Hörbuch         Traumfänger, 6 Audio-CDs


Traumfänger, 6 Audio-CDs
von Marlo Morgan und Ursula Illert
CD
Januar 2002
Verlag: Steinbach Sprechende Bücher



Kommentare und Bewertungen:
Schulnote 1!
Ich war von den ersten Zeilen an begeistert von diesem Buch. Ich kam mir vor, als ob Marlo Morgan mir diese Geschichte persönlich erzählen würde. In nicht ganz 4 Stunden hatte ich dieses Buch durchgelesen, ich konnte und wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Vor allem gibt dieses Buch jedem, der nicht mehr viel mit Mutter Natur am Hut hat, das Gefühl, etwas an seinem Leben zu ändern. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!


Regt zum Nachdenken an
Dieses Buch habe ich vor mehr als einem Jahr von einem Freund geschenkt bekommen, weil ich schon in Australien war und mich die Kultur der Aborigines interessiert. Mein Urlaub auf Bali war der willkommene Anlass endlich dieses Buch zu lesen.

Dass aus einer Einladung zu einer Ehrung, für den sich die Autorin megaschick macht plötzlich ein monatelanger Walkabout wird, erschien mir so unwirklich. Wurde sie denn von ihren Angehörigen und Freunden gar nicht vermisst? Aber die Geschichte befasst sich nicht mit den Geschehnissen in ihrer zurückgelassenen Welt und mit Dingen, die uns vielleicht wichtig erscheinen, sondern mit allem, was Marla während ihres Walkabout erlebt, sieht, riecht, hört und isst.

Ich wurde durch das Buch Traumfänger zum Nachdenken angeregt. Wir, die aus der zivilisierten Welt, werden daran erinnert, was uns eigentlich wichtig sein sollte und wie wir mit kostbaren Ressourcen umgehen sollten. Und vieles aus meiner ziviliserten Welt erschien mir plötzlich so unwichtig und banal. Man kann sicherlich einiges mit in seine zivilisierte Welt nehmen und sich immer wieder an die "wahren Werte" erinnern, aber leider nicht immer.......

Jeder, der sich für den australischen Kontinent und seine Ureinwohner interessiert, sollte dieses Buch lesen. Der eine Leser wird die Story an den Haaren herbeigezogen finden und von dieser Lektüre abraten. Ich fand die Story irgendwie so unfassbar, aber auch so "unter die Haut" gehend, dass ich sie jedem empfehle, der "offen für anderes" und offen für Kritik an unserem Lebensstil ist und der gerne mehr über das Leben der Aborigines erfahren möchte.


Perlen vor die Säue ...
Ich verstehe die Kritik einiger Leser nicht. Die Autorin hält dem Leser ohne moralischen Zeigefinger einen Spiegel vor - und vielen wird nicht gefallen, was sie sehen, weil sie sich selbst nicht sehen. Dieses Buch gehört nämlich eben nicht zu den zahllosen New-Age-Werken, die offensichtlich nur eines mehren, nämlich den Reichtum der Autoren und Verlage.

Vielmehr bringt es dem Leser Wahrheiten über die Menschheit, den Menschen und unsere so genannte Zivilsation in einfacher Sprache näher und macht diese Erkenntnisse auf diese Weise auch Menschen zugänglich, die sich sonst vielleicht nicht mit Philosophie beschäftigen. Zumindest aber beginnt der Leser die Glaubenssätze unserer westlichen "Kultur" zu kritisch zu hinterfragen.

Wer verstehen will, wird verstehen. Wer lernen will, wird lernen. Man wird nicht zu einem besseren Menschen, aber nach der Lektüre dieses Buches vieleicht offener mit sich selbst und dem Leben in dieser Gesellschaft umgehen, dass durch fremdbestimmte äußere Zwängen dominiert wird.

"Lernen - ist herausfinden, was du bereits weißt. Handeln - ist zeigen, daß du es weißt. Lehren - ist andere wissen lassen, daß sie es genausogut wissen, wie du selbst."

