Hörbuch         Herr der Diebe, 7 Audio-CDs


Herr der Diebe, 7 Audio-CDs
von Cornelia Funke und Rainer Strecker
CD
Januar 2003
Verlag: Jumbo Neue Medien



Kommentare und Bewertungen:
Der Duft der großen Freiheit
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Die Story
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Nach dem Tod seiner Mutter wird der kleine Bo von seiner Tante Esther und seinem Onkel adoptiert, während sein Bruder Prosper ins Internat abgeschoben werden sollen, weshalb die beiden zusammen abhauen. Ihr erklärtes Ziel lautet Venedig, da ihre Mutter ihnen so viel wunderbares darüber erzählt hat, und tatsächlich schaffen sie es nicht nur dorthin zu kommen, sondern auch in der Bande des „Herrn der Diebe" namens Scipio aufgenommen zu werden, welcher sie neben verkaufbaren Diebesgut auch mit Kleidung und Decken versorgt. Soweit läuft also alles ganz gut, doch dann engagieren Esther und ihr Mann den Detektiv Victor Getz, um den verlorenen Bo aufzuspüren, was ihm auch erstaunlich gelingt. Darüber hinaus bekommen der Herr der Diebe und seine Bande von einem ziemlich mysteriösen Conte den Auftrag, einen ebenso ungewöhnlichen wie geheimnisumwitterten Gegenstand zu stehlen, was schwerere Folgen nach sich zieht, als auch nur einer von ihnen sich hätte träumen lassen...

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Meine Meinung
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Da es sich hierbei eigentlich um ein Buch für Kinder handelt, ist es sehr leicht verständlich geschrieben und obwohl die Sätze überwiegend recht kurz sind, was mich an anderen Büchern schon öfter gestört hat, lässt es sich sehr gut lesen und wirkt nicht etwa zusammengestückelt. Demnach gelingt es der Autorin mühelos den Leser in ihren Bann zu ziehen, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil man an jeder Stelle des Buches unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Ganz nebenbei schafft sie es Werte wie Freundschaft und Mut zu vermitteln und einem zu zeigen, dass man an sich glauben soll. Darüber hinaus wirft sie hier und da Kommentare ein, die besonders für Kinder lehrreich sind; so klärt Prosper Bo beispielweise darüber auf, dass die Bewohner Venedigs nicht „Venediger" sondern „Venezianer" heißen.

Natürlich ist Venedig an sich schon absolut faszinierend, wobei ich mich besonders gut in die Geschichte hineinversetzen konnte, weil ich schon mal da war und mich so nur an die Schauplätze erinnern brauchte. Allerdings muss ich sagen, dass es der Autorin auch ohnedies nicht schwer fällt, die Orte so zu beschreiben, dass sie ganz automatisch vor dem inneren Auge entstehen. Des weiteren tragen die vielen kleinen Bilder auch nicht unerheblich dazu bei, dass man sich besser in die Geschichte hineinversetzen kann. Diese Bilder sind zwar nur schwarz-weiße Zeichnungen, erfüllen aber dennoch ihren Zweck, einem die Umgebung und das magische dieser wunderbaren Stadt etwas anschaulicher zu machen. So lernt der Leser also zusätzlich und ganz nebenbei etwas über Venedig, zumal sich im hinteren Teil des Buches nicht nur eine Karte der Stadt sondern auch eine kleine Vokabellektion findet, welche beide zum besseren Verständnis des Gelesenen beitragen.

Davon mal ganz abgesehen sind besonders die Hauptfiguren sehr interessant und ziehen nicht nur Kinder in ihren Bann und man fühlt, wie bereits erwähnt, von der ersten Seite mit. Es gelingt der Autorin also, in einem immer die Gefühle zu wecken, die sie für angemessen hält, weshalb man Tante und Onkel vom ersten Augenblick an nicht sonderlich mag, während man den niedlichen, kleinen Bo sofort ins Herz schließt. Doch auch die übrigen Charaktere sind sehr interessant und einprägsam, was mit dem etwas trotteligen Detektiv Victor beginnt, der eine Vorliebe für Verkleidungen hat, und sich nicht nur über die Hauptfiguren sondern auch über alle Nebenpersonen erstreckt. So schließt man die liebenswerte Wespe ebenso schnell ins Herz wie den verfressenen Riccio, während man von Mosca anfänglich gar nicht so viel mitbekommt. Dafür sind der Herr der Diebe und der Conte ziemlich geheimnisvoll, während Barbarossa ein typische Händler und somit im ersten Moment nicht wirklich sympathisch ist, auch wenn sich dann zeigt, dass er Humor hat.

Darüber hinaus fragt man sich lange, wie ein Junge wie Scipio schon ein so guter Dieb sein kann, was sich später allerdings erklärt. Jedenfalls sorgen die Geschichten der einzelnen Kinder für zusätzliche Spannung, da sie nicht gleich verraten werden, sondern man immer nur Bruchstücke erfährt und so nicht weiß, ob man sie irgendwann ganz erfahren wird. Letzteres ist übrigens nicht bei allen der Fall, was aber sowieso irgendwann an Bedeutung verliert. Umso überraschender sind die vielen Wendungen, die die Geschichte nimmt, ganz zu schweigen von den teilweise magisch anmutenden Erklärungen, durch die das Buch nie langweilig sondern nur immer noch faszinierender wird. Hätte ich nicht ab und zu mal schlafen oder arbeiten müssen, hätte ich das Buch vermutlich gar nicht mehr aus der Hand gelegt, da es mit jeder Seite nur immer spannender wurde.

Der magische Teil ist übrigens sehr schön ausgearbeitet und wirft ein paar ungeahnte Probleme, aber auch Möglichkeiten auf, die auf erstaunlich einfache Weise gelöst werden. Das Ende kommt allerdings viel zu schnell und man ist richtig traurig, dass es nicht mehr weiter geht, weil man die Figuren so sehr ins Herz geschlossen hat. Dabei wurde aber das ein oder andere offen gelassen, sodass man sich auch nachdem man eigentlich schon ausgelesen hat, noch ein bisschen damit beschäftigen kann, was ich ziemlich gut finde. Etwas irritierend fand ich nur, dass im Waschzettel steht, dass niemand weiß, wer der „Herr der Diebe" ist und man ihn dann praktisch sofort zu sehen bekommt, womit seine Bande zumindest optisch sehr wohl weiß, wer er ist. Ansonsten ist die Aufmachung aber sehr passend und ich finde sogar den normalen Preis gerechtfertigt, da man für sein Geld wirklich etwas geboten kommt, wobei ich auch die sich in Grenzen haltenden Tippfehler erwähnen möchte.


Spannender Roman für junge und jung gebliebene Leser !
Der "Herr der Diebe" ist die Geschichte der Ausreißer Bo und Prosper. Als ihre Eltern sterben, will die Tante nur den jungen Bo adoptieren und den älteren Prosper ins Heim stecken. Da die Brüder aber unbedingt zusammen bleiben wollen, fliehen sie nach Venedig. Der Stadt, von der die verstorbene Mutter ihnen immer vorgeschwärmt hatte. Sie treffen auf 4 Straßenkinder ( Scipio, Mosca, Riccio und Wespe ) und schließen sich der Bande an. Erst hier beginnt das Buch. Die Vorgeschichte erfährt man nur im Rückblick.
Als ihr geheimnisvoller Anführer Scipio einen riskanten Auftrag zur Beschaffung von Geld annimmt wird es richtig spannend. Zumal zur gleichen Zeit ein Detektiv die Spur von Prosper und Bo aufgenommen hat.
Als durch einen Zufall die wahre Identität von Scipio ans Licht kommt, gerät die bis dahin heile Welt der Kinder ins Wanken.
Ein verunglückter Einbruch und unerwartete Hilfe des Detektives, sowie des "Einbruch-Opfers" gibt der Geschichte eine neue Wendung.
Natürlich muß am Ende weder Prosper ins Heim, noch Bo zu der bösen Tante. Sie finden zusammen mit Wespe ein neues Zuhause in Venedig. Mosca und Riccio versuchen sich mit ehrlicher Arbeit und das Ende von Scipio sei nicht verraten.
Das Buch ist schön und spannend geschrieben. Nur leider fand ich persönlich das Ende nicht so toll.


