Hörbuch         Irisches Tagebuch, 3 Audio-CDs


Irisches Tagebuch, 3 Audio-CDs
von Heinrich Böll und Jerzy May
CD
Oktober 2000
Verlag: Hörbuchproduktionen



Kommentare und Bewertungen:
Ein unvergängliches Erlebnis
Dieses Buch ist für alle Irlandliebhaber ein unvergängliches Erlebnis. Heinrich Böll schildert in kurzen Geschichten das Leben der Iren, wie es vor vielen Jahrzehnten war. Dabei schafft es Heinrich Böll die Einfachheit der irischen Bevölkerung darzustellen, die trotz ihrer Armut glücklich und zufrieden scheint. Das erstaunlichste an diesem Buch ist jedoch, daß man den von Böll beschriebenen Situationen auch heute noch begegnet. So beginnen auch heute die Iren noch jedes Gespräch mit einem Kommentar über das Wetter. Und auch heute noch trifft man überall auf eine nervtötende Gleichgültigkeit bezüglich Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Genau das macht dieses Buch jedoch zu einem Erlebnis. Man kann sich zurücklehnen und sich in eine Welt entführen lassen, die wie ein Märchen erscheint, von der man aber doch weiß, das sie existiert. Es ist schön zu erfahren, daß es ganz in unserer Nähe noch Menschen gibt, deren Denken nicht von Hast, Eile und Profit bestimmt ist. Wer Böll als einen komplizierten Schreiberling kennt und sich deshalb nicht an seine Bücher herantraut, kann sich mit diesem Buch vom Gegenteil überzeugen. Leicht geschrieben und für jederman zugänglich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


ein Spiegel und ein Bild zugleich
Ich habe das Buch zweimal gelesen: vor und nach meinem Irland-Aufenthalt. Vor dem Urlaub hat es mich unglaublich neugierig auf Land und Leute gemacht. Wie Böll die Mentalität dadurch beschreibt, daß er dem Leser einen Spiegel vorhält ist schlicht genial. Schon deshalb ist das Buch lesenswert. Die Lektüre nach meiner Rückkehr hat in mir einige Erinnerungen aufgeweckt und zugleich für ein wenig Heimweh nach Irland gesorgt, denn erst jetzt konnte ich so richtig verstehen und sah alles noch einmal mit anderen Augen. Das Buch verzaubert.


Unverzichtbar für jeden Irlandfahrer
Wer bereits in Irland war, wird dieses Land und seine sympathische Bevölkerung in den 18 Episoden, die der Autor Mitte der 50er Jahren erlebte und niederschrieb, auch mehrere Jahrzehnte nach Heinrich Böll sofort wiedererkennen. Wer noch nicht dort war, den wird die Lektüre des 133 seitigen Büchleins zu einem Besuch inspirieren. Über alle Stereotypen wie Armut, Regen als Dauerzustand, männliche Alkoholsucht, katholische Bigotterie etc. hinaus bringt der Autor einem das kleine Land im Schatten Englands näher.

Bölls Werk ist weniger das typische, gelegentlich dröge wirkende Tagebuch, das sich von einem Tag zum anderen hangelt. Es ist vielmehr eine Sammlung von 18 treffenden Stimmungsbildern aus dem Irland der 50er Jahre. Auch wenn sich 50 Jahre später - nicht zuletzt infolge des wirtschaftlichen Aufschwunges, den Irland nach seinem EG - Beitritt im Jahre 1972 erlebt hat - viel geändert hat, wird der Leser Bölls Kurzgeschichten aus dem irischen Alltag als liebevoll beobachtet und stimmig niedergeschrieben empfinden. Er wird sich über so manche Situation köstlich amüsieren, wenn etwa der Beginn einer Kinovorführung an das vollständige Erscheinen der örtlichen Priester gekoppelt ist, im Kinosaal ganz im Gegensatz zur Realität des Jahres 2004 ein Rauchverbot fehlt oder am Sonntagabend Gruppen durstiger Iren auf dem Weg ins jeweilig andere Dorf aneinander vorbeihasten, weil ihnen das Pub des eigenen Ortes nach 20.00 Uhr jeglichen Alkoholausschank verweigert.

Fazit: Bölls kleines in wunderschönem Stil geschriebenes Buch hat eine unverrückbare Marke gesetzt für alles, was später über Irland literarisch verfaßt wurde. Es gehört in die Lesetasche jedes Irlandreisenden.


Bilder einer vergangenen Welt
Mit seinem irischen Tagebuch erweckt Heinricht Böll das Lebensgefühl einer vergangenen Zeit wieder. Einfühlsam, warm und immer voller Sympathie beschreibt Heinrich Böll seine Eindrücke dieser so wundervollen Insel. Es ist auch eine Reise in die Vergangenheit, denn auch an Irland ist der Fortschritt nicht vorübergezogen. Und das macht die Lektüre heute so sentimental. Denn man spürt, was uns nicht trotz, sondern gerade aufgrund der Technik alles verloren ging: Langsamkeit, Bedächtigkeit, die Kunst, sich Zeit zu nehmen und nicht nur genauer hinzuschauen, sondern die Atmosphäre eines Ortes gewissermassen in sich aufzusaugen. All dies ist Heinrich Böll mit seinem Buch gelungen. Er hat Irland beschrieben, nicht nur wie es ist, sondern wie es sich anfühlt. Und es fühlt sich phantastisch an, ein Buch, das man gelesen haben sollte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Ein Klassiker
Seit langer Zeit habe ich mal wieder einen Klassiker gelesen. Ich muss sagen, der Schreibstil von Böll hebt sich schon stark von vielen heutigen Autoren ab. Es ist eine Sprache, die fast in Vergessenheit gerät. Durch die Biographie von McCourt "Die Asche meiner Mutter" habe ich schon einen Eindruck über das Leben in Irland erhalten. Dieses Tagebuch von Böll hat diesen Eindruck verstärkt und intensiviert. Es hat mir nicht jedes Kapitel gefallen, aber im Großen und Ganzen ein lesenswertes, bereicherndes Buch.


Impressum

 

 

<==   ==>
Die beliebtesten Hörbücher
Biografien und Tagebücher als Hörbuch
Reisehörbücher Europa
Heinrich Böll

 


Jetzt gratis testen! 2 Hörbücher kostenlos zum Download für Sie. www.audible.de

www.shortbooks.de

Büchersuche:


Horoskope
  Zeitschriften   Friedenswelt   Poster   Musik  Bücher  Hörbücher   Shopping  Kleinenzeigen  Flirten