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 Löcher, 3 Audio-CDs
von Louis Sachar und Konstantin Graudus
CD
November 2003
Verlag: Dhv der Hörverlag

Kommentare und Bewertungen: Wunderschön
    
Ein Buch für alle Altersklassen ab 10, schätze ich. Stanley Yelnats ist der Spross einer vom Unglück verfolgten Familie. Sein Ururgroßvater, der Taugenichts und Schweinedieb, hat ein Versprechen nicht eingelöst und der Familie damit einen Fluch eingehandelt. Stanleys Vater ist Erfinder und schlägt sich zur Zeit mit einer Recyclingmethode für gebrauchte Turnschuhe herum. Gerade diese Turnschuhe werden Stanley zum Verhängnis, er wird beschuldigt, ein besonders wertvolles Paar gestohlen zu haben und wird zur Strafe in die Besserungsanstalt Green Lake eingewiesen. Green Lake liegt in der Mitte des Nirgendwo in Texas. Es ist brüllend heiss und alle Insassen der Anstalt sind den ganzen Tag damit beschäftigt, Löcher zu graben. Dazu angehalten werden sie von der Gefängnisdirektorin, einer etwas seltsamen Frau mit Hang zu blutrünstigen Erziehungsmethoden. Stanleys Vergangenheit, die seiner Vorfahren und die eines anderen Insassen, einem schwarzen Schein-Waisen namens Zero, führen zunächst zur Flucht der beiden und dann zu einem tollen Showdown. Auch die Fluchgeschichte ist logisch durchdacht. Als ich das Buch ausgelesen hatte, hatte ich das gleiche befriedigte Gefühl wie beim Legen eines letzten Puzzleteils, das sich mit leisem Klicken in den Rest einfügt und ein ganzes Bild ergibt. Der Autor erzählt viele kleine Bilder, die merklich alle miteinander zu tun haben. Man muss einfach wissen, wie es weitergeht, damit man das ganze Bild erkennen kann. Ganz nebenbei ist die Geschichte auch noch pädagogisch wertvoll, weil sie von Geduld und Zähigkeit erzählt, von Freundschaft, Vorurteilslosigkeit und positivem Denken, und außerdem werden die Bösen bestraft und die Guten belohnt. Trotzdem völlig kitschfrei und auch ohne moralischen Zeigefinger.
Löcher
   
Stanley Yelnats ist der vierte Nachkomme seiner Familie, der nach seinem Vater, Großvater und Urgroßvater benannt wurde. Stanley wird wegen Diebstahl ins Camp Green Lake geschickt, denn er hat, wie es in der Anklageschrift steht, Turnschuhe eines berühmten Basketballers gestohlen. Er muss dort 18 Monate seines Lebens verbringen. Camp Green Lake liegt irgendwo in der Wüste Texas. Dort muss er jeden Tag ein Loch graben, das fünf Fuß tief und fünf Fuß breit ist. Stanley war immer ein dicker Außenseiter, doch im Camp findet er endlich einen Freund. Und bald wird er die Geheimnisse des Camp Green Lakes enthüllen. Ich finde das Buch sehr gut geschrieben, da man es gut verstehen und gut mitkommen kann. Es gibt witzige, aber auch spannende Stellen. Und es verschafft einem den Einblick in das Leben eines anderen Jugendlichen in Amerika. Zusätzlich gibt das Buch Nebeninformationen, wie z.B., was für Tiere es in Texas gibt. Und man erfährt auch sehr viel über Bootcamps ( Erziehungsanstalten für Jugendliche in Amerika ). Ich würde es jedem weiter empfehlen der gerne Bücher liest!!!
Spannend mit vielen Überraschungen
   
Schuld an allem ist Elya Yelnats der alte Tunichtgut und Schweinedieb. Weil der Ururgroßvater von Stanley Yelnats ein Versprechen nicht eingelöst und ein Schwein gestohlen, klebt seinen Nachkommen das Pech an den Sohlen. Auch Stanley war 'zur falschen Zeit am falschen Ort'. Der Richter sieht das anders. Stanley soll die Turnschuhe eines Baseballstars geklaut haben und landet deshalb in einer Besserungsanstalt. Jetzt muss er unter der sengenden Sonne Löcher graben - immer so breit und so tief wie die Grabschaufel lang ist. Aber außer der harten Fronarbeit und der 'Charakterbildung' steckt in der Graberei ganz offensichtlich noch ein Geheimnis. Stanley will dahinter kommen und löst nebenbei noch den Fluch, der auf seiner Sippe liegt. Ein kräftiger Schuss Abenteurer, ein Stückchen Sozialkritik und ein wenig Märchen ergeben zusammen ein spannend geschriebenes Buch über junge Tunichtgute, die alles andere sind als Pfadfinderinnen. Der Autor Louis Sachar schreibt in einer einfachen und ganz geradlinigen Sprache. Die 'Helden' und anderen Akteure sind vielleicht ein wenig zu einfach gezeichnet und die Realität der Jungen in einer wirklichen Besserungsanstalt ist vermutlich schlimmer als in den 'Löchern'. Trotzdem - es hat unheimlich Spass gemacht das, Buch an nur zwei Abenden zu lesen. Stefan Kühner (48 Jahre), Karlsruhe
"Löcher" beweist die Existenz ausgleichender Gerechtigkeit
  
Unglaubliche Wendungen einer langweiligen Tätigkeit Hätte ich es nicht gelesen und selbst festgestellt, ich hätte nicht geglaubt, dass das langweilige Graben von Löchern auch nur annähernd einige Text-Seiten, geschweige ein ganzes Buch füllen könnten. Aber genau das ist dem Autoren des Jugendbuches gut gelungen. Und das auch sehr anregend. Sicher, das Graben von Löchern ist nach wie vor langweilig, doch die Verknüpfung mit der persönlichen Leidensgeschichte von Stanley Yelnats sorgt für die nötige Spannung. Der Bursche, der auch nur deshalb Stanley heißt, weil das sein Nachname von rückwärts her gelesen ist und seine Eltern das toll fanden, kann wahrlich keine Glücksmomente in seinem Leben aufzählen. Das hat allerdings Familientradition. Aufgrund eines Missverständnisses - wie sollte es auch anders kommen - landet er in einem von einer eisernen Lady geführten Erziehungslager. Die einzige Tagesaufgabe der zu „Erziehenden" besteht darin, unter permanenter Aufsicht unfreundlichen Bewachungspersonals unter sengender Sonneneinstrahlung ungezählte Löcher in den knochenharten Boden eines ausgetrockneten Sees zu graben. In diesem letztlich unter folternahen Sträflingsareal entwickelt sich trotz härtester Auseinandersetzungen mit anderen Jugendlichen eine Jungen-Freundschaft und nach Kenntnis gewisser vergangenheitsbezogener Fakten über die gefühllose Leiterin ein Plan, der das Leben des Geplagten erhellen könnte, denn auch dabei entwickelt sich Vieles anders, als vorgesehen. Ob nun die Beiden ihr Glück finden wird nur erfahren, wer sich bis zum Schluss in die abstruse, teilweise witzige aber durchaus auch lebensnahe Geschichte von den Erfahrungen Stanleys vertieft. Meiner Ansicht nach zwar etwas übertrieben als "zum Weinen komisch" angepriesen liest sich das Buch leicht und schnell. Die kleinen Verrücktheiten und besonders die interessanten Wendungen der Geschichte hinterlassen das Gefühl, dass es trotz aller Widrigkeiten im Leben immer wieder lichte Momente und vielleicht sogar so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit oder das Glück der Tüchtigen gibt. Uli Geißler, Spiel- und Kulturpädagoge
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