Sehr gut
Ich finde das Buch sehr gut.Es ist spannend,lustig und teilweise etwas traurig.Cornelia Funke beschreibt die Handlung,sowie die Charaktere sehr genau und anschaulich.


Hut ab, Frau Funke!
Ich habe mittlerweile schon 5 Bücher von Cornelia Funke gelesen, und jedes mal ist es, als spiele man in der Geschichte persönlich mit. Das Buch ist sehr anschaulich und leicht verständlich geschrieben. Man lernt viel dabei und fühlt mit den Personen mit. Alle 6 Freunde haben ein sehr schweres Schicksal, aber kommen ziemlich gut allein zurrecht. Wieder einmal ein sehr gelungenes Buch! Hut ab, Frau Funke!


Spannender Roman für junge und jung gebliebene Leser !
Der "Herr der Diebe" ist die Geschichte der Ausreißer Bo und Prosper. Als ihre Eltern sterben, will die Tante nur den jungen Bo adoptieren und den älteren Prosper ins Heim stecken. Da die Brüder aber unbedingt zusammen bleiben wollen, fliehen sie nach Venedig. Der Stadt, von der die verstorbene Mutter ihnen immer vorgeschwärmt hatte. Sie treffen auf 4 Straßenkinder ( Scipio, Mosca, Rosco und Wespe ) und schließen sich der Bande an. Erst hier beginnt das Buch. Die Vorgeschichte erfährt man nur im Rückblick.
Als ihr geheimnisvoller Anführer Scipio einen riskanten Auftrag zur Beschaffung von Geld annimmt wird es richtig spannend. Zumal zur gleichen Zeit ein Detektiv die Spur von Prosper und Bo aufgenommen hat.
Als durch einen Zufall die wahre Identität von Scipio ans Licht kommt, gerät die bis dahin heile Welt der Kinder ins Wanken.
Ein verunglückter Einbruch und unerwartete Hilfe des Detektives, sowie des "Einbruch-Opfers" gibt der Geschichte eine neue Wendung.
Natürlich muß am Ende weder Prosper ins Heim, noch Bo zu der bösen Tante. Sie finden zusammen mit Wespe ein neues Zuhause in Venedig. Mosca und Rosco versuchen sich mit ehrlicher Arbeit und das Ende von Scipio sei nicht verraten.
Das Buch ist schön und spannend geschrieben. Nur leider fand ich persönlich das ins Phantastische abgleitende Ende nicht so toll.


Spannendes und phantasievolles Hörbuch
Ich habe das Buch "Herr der Diebe" nicht gelesen, mir jedoch extra für eine lange Urlaubsfahrt das Hörbuch gekauft.

Es ist so phantasievoll und unterhaltsam, wie ich es von Cornelia Funke erwartet habe. Am liebsten wäre ich sofort nach Venedig gefahren, statt in mein eigentliches Urlaubsziel! Venedig wird richtig lebendig und ich habe manche Situationen fast "gesehen", obwohl ich während des Hörens Auto fuhr.

Allerdings würde ich es erst ab ca. zwölf Jahren empfehlen, für jüngere Kinder ist das offene Ende vielleicht nicht befriedigend oder verständlich. Außerdem wurden für meinen Geschmack die Pflegeeltern zu einseitig dargestellt, zu starke schwarz-weiß-Malerei. Deshalb auch nur vier Punkte.

Für Kinder ab 12 oder auch Erwachsenene kann ich das Hörspiel nur empfehlen - mit dem Tipp genug Zeit mitzubringen, denn man möchte es am liebsten in einem Stück zu Ende hören!


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