Ich weiß nicht, ob die Geschichte auf Tatsachen beruht oder nur das Vehikel dient, doch das spielt letztlich auch keine Rollen, den Wahrheiten bleiben Wahrheiten ...


spannendes Hörbuch
Trotz meiner Skepsis ob sich diese Geschichte in der erzählten Form zugetragen haben kann, finde ich dieses Hörbuch sehr gut. Wer bei langen Autofahrten konzentriert zuhört und über dieses Hörbuch reflektiert findet interessante Hinweise und Sichten zum Thema: „Was ist wichtig im Leben", „Welche Rolle spielt Geld", „Ist die Wohlstandsgesellschaft am richtigen Weg", „Wie leben die Ureinwohner Australiens", usw.

Zusammenfassend: Ein spannender Erlebnisbericht der zum Nachdenken über „den Sinn des Lebens" anregt.


Zeit- und Geldverschwendung
Selbst wenn man leichte Lektüre mag, ist dieses Buch extrem seicht.

Der Inhalt lässt sich in wenigen Sätzen erklären:
Die amerikanische Protagonistin wird in Australien zu einer Feier von Aborigines eingeladen. Im Laufe dieser Feier stellt sich heraus, dass die Aborigines unsere Protagonistin zu einer Wanderung durch die austalische Wüste mitnehmen wollen, und zwar wird diese Wanderung ca. 6 Monate dauern.

Nachdem sie das realisiert hat und die Aborigines ihre Kleider verbrannt haben, benötigt die Hauptdarstellerin ungefähr eine Seite des Buches um sich mit dieser (doch eigentlich dramatisch neuen) Situation abzufinden...und wandert schließlich mit.
Im Laufe dieser Wanderung kommt es zu allerlei übersinnlichen Erfahrungen, wie Wunderheilungen, telepathischem Gedankenaustausch und so weiter.

Nun könnte man sagen, dies ist eine fantastische Geschichte mit Unterhaltungswert. Könnte man, aber zu allem Unglück wird diese Story als autobiographisch verkauft, und stellt quasi einen realen Reisebericht dar!
Ich denke, aus diesem Stoff hätte man einiges machen können, aber hier wird versucht, auf eine "New Age", "Wir Städter haben alle die Verbindung zur Natur verloren" - Bewegung aufzuspringen.

Auch wenn ich nichts gegen Naturverbundenheit habe, muss ich sagen: Dieses Buch ist der größte Mist, den ich je gelesen habe. Und ich habe einiges gelesen.


Ist dieses Machwerk denn nicht tot zu kriegen?
Als ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich noch nicht, dass der sogenannte Walkabout, der darin beschrieben wird, nur der Fantasie einer Amerikanerin (war sie überhaupt jemals in Australien?) entsprungen ist, die von der Kultur der dortigen Ureinwohner wenig Ahnung hat. Ich hielt es für einen Erlebnisbericht, denn diesen Eindruck versucht die Erzählung zu erwecken. Mir kam zwar einiges merkwürdig und unwahrscheinlich vor, aber welche Bären lässt man sich als abenteuerlustige Leserin nicht gern aufbinden? Der Stil war nicht gerade anspruchsvoll, aber darüber hätte man bei einem echten Reisebericht noch hinwegsehen können; schließlich ist nicht jede Reisende auch eine gute Schriftstellerin.

Nachdem ich es ausgelesen hatte (braucht nicht mehr als ein paar Stunden), habe ich das Buch gleich weitergereicht, denn mir war klar, dass ich diese Ansammlung von banalen und unpraktikablen Lebensweisheiten nicht noch mal lesen würde, und ein literarisches Meisterwerk, das unbedingt im Bücherregal stehen muss, ist es auch nicht.

Erst viel später erfuhr ich, dass die ganze Geschichte erfunden ist, und dass die Aborigines sich ausdrücklich von diesem "Werk" und der Vereinnahmung, Entstellung und kommerziellen Ausbeutung ihrer Kultur distanziert haben. Wenn es um australische Kultur geht, sollten doch die Betroffenen selbst das letzte Wort haben! Ich finde, deren Stellungnahme sollte ausreichen, um jeden davon abzuhalten, die Geldmacherei mit dieser Plattitüdensammlung noch weiter voranzutreiben. Niemand hat etwas versäumt, der diesen "Schaumfänger" nicht kennt.


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