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 Was mir wichtig war, 2 Audio-CDs
von Marion Gräfin Dönhoff und Hannelore Hoger
CD
März 2003
Verlag: Random House Audio

Beschreibung: Marion Gräfin Dönhoff war eine Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Sie war eine anerkannte deutsche Publizistin. Untrennbar ist ihr Bild mit der engagierten Journalistin und mit der Tätigkeit bei der ZEIT verbunden. Bis zu ihrem Tod im März 2002 führten zwei ZEIT-Journalisten mit Gräfin Dönhoff Gespräche. Theo Sommer, Chefredakteur und Mitherausgeber, und der langjährige Mitarbeiter Haug von Kuenheim haben diese Tonbandprotokolle zusammen mit Texten, die der Gräfin bekanntermaßen immer besonders am Herzen lagen, in dieses Buch aufgenommen. Was mir wichtig war ist ein Vermächtnis dieser großartigen, mutigen Frau. Auf zwei CDs kann man jetzt der Stimme von Hannelore Hoger folgen. Sie liest eine gekürzte Fassung des Buchs. Hannelore Hoger trägt die Gedanken und Überlegungen wenig prätentiös, in einer den Texten entsprechenden Diktion, ohne jegliches Brimborium vor. Sie ist eine der großen deutschen Schauspielerinnen; gearbeitet hat sie unter anderem mit Peter Zadek und Augusto Fernandez. Sie war auch selbst als Regisseurin tätig. Das breite Publikum kennt sie durch ihre Filmrolle als Kommissarin Bella Block. Wie es ist, wenn man fliehen muss, hört man in dem autobiographischen Text Ritt gen Westen. Dieser Verlust der Heimat, der Verlust von Ostpreußen prägten Marion Dönhoff wohl ihr Leben lang. Das preußische Erbe und die preußische Kultur samt dem häufig negativ besetzten preußischen Staat will sie retten. Die europäische Dimension Preußens oder etwa Der alte Fritz und die neuen Zeiten sind Beiträge, in denen sie manch schiefes Bild gerade rückt. Aufklärung und die gelebte Toleranz hinsichtlich Andersgläubiger beispielsweise sind Kennzeichen dieses Preußens. Eine Auseinandersetzung mit diesem deutschen Staat könnte sich mit Sicherheit für viele von uns lohnen! Marion Gräfin Dönhoff hat am Widerstand im Kreis um Stauffenberg mitgearbeitet. Sie kann sich deshalb die eindeutigen Worte in Vom Ethos des Widerstands erlauben. Widerstand ist für sie sehr einfach formuliert nur in einem nicht demokratischen Staat erlaubt. Ulrike Meinhof hatte ihrer Meinung nach kein Recht zu dem, was sie tat. Den Männern des 20 Juli und den Geschwistern Scholl gilt ihre ganze Achtung. Für Marion Dönhoff haben Worte wie Zivilcourage, Ethos, Verantwortungsgefühl und Gemeinsinn eine Bedeutung. Sie schien daran zu glauben. Folgerichtig sieht sie in der Diktatur des Geldes, im grenzenlos agierenden Kapitalismus mehr eine Geißel als die Tür zum Fortschritt. Hannelore Hoger gelingt es, den hohen moralischen und ethischen Grundsätzen der Gräfin einen angemessenen Rahmen zu verschaffen. Noch mehr: Sie macht mit ihrer Lesung neugierig auf das weitere Werk. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 120 Minuten, 2 CDs. Mit Booklet. Auch als MC erhältlich. -- culture.text
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