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Hörbuch Als ich ein kleiner Junge war, 1 Cassette
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 Als ich ein kleiner Junge war, 1 Cassette
von Erich Kästner
Hörkassette
1978
Verlag: Universal Familiy/Oetinger

Kommentare und Bewertungen: Hinreißend und genial
    
Dieses Buch ist einfach genial. Es ist genial einfach. Es ist so echt geschrieben als wäre ich dabei. Trotz der teilweise unbekümmerten Tage seiner Kindheit zeigt das Buch, wie schwer es die einfachen Menschen damals hatten. Dieses Buch läßt mich wieder zum Kind werden und nimmt mich mit in eine Zeit die ich nie kannte, über die ich aber nie besser, eindrucksvolller und einfühlsamer gelesen habe. Es ist ein absolut empfehlenswertes Buch. Für jeden. Für jedes Alter. Lest es einfach.
Ein "Kleiner" ganz groß
    
Wenn Sie wie ich zu den Menschen gehören, die wie ich Erich Kästner bisher in die Kinderbuchecke abdrängen wollten: Ihnen entgeht mit "Als ich ein kleiner Junge war" ein sprachliches wie inhaltliches Meisterwerk, wie ich noch selten eins gelesen habe. Käster benötigt kaum Effekte, um eine unglaublich realitätsnahe, rührende Erzählung hinzulegen, die trotz der schlichten Beschreibung simpler Alltagsereignisse nicht eine Sekunde langweilig ist. Diese übrigens auch sehr hübsch gestaltete Ausgabe sollte sich jeder leisten, der das Alphabet fehlerfrei aufsagen kann
Kästner wunderbar
    
„Ich wollte erzählen, wie ein kleiner Junge vor einem halben Jahrhundert gelebt hat", so Erich Kästner über seine 1957 erschienene autobiografische Erzählung „Als ich ein kleiner Junge war". Kästners Kindheit heißt vor allem Dresden, „eine wunderbare Stadt". Detailreich geschildert wird der Familienweg in „die königlich-sächsische Haupt- und Residenzstadt", wobei Kästner sehr sorgsam recherchierte (er schrieb während der Arbeit am Text zahllose Briefe, überhäuft mit Fragen zu Familie und Herkunft, an seinen Vater Emil), bis auf den Vater seines Vaters seines Vaters; bei seiner Mutter deckt er Verzweigungen bis ins 16. Jahrhundert hinein auf. Die Beschäftigung mit Dresden reicht bis zum 13. Februar 1945, dem Tag (vor) der Bombennacht, die 35.000 Menschen ihr Leben nahm. Kästners Kindheit heißt auch Familie und Herkunft. Seine „handwerkliche Sorgfalt", sein „turnerisches Talent", „die echte und unbelehrbare Abneigung vorm Reisen" (nicht ernst zu nehmen) seien den sächsischen Kästners veranlagt. Kästners Kindheit ist eine strebsame, eine lehr- und lernreiche. Es bleibt, das ist bekannt, nicht bei der Freude am Lernen (Kästner über sich: „Der beste Schüler und der bravste Sohn."), die Begeisterung fürs Lernen-Lehren kommt dazu, Kästners Freundschaft mit den beiden Lehrern Franke und Schurig hat „es hinter den Ohren": „Ich wollte Lehrer werden, nichts anderes.". Nichts anderes? „Ich kann nicht Lehrer werden!" - „Gut, mein Junge! Studiere!", sagt die Mutter (Ida Kästner), Jahre später, kurz vor seiner Lehramtsprüfung; Kästner promoviert mit 26 Jahren. „Als ich ein kleiner Junger war" ist ein charmantes, geistreiches, heiteres und ernstes, für Groß und Klein fassbares Buch; Kästner schreibt wie die wenigsten deutschen Dichter: perfekt -und humorvoll. Seine Kindheitserinnerungen eignen sich nicht nur für Dresdner Stadtliebhaber, nicht allein für 1899 Geborene, sondern für alle, die in ihrer Familie ihre Heimat und in ihrer Herkunft sich selbst sehen.
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