Hörbuch         Per Anhalter ins All, 6 Audio-CDs


Per Anhalter ins All, 6 Audio-CDs
von Douglas Adams, Dieter Borsche, Klaus Löwitsch und Bernhard Minetti
CD
November 2003
Verlag: Dhv der Hörverlag



Kommentare und Bewertungen:
So long and thanks for all the fish....
Das dieses Buch die Leserschaft - wie wohl kaum ein anderes - spaltet, wird dem geneigten Leser in Anbetracht der vorliegenden Rezensionen unweigerlich aufgefallen sein.

Humorvoll soll es sein, witzig und so weiter....

Aber selten wird hinter die eigenwillige Fassade dieses bemerkenswerten und wohl am meisten unterschätzten Buches in der Literatur geblickt. So werden die wenigsten darauf hinweisen, daß es von einer Literaturzeitschrift zu den 50 bedeutensten Werken unseres Jahrhunderts gewählt wurde. Schwachsinn, mag man denken wenn man das Buch liest. Aber weit gefehlt.

Niemals sonst hat es ein anderes Buch oder aber ein anderer Author geschafft, tatsächlich etwas vom Sinn des Lebens zu erfassen. Gerade dies ist Douglas Adams aber mit dem ersten Band seiner Abhandlung gelungen. Ein Werk, von dem ein Fan einmal sagte, daß er mehr aus diesem einzigen Buch gelernt hätte, als von sämtlichen philosophischen oder religiösen Büchern zusammen.

Douglas Adams hat für diejenigen, die hinter die Fassade dieses Buches schauen wollen, ein absolutes Meisterwerk abgelegt, welches die Denkweise dieser Leser für alle Zeiten verändern werden dürfte.

Für die Übrigen aber, bleibt das Buch lediglich witzig.....

Douglas Adams, Sie werden uns fehlen.


Voller Witz, skurriler Ideen und versteckter Weisheit
Bei kaum einem Buch musste ich je so losprusten wie bei der ersten Lektüre von "Hitchhikers Guide to the Galaxy". Allein die Stelle, wo der arme Erdenwurm Arthur Dent (natürlich very british) im Schlamm vor dem Bagger liegt, um den Abriss seines kleinen Häusches zu verhindern - was sich aber kurz darauf wegen weitaus schwerwiegenderen Planierungsarbeiten als völlig sinnlos herausstellt. Bei aller Komik steckt der Roman dennoch voller bewundernswerter intellektueller Brillanz. Zum Beispiel die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, dem Universum und dem ganzen Rest hat ganze Generationen von Spiele-Entwicklern, Software-Firmen und Gründer-Gernerationen geprägt, unfreiwillig natürlich. Und der "pangalaktische Donnergurgler" ist ein ebensolcher Kult-Klassiker wie die Antwort auf die Frage, wieso man beim Trampen durch die Galaxie aber auch wirklich alles vergessen darf, nur auf gar keinen Fall sein Handtuch. Falls Sie sich jetzt fragen, ob der Autor und seine Fans so ganz richtig ticken: Natürlich nicht, denn es wir sind ja allesamt niedere, auf Kohlenstoffverbindungen basierende Lebensformen, die Digitaluhren einst für die größte aller Errungenschaften hielten. Wer allerdings seine Schwierigkeiten mit britischen Humor hat, wird sich vielleicht ein bisschen schwer tun.
Der erste Band der Anhalter-Trilogie ist jedenfalls mit Abstand der beste von allen und gehört nach meinem Geschmack zu den fünf lohnendsten und wichtigsten Büchern der SF überhaupt. Zu den bekanntesten gehört es allemal. Zwar istz die Trilogie ja gar keine mehr, denn mittlerweile besteht sie aus insgesamt fünf Bänden. Aber die letzten beiden Adams-Kinder gehören nicht so recht zur Family, denn Adams gingen die Ideen und die Lust aus. Und das gab er sogar selbst zu. Es ging halt ums Geld zum Schluss.
Wer die ersten drei Bände noch nicht kennt: schleunigst nachholen und gleich hier anfangen!


Brilliante Science-Fiction Parodie
Dieses Buch ist Kult. Mit seinem Anhalter (also diesem unübertroffenen 1.Teil) nimmt Adams die gesamte Science Fiction wunderbar auf den Arm, und wirft gleichzeitig unsere Weltanschauung mal eben über den Haufen. Es beginnt mit Arthus Dent's Drama, als Haus niedergerissen wird, um Platz für eine Umgehungsstraße zu schaffen. Doch das alles relativiert sich, als Minuten später die ganze Erde gesprengt wird, um gleichsam Platz zu schaffen - für eine Hyperraum-Umgehungsstraße im Weltall. Als einziger Mensch wird Arthus gerettet und geht unfreiwillig auf eine große Reise: als Anhalter in der Galaxis. Er lernt die Absurditäten der Galaxy-Verwaltung und aller möglichen Außerirdischen kennen, die letztlich genauso widersprüchlich und willkürlich sind wie jede Beamten-Bürokratie auf der Erde. Hinter dem vordergründigen Witz des Buches steht damit eine große Portion Zynismus. Schön ist beispielsweise der angeblich Antrag zur Sprengung der Erde, der lange genug im Büro auf Alpha Centauri ausgelegen hat. Pech für die Menschen - ob sie's wussten oder nicht - die Einspruchsfrist ist abgelaufen. Auch der Präsident der Galaxy, dessen Hauptzweckt dazu dient, von der wahren Macht abzulenken, passt in das Schema.

Gewollt oder ungewollt hat Adams damals im Jahr 1979 (der erste PC kam gerade auf den Markt!) durch seine satirischen Übertreibungen die rasante Entwicklung der Computer realistischer abgeschätzt als viele seiner Zeitgenossen: da passt das Universallexikon in das Gehäuse einer Armbanduhr, der Präsident der Galaxis arbeitet mit einer Art PDA, und bei dem Roboter, der vor dem Einschlafen in einer Sekunde noch schnell eine halbe Milliarde Schäfchen zählt, kann man von einer Prozessor-Taktrate von 500 MHz ausgehen.

Weitere gedankliche Ansätze wie das Hyperraum-Fliegen durch unendliche Unwahrscheinlichkeit, Raumschiffe in Nano-Größe usw. reichen tief in die philosopische Physik hinein, und führen im Buch zu fantastischen Effekten. Das ein hyperintelligenter Roboter mit Persönlichkeitsmerkmalen depressiv wird und sich so lange mit einem ebenfalls intelligenten Raumschiff unterhält, bis dieses Selbstmord begeht, ist zum Totlachen - aber lässt auch tief blicken. Das Buch strotzt so vor komischen Überraschungen und abgefahrenen Ideen, dass es für den konservativen Leser nur bedingt geeignet ist - aber die anderen es gleich zwei Mal lesen werden. Ach ja: "zweiundvierzig" hätte als Kommentar auch genügt :-)


