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Hörbuch Hamlet, 2 Audio-CDs
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 Hamlet, 2 Audio-CDs
von William Shakespeare, Hermann Schomburg, Maximilian Schell und Marianne Hoppe
CD
März 2004
Verlag: Universal Music

Kommentare und Bewertungen: Gelungende Aufnahme!
    
Ist einem Shakespeares Sprache zu schwer zum Lesen, so kann man sich mit dieser Aufnahme in den Sessel setzen, die Augen schließen und sich Weltliteratur auf einfachem Wege zuführen. Eine gelungene und wirklich preisgünstige Aufnahme von Shakespeares Hamlet!
Eine der größten Tragödien der Weltliteratur
    
Wer kennt diese Situation nicht- man weiß, daß man etwas hinter sich bringen muß, und daß dabei keine Fehler gemacht werden dürfen- so geht es dem jungen dänischen Prinzen Hamlet, dessen ermordeter und als Geist erscheinender Vater die Rache an seinem Morder einfordert, um Ruhe zu finden. Hamlet will ganz sichergehen: Vielleicht war es nur ein böser Geist, der ihm erschien, um ihn dazu zu bringen, seinen Onkel Claudius zu ermorden, der- welch überraschender Zufall- unmittelbar nach dem geheimnisvollen Tode des Vaters von Hamlet die Frau des Ermordeten ehelichte und Dänemarks Krone auf seinen Kopf setzte. Einige sehr fein erdachte Listen des Prinzen bringen die Wahrheit an den Tag: Claudius hat Hamlets Vater ermordet und usurpiert nunmehr den Thron, der ihm, Prinz Hamlet, zusteht. Das eigenartige Gebaren des Prinzen verunsichert den Usurpator- er will Hamlet loswerden. Doch der Plan führt in die Katastrophe. Unschuldig stirbt auch Ophelia, die von den Vorgängen um sie herum in den Wahnsinn getrieben worden ist. "Ich liebte Ophelien- vierzigtausend Brüder mit ihrem ganzen Maß von Liebe hätten nicht meine Summ' erreicht." So spricht Hamlet, und ist doch mitschuldig an ihrem bitteren Ende. Seine moralische Größe zeigt sich darin, daß er nie den bequemen Weg geht. Er analysiert seine Situation bis ins kleinste Detail und findet gerade deshalb keinen Ausweg. Dies ist die Voraussetzung echter Charaktertragik, wie sie vor Shakespeare nur der Grieche Sophokles in seinem "König Ödipus" und seiner "Antigone" erreichte und wie sie nach Shakespeare nie wieder erreicht worden ist. Weil Hamlet so ist, wie er ist, nämlich bedachtsam und ernsthaft, was gerade den echten Wahnsinn im vorgetäuschten Wahnsinn ausmacht, deshalb verliert er die Kontrolle über die Situation. Die Tragödie gehört zu den vielschichtigsten und größten der gesamten Weltliteratur. Theatralische Wirksamkeit, die der Text auch dann hat, wenn er nur gelesen und das Stück nicht auf der Bühne aufgeführt gesehen wird, haben die Geister-und Fechtszenen. Der subtile Rachewillen Hamlets, der, nachdem er doch schon allzu lange die Tat hinausgezögert hat, sich bei einer einmaligen Gelegenheit noch immer nicht zufriedengibt, weil Claudius durch einen einfachen Tod nicht hart genug bestraft würde, die großen Gedanken über die Problematik des Selbstmords und den Wert oder Unwert entschlossener Taten überhaupt und nicht zuletzt die großartige Sprache machen das Buch zu einem ständigen Lesegenuß. Lohnt es sich überhaupt, entschlossen zu handeln? Den Vater zu rächen ist möglich. Unmöglich ist es, die Welt grundlegend zu verändern. Was geschehen ist, ist geschehen. Diese Einsicht stürzt den Prinzen in Verzweiflung. "Hamlet" ist ein Buch, das einen niemals sättigt. Immer von neuem möchte man sich in den Bann dieses einmaligen Werkes schlagen lassen und mit dem Helden fiebern, der fleht: "O schmölze doch dies allzu feste Fleisch, zerging' und löst in einen Tau sich auf- oder hätte nicht der Ew'ge sein Gebot gerichtet gegen Selbstmord."
Shakespeares grosses Drama: Mord, Rache, Wahnsinn
    
Hamlet ist eine Rachetragödie: Der junge Prinz von Dänemark wird vom Geist seines Vaters aufgefordert, Vergeltung zu üben für den Mord, den der eigene Bruder an ihm begangen hat. Allerdings steht in Shakespeares Stück nicht die Durchführung der Rache, sondern der innere Konflikt des Helden im Vordergrund. Hamlet zeigt sich als intellektueller Zauderer, der sich selbst und die Wirklichkeit ständig hinterfragt und dadurch zu entschlossenem Handeln unfähig ist. In manchen Situationen freilich agiert er schnell und sogar skrupellos - Hamlet ist eine sehr widersprüchliche und vielschichtige Figur. Er ist ein an der Wirklichkeit zweifelnder Melancholiker, der seine Zerrissenheit mit Witz, Wortgewalt und Esprit auf den Punkt bringt, und er setzt seinen Widersachern gespielten (oder echten?) Wahnsinn, Maskeraden und Doppelbödigkeit entgegen. All dies macht ihn zu einer der faszinierendsten und meistgedeuteten Figuren der Weltliteratur. Das nach ihm benannte Stück ist trotz seiner gewaltigen Länge eine der wichtigsten und inspirierendsten Tragödien aller Zeiten. Zu besonders intensiven Auseinandersetzungen hat die Figur des Hamlet die deutschen Intellektuellen geführt, die sie phasenweise geradezu als Sinnbild der eigenen nationalen Zerrissenheit deuteten.
fantastisch
    
Mal abgesehen davon, dass dieses Werk von Shakespeare (wie alle anderen auch) ein Meisterwek ist, kann ich ganz speziell die Übersetzungen von Frank Günther empfehlen. Ich habe 6 Bücher daheim (Hamlet, Romeo+Julia, Othello, Julius Cäsar, Macbeth und Sommernachtstraum)die alle von ihm Übersetzt sind. Ich arbeite in einer Bibliothek die andere Übersetzungen besitzt, als ich diese das erste Mal las hab ich mich höchstens mit Müh und Not durch den Text gequält, oder nach ein paar Seiten ganz aufgehört. Als ich eine Übersetzung von Frank Günther geschenkt bekam, hab ich das Buch gleich 3 mal hintereinander gelesen. Diese Überetzungen sind leicht zu lesen, einfacher zu verstehen, und klingen weitaus besser als viele ältere. Eine Echte Empfehlung für Fans, denn sie sind nicht nur exzellent Übersetzt, sondern auch zweisprachig! Mit einem Wort: einfach Klasse! *g*
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