 |
 Wenn Du es eilig hast, gehe langsam, 2 Audio-CDs
von Lothar J. Seiwert, Olaf Bison, Susanne Grawe und Matthias Ponnier
CD
März 2005
Verlag: Campus Verlag

Kommentare und Bewertungen: 6 Sterne falls es möglich wäre!
    
Ich habe dieses Buch 11/98 gekauft und durchgearbeitet... Ich lese im Schnitt ein bis zwei Bücher pro Woche... Meine Themen sind sehr breit gestreut...D i e s e s Buch ist das wichtigste Buch zum Thema Zeitmanagement, mentales Training, Zielsetzung das ich bisher gelesen habe und immer wieder in die Hand nehme und immer wieder davon profitiere... ...man sollte es öfters lesen... ...äußerst interessant zu beobachten wie sich selbst wesentliche Inhalte der Zielsetzung innerhalb weniger Jahre verändern...amüsant ist die eigene „Grabrede"... Wer wagt es schon, sich über sein wichtigstes Gut: „Sein „Zeitguthaben" Gedanken zu machen... ...nicht zu vergessen „Tikis" Cartoons... ...nun habe ich das neue von Prof. Seiwert bestellt, ich bin gespannt, ob das Neue das Niveau von seinem „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam" halten kann.
Ein großer Wurf - ansprechende Art der Aufbereitung
    
Nun bin ich endlich "langsam gegangen" und habe mir Prof. Seiwerts neues Buch "Wenn Du es eilig hast, gehe langsam" so richtig "zur Brust genommen" und es gleich "ins Herz geschlossen". Ja -lothar Seiwert ist damit nach seinem ersten großen Werk "mehr Zeit für das Wesentliche" wieder ein großer Wurf gelungen. Bislang hatte ich nur einzelne Passagen und auch sonst flüchtiger gelesen. Nun mit großer Bewußtheit. Ich habe es intensiv durchgearbeitet und mir viele Aufzeichnungen gemacht. Inzwischen beherrsche ich dieses Thema (Dank ihm) recht gut. Mehr noch hilft mir aber die ansprechende Art der Aufbereitung und des Wissens enorm. Die wichtigen Aussagen springen ins Auge und lassen sich leicht wiederholen beim nächsten Durchblättern im Rahmen der Wiederholung. Beom Covey mußte ich stets so viel selbst unterstreichen und Bemerkungen notieren.
Zeitmanagement ist Lebensmanagement
   
Wer glaubt, allein durch den Besuch eines Zeitmanagement-Seminars oder den Kauf eines Zeitplanbuches seine Zeit in den Griff zu bekommen oder gar Zeit zu gewinnen, unterliegt einem Trugschluß. Und wer das Hohelied der „Langsamkeit" singt, versündigt sich an den Lebensrealitäten: wir leben nun einmal in einer High-Speed-Gesellschaft. Vielmehr kommt es darauf an, eine ausgewogene Balance zwischen Speed und Downsizing, zwischen beruflicher Anforderung und privaten Wünschen, zwischen persönlichen Lebenszielen und gelebter Realität zu erlangen. Diesen Ansatz vertritt der Zeit-Management-Experte Lothar J. Seiwert in seinem Buch „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam". Lothar J. Seiwert, Autor des Klassikers „Mehr Zeit für das Wesentliche", wirbt in „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam" für ein Umdenken in Sachen Zeitmanagement. Der Leiter des Heidelberger Seiwert-Instituts ruft zu einem neuen Zeitbewußtsein auf: Das Zeitmanagement der Zukunft bedeute, Selbstmanagement und Lebensmanagement zu vereinen, es heißt, eine Balance herzustellen zwischen den Lebensbereichen Beruf, Familie, Gesundheit und der Frage nach dem (Lebens-) Sinn. Im ersten, eher theoretischen Teil entwickelt Seiwert die philosophischen Hintergründe seines Ansatzes, der in dem Widerstreit zwischen den Zeitpolen Geschwindigkeit und Langsamkeit ein Abrücken von einer „Entweder-oder"-Position und eine Annäherung an ein „Sowohl-als-auch" fordert. Das geschieht nicht abgehoben, sondern praxisrelevant und leserfreundliich. Mit Hilfe von Übungen, resümierenden Seitenanmerkungen, Checklisten und Abbildungen führt der Autor seine Leser in seine Gedankengänge ein, gibt ihnen immer wieder Gelegenheit, das Gelesene auf seine persönliche Lebenssituation zu beziehen. Der Leser gelangt wie „nebenbei" zu einer besseren Selbsteinschätzung, von der aus er Korrekturen an seinem Zeitmanagement vornehmen kann. Im zweiten (Haupt-)Teil unternimmt der „Marcel Reich-Ranicki" des Zeitmanagements den Versuch, die beiden Pole der neuen Zeitkultur (Schnelligkeit und Langsamkeit) in ein effektives Selbstmanagement einzubetten. Dazu entwickelt er ein siebenstufiges Programm. An der Spitze steht eine Vision, ein Leitbild, ein Lebensziel, aus dem heraus die anderen Stufen entfaltet werden. Ziel ist es, dass der Anwender seine Zeitplanung im kleinen, also etwa seine Wochenplanung, aus einem übergeordneten Lebensziel ableitet und so zu einem ganzheitlichen Lebens-Management kommt. Nur wer seine berufliche Zeitplanung aus übergeordneten Leitzielen ableiten kann, ist dann auch fähig, eine vernünftige Wochenplanung aufzustellen, weil diese Feinziele eben mit seinen grundsätzlichen Überzeugungen in Einklang stehen. Das neue Zeitverständnis, so Seiwert, habe zur Folge, dass die Tagesaktivitäten einer Führungskraft auch etwas mit dessen Leitbild zu tun habe - und nicht nur mit dem Geschäftstermin um 14 Uhr. Gefordert, hingeschrieben und gelesen ist das natürlich relativ schnell und leicht; mit der konkreten Anwendung schaut es da schon etwas problematischer aus. Weshalb Seiwert den Leser mit zahlreichen Übungen, Anleitungen und Beispielen dabei unterstützt, sich sein persönliches Balance-Modell zu erarbeiten. Abgeschlossen wird das Buch durch Zeitmanagement-Tipps für vier verschiedene Persönlichkeitstypen. Basis hierfür ist das DISG-Persönlichkeitsmodell. Der Leser kann prüfen, zu welchem Zeit-Typ er gehört - alsdann erhalten der dominante, der initiative, der stetige und der gewissenhafte Zeitmanager Ratschläge zum besseren Umgang mit der Zeit. Obwohl sehr praxisorientiert, regt Seiwerts neuestes Buch vor allem zur Reflexion darüber an, ob mit Hilfe des neuen Zeitverständnisses nicht nur mehr Zeit für das Wesentliche, sondern auch mehr Lebensqualität gewonnen werden kann. Insofern schwimmt das Buch auf einer Modewelle, die seit dem Roman von Stan Nadolny, „Die Entdeckung der Langsamkeit", nicht abgeebbt ist und die mittlerweile unter Schlagwörtern wie „Entschleunigung" und diskutiert wird. Wenn man allerdings mit gestreßten Führungskräften spricht, scheint es so, dass es notwendiger als je zuvor ist, den Blickwinkel auf das Langsamkeits-Paradigma zu lenken.
|
 |