Besser als jede Psychodroge
Das Ding ist einfach der Hammer. Wenn ich könnte, würde ich ihm gleich mindestens zehn Sterne geben. Schon auf der ersten Seite muß man sich einfach vor Lachen weglegen. Die Geschichte des Buches "Per Anhalter durch die Galaxis" strotzt einfach vor Humor - ganz schwarzer Humor. Die Ironie, die überrschenden Gags, der Slapstick und die verzweifelte Blödheit, die zu größter Genialität mutiert, machen aus diesem Buch ein Pflichtwerk für jedermann. Es ist eine Satire auf eigentlich alles und wartet mit ständig neuen Spitzen auf. Außerdem beantwortet es die ultimative Frage des Universums. Und zwar so verblüffend einfach, daß man sich fragt, warum man nicht selbst darauf gekommen ist. Der einzige Wehrmutstropfen ist, daß das Buch so kurz ist. Leider habe ich nur etwa fünf Stunden gebraucht, bis ich es durchgelesen hatte. Tragisch, denn jetzt muß ich mir die ganzen anderen Romane auch noch kaufen. Aber der Spaß ist es wert. Und so gut wie hier kann man sein Geld schlecht woanders anlegen. Jedes Kino ist teurer und bringt weit weniger Spaß. Ach Gott, ich glaube ich bin süchtig... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Keine Panik und nur nicht das Handtuch vergessen
Mein erstes Exemplar des „Anhalter" ist mittlerweile über 12 Jahre alt und völlig verknickt und zerfleddert weil ich es schon so vielen Freunden und Bekannten ausgeliehen habe. Dabei ist fast niemand unter ihnen, die sich das Buch nicht direkt im Anschluß dann selbst gekauft hätte. Falsch liegt derjenige, der im „Anhalter" eine Parodie auf das Science-Fiction-Genre vermutet. Douglas Adams Werk ist völlig eigenständig und schafft es auf bemerkenswerte Weise ohne ausführliches Erschaffen komplizierter Alien-Rassen oder extraterrestrischer Planetensysteme eine nie dagewesene Fülle zu erreichen. Der Humor ist vom allerfeinsten und zum Teil ziemlich schwarz. Daran sollte man sich nicht stören, auch nicht an der Tatsache, daß die Erde schon ziemlich am Anfang des Buches in die Luft fliegt oder daran daß Adams den Versuch startet zu beweisen, daß es Gott nicht gibt. Nein, es steckt so vieles in diesem Buch und seinen nachfolgenden weiteren vier Teilen, daß es schwer fällt allein eine Auswahl an Features zu finden, die man hier erwähnen könnte. Ja, witzig ist es, frech und wenig zurückhaltend. Es kommen Roboter vor und zweiköpfige Präsidenten oder ein kleiner Fisch, der als Übersetzer arbeitet und natürlich das beste und nützlichste Buch aller Zeiten „Per Anhalter durch die Galaxis" selbst. Ja, der Titel des hier angebotenen Buches ist nämlich eigentlich irreführend. „Per Anhalter durch die Galaxis" ist sozusagen ein eigenes Buch (das bestverkaufte des Universums) und in dem Buch, das Sie jetzt hier kaufen können, geht es sozusagen um das andere, welches man auf der Erde leider nur schwer bekommt. Vielleicht sollten Sie für das Original mal auf der Beteigeuze nachfragen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


"42" said Deep Thought, with infinite majesty and calm
Eins erstmal vorneweg: ich hab das Buch auf englisch gelesen, und das sollten SIE auch tun, denn der wahre Humor bleibt Ihnen sonst verborgen. Hier haben wir das Buch, das unter meiner Gattung (-> Informatiker!) sowieso und wohl auch bei allen anderen Sci-Fi-Fans zum "Must have" gehört, sozusagen Pflichtlektüre. Arthur Dent ist nur ein unschuldiger armer Erdenbürger. Doch er wird in eine geradezu wahnsinnige Geschichte hineingerissen, denn die Vogonen - wer kennt sie nicht - wollen einen "hyperspace bypass" bauen, eine Umgehungsstraße sozusagen. Dazu müssen Sie leider die Erde abreißen. Und da die Pläne dafür schon seit 50 Erdenjahren auf Alpha Centauri ausliegen, kann man sich ja schließlich nicht beschweren. Also wird die Erde abgerissen, und damit beginnt Arthurs Abenteuer. Er findet sich mit Ford Prefect, einem alten Schulfreund, der sich urplötzlich als Außerirdischer entpuppt, auf einem Vogonen-Raumschiff wieder. So verrückt wie sich das hier jetzt anhört ist es auch, und das hier sind erst die ersten 25 Seiten. Jeder zweite Satz enthält eine unglaublich wahnsinnige Theorie, etwa daß weiße Labormäuse die intelligentesten Lebewesen auf Erden seien, danach kommen dann gleich die Delphine, die durch ihre Sprünge solche Sachen rüberbringen wie "So long, and thanks for all the fish" und kurz darauf die Erde verlassen. Ein riesiger Computer namens Deep Thought soll die Frage nach dem Leben, dem Universum und auch sonst allem beantworten und nach ellenlangem überlegen gibt er die Kultantwort überhaupt: 42! Ein Speerspitze der Sci-Fi-Literatur, die man besitzen muß, selbst wenn man beim Lesen ab und zu wirklich an der eigenen Intelligenz zweifeln mag (vielleicht stimmt das ja echt alles...) Aber solange man immer ein Badetuch dabei hat und sich nicht aus der Ruhe bringen läßt - denn die Devise des Hitchhikers ist "Don't panic" - kann eigentlich nichts schiefgehen. Unbedingt auch die anderen Teile lesen!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


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