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 Der untröstliche Witwer von Montparnasse. CD.
von Fred Vargas und Tobias Scheffel (Übersetzer)
CD
Februar 2003
Verlag: Der Audio Verlag, Dav

Beschreibung: Schräge Charaktere aus den unterschiedlichsten Milieus, verbunden durch das Markenzeichen des Anders-Seins, und ungewöhnliche Fälle, auch im zweiten Krimi von drei zufällig zu Kriminalisten gemachten Historikern gelöst, voilà der Stoff, aus dem die Bestseller-Krimis der Fred Vargas gemacht sind. Die Autorin ist hauptberuflich Archäologin. Sie lebt mit ihrem Sohn in Paris und schreibt ihre Krimis fast ausