch verdient genau noch einen mehr! *lol*! Es ist sein Bestes - es ist das weichste, gefühlvollste, direkteste, schärfste, selbstkritischste, natürlichste, allumfassendste Werk aller Zeiten! Besser geht es nicht, es ist das letzte Aufbäumen eines Menschen an seine kranke Mitbruderschaft, bevor er zum Tiere wird, in ihm die Menschlichkeit versagt. Dieses Buch ist das letzte, das man überhaupt schreiben kann! Danach gibt es nichts mehr außer das Leben! Wer dieses Buch lebt, wird danach ins "Paradies" fallen - danach gibt es nur noch das reine Leben! Das macht dieses Buch so wertvoll, es ist im Grunde ein Ratgeber, sich selbst loszuwerden. Und es ist der beste Ratgeber... Nietzsches größtes Ding, weit vor seinen anderen großen Hits "Götzendämmerung" und "Also sprach Zarathustra"! Kauft es, lebt es, saugt jedes Wort in Euren Leib - nichts hat mehr Heilungskraft als dieses absolute Wahnsinnsstück! Unendlich plus einen Stern für dieses Feuerwerk an Genie! KAUFEN! SOFORT!
um sein leben schreiben
    
nietzsche weiß, als er dieses buch schreibt, daß der wahnsinn unmittelbar bevor steht. es ist geschrieben in seiner annahme, das letzte zu sein. er ist in de lage, selbst diese fluktuative welt zwischen genie und wahnsinn mit der ihm eigenen ausdrucksfähigkeit zu kontern. leider ein letztes mal.es wird ein realer unzeitgemäßer:-) lebenslauf kreiert, mit dem witz des zum wahn verurteilten geschrieben. es ist vor allem ein ernst gemeintes buch und sehr lesenswert, nämlich um nietzsche und sein denken von einer alle masken fallen lassenden seite kennenzulernen.
Fast unertraeglich, historisch allein relevant
  
Ich habe schon sehr viel von Nietzsche gelesen, liebe und verehre seinen Zarathustra und erfreue mich gerne immer wieder an seinen Aphorismen in "Menschliches, Allzumenschliches", auch die Dionysos-Dithyramben finde ich teilweise bezaubernd. Dass ich diese Hinweise meiner Rezension voranstelle liegt daran, dass ich "Ecce Homo" kaum ertragen habe. Dieses Buch wird oft als Nietzsches "Autobiographie" bezeichnet, deswegen hatte ich es schliesslich gekauft (und diese Ausgabe hier ist besonders schoen!). Ecce Homo ist eine Abrechnung mit seiner Mutter und Schwester, mit Wagner und all den Menschen, die sein Leben begleitet haben. Liest man eine Biographie ueber Nietzsche, dann erkennt man, dass die Veroeffentlichung von "Ecce Homo" in seine spaete Zeit faellt, in der schon alle Enttaeuschungen des Lebens ihn gepraegt hatten (der Bruch mit Wagner, den er so sehr verehrt hatte, in der gemeinsamen Liebe zu Schopenhauer und in der mystischen Musik, die gescheiterte Liebe zu Lou Salome, was auch seine Schwester mitzuverschulden hatte, auf die Nietzsche aber zeitlebens angewiesen war). Ein zerrissenes Leben hat Nietzsche hinter sich, als er dieses Dokument verfasst, ueberdies gepraegt von immer weiter zunehmenden Kopfschmerzen und Organkrankheiten. Liest man den Ecce Homo als ein Dokument Nietzsches Enttaeuschung, vielleicht sogar im Rahmen einer Biographie, oder parallel zu einer Biographie ueber Nietzsche (und hier empfehle ich Fischer-Dieskaus herrliches Werk) dann wird Ecce Homo zu einem wertvollen historischen Dokument. Anders aber ist es nur eine bissige Abrechnung mit dem Leben und der Welt. Insofern also, wenn man sein Bild vo Nietzsche vervollkommnen will, ein interessantes Dokument, sonst aber sehr negativ und keinesfalls eine allgemein nuetzliche oder allgemein lebenstaugliche philosophische Abhandlung.
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