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Über Grenzen, Lebenserinnerungen, 4 Audio-CDs
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 Über Grenzen, Lebenserinnerungen, 4 Audio-CDs
von Ralf Dahrendorf
CD
März 2003
Verlag: Hoffmann & Campe

Kommentare und Bewertungen: Lebenserinnerungen eines ewig Achtundzwanzigjährigen
    
Bei "Über Grenzen" handelt es sich vor allem um Lebenserinnerungen aus der Jugendzeit des Verfassers, aber es werden auch immer wieder Blicke nach vorne geworfen. Was das Buch so fesselnd macht, sind nicht nur die durchlebten historischen Ereignisse, sondern auch die Persönlichkeiten, die witzigen Anekdoten (z. B. das Pokerspiel mit den vier Ökonomen) und die Einsichten eines intelligenten liberalen Menschen, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Am besten hat mir das Kapitel über Horckheimers und Adornos "Frankfurter Schule" gefallen, die Dahrendorf die "Heilige Familie" nennt. Für offene Menschen, die gerne spannende Memoiren lesen und dabei auch etwas über die Lebensumstände und politischen Verhältnisse vergangener Zeiten erfahren wollen, ist dies hervorragendes Buch.
Nach 28 wird das Leben langweilig!
   
Das Buch ist keine vollständige Biographie über das Leben des Lord Dahrendorf, sondern endet nach den seiner Meinung nach interessantesten Jahren als Teenie und Twen. Schade eigentlich, ich hätte gerne noch weiter gelesen. Keine typische Autobiographie sondern ein lesenswertes unterhaltsames Buch. Ein echter Dahrendorf.
Jugenderinnerungen
  
Dahrendorfs Buch hatte in mir große Erwartungen geweckt, die dann aber enttäuscht wurden. In quälend langen Passagen erzählt er seine Kinder- und Jugendzeit während und kurz nach dem Krieg. Die Zeit danach kommt dann insgesamt ziemlich kurz - hier hätte ich mehr erwartet - zumal das Titelbild, das Dahrendorf 1968 zeigt, die Erwartungen auch auf die Zeit lenkte, in der der große Liberale es verstand, mit den sozialistischen Studenten zu diskutieren. Kaum etwas davon hält dieses Buch.Interessant ist das Buch trotzdem, schon allein wegen der vielen Anekdoten, die Dahrendorf erzählt - vom Pokerspieler Milton Friedman bis hin zum zerstreuten Popper: Dahrendorf schafft es, ein wenig der Wissenschaftswelt der 50er und 60er Jahre in die Phantasie des Lesers zu rücken.
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