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 Mord im Pfarrhaus, 3 Audio-CDs
von Agatha Christie und Hans Kremer
CD
November 2003
Verlag: Dhv der Hörverlag

Kommentare und Bewertungen: Wie jeder Krimi mit Miss Marple einfach klasse!
    
Auch dies ist wieder ein spannender Krimi mit Miss Marple, der alten und schrulligen Hobbydedektivin, die mit ihren Kombinationen mal wieder die Polizei übertrifft.
Amüsant und zugleich spannend
    
„Mord im Pfarrhaus" ist der erste Roman von Agatha Christie mit der alten Jungfer Miss Jane Marple als Hobbydetektivin. Wie fast jeder Roman, in dem die alte Dame mitmischt, ist auch dieser wesentlich humoriger und heiterer, als andere Agatha Christie-Romane, was einzig und allein an der Hauptdarstellerin liegt, die heimlich still und leise ihre Recherchen mit Hinterlist und Neugier führt. In ihrem ersten Fall ist sodann auch gleich der Mord am Colonel im Pfarrhaus von St. Mary Mead aufzuklären, was in einem kleinen Städtchen wie diesem natürlich ein Großereignis ist und auch Miss Marple nicht ruhen läßt, vor allem, wo sie die Polizei auf dem Holzweg wähnt. Sehr amüsant zu lesen und auch deshalb schön, weil Miss Marple in ihrer vertrauten Umgebung ermitteln darf, was der Geschichte noch zusätzlichen Charme verleiht. Für mich sind das glatte 5 Sterne für dieses Werk.
Miss Marples erster Auftritt
   
Der Pfarrer von St. Mary Mead hegt ganz und gar unchristliche Gedanken - Colonel Protheroes Tod wäre wahrlich kein Verlust für die Menschheit. Der harte Mann ist im Dorf ausgesprochen unbeliebt, sogar bei der eigenen Familie. Als der Colonel ausgerechnet im Pfarrhaus ermordet wird, hat die Polizei jede Menge Verdächtige und gleich zwei Menschen, die den Mord gestehen. Wie gut, dass Miss Marple auch nicht das kleinste Detail entgeht...Miss Marple kennt den gesamten Dorfklatsch und durchschaut die vermeintlichen Geheimnisse ihrer Nachbarn ziemlich schnell. Dass sich die neugierige alte Dame damit nicht nur Freunde macht, liegt auf der Hand. Scharfsinnig trägt Miss Marple auch im Mordfall an Colonel Protheroe Puzzlestück für Puzzlestück zusammen. Wer bisher nur die Filme mit der wunderbaren Margaret Rutherford kennt, wird schnell feststellen, dass diese Darstellung mit der literarischen Vorlage wenig gemein hat. In den Romanen ist Jane Marple wesentlich zurückhaltender und entwirrt die Fäden eines Mordfalls meist dezent im Hintergrund. "Das Buch erschien 1930, aber ich weiß nicht mehr, wo, wann und wie ich es schrieb, warum, und was mir den Anstoß dazu gab, eine neue Figur als Detektiv zu präsentieren. Ganz gewiss hatte ich damals nicht die Absicht, mich für den Rest meines Lebens mit ihr zu belasten. Ich ahnte nicht, dass sie eine Konkurrenz für Hercule Poirot werden würde." schreibt Agatha Christie in ihrer Autobiographie.
Miss Marpel's erster Fall
   
Die Geschichte wird aus der Sicht des Pfarrers von St. Mary Mead erzählt. Schon auf der ersten Seite entschlüpft ihm während eines Familienessens die eines Pfarrers unwürdige Aussage: „... jeder, der Colonel Protheroe um die Ecke bringt, würde der Welt einen Dienst erweisen." Wie wahr, denn der Colonel ist ein wahres Eckel. Seiner Tochter ist er kein liebevoller Vater. Seine erste Frau ist ihm schon vor Jahren weggelaufen, und die zweite steht kurz vor diesem Schritt. Den Menschen im Dorf, im speziellen den Wilddieben, will er in seiner Funktion als Richter mit Härte und Festigkeit entgegentreten. Als nun wirklich seine Leiche, noch dazu im Pfarrhaus, gefunden wird, mangelt es nicht an Verdächtigen. Miss Marpel, die Nachbarin des Pfarrhauses bringt es gleich auf sieben! Ein schwieriger Fall für die Polizei, denn zu allem Überfluß melden sich auch noch zwei Menschen, die sich selbst des Mordes an Protheroe bezichtigen: seine Frau und auch deren Freund. Die Polizei durchschaut schon bald dass es beide nicht gewesen sein konnten und tappt im Dunkeln. Doch Miss Marpels Spürsinn kommt dem raffinierten Täter doch noch auf die Spur. Mord im Pfarrhaus ist der erste Krimi von Agatha Christie in dem Miss Marpel zu Einsatz kommt. Ein atmosphärischer, spannender Krimi dem es Dank Miss Marpel auch nicht an Humor fehlt.
Nur mittelmäßig
 
Ich habe das Buch nicht gelesen, aber als Hörbuch fand ich diese Geschichte nicht besonders überzeugend. Da geschieht ein Mord, und bis zur Klärung des Falles ziehen sich die Verdächtigungen, Skandale und verbotenen Liebeleien der darin vorkommenden Personen zäh wie Kaugummi. Ich verehre Agatha Christie, aber es gibt bessere Geschichten aus ihrer Feder. Unpassend ist die Art und Weise, wie Hans Kremer die Dialoge von Miss Marple spricht. Man hat im Hinterkopf die herrlich erfrischende Margaret Rutherford aus den Verfilmungen, die zwar alt ist, aber vor Energie und Selbstbewußtsein nur so strotzt. Die schüchterne flüsterleise Stimme paßt hier deshalb überhaupt nicht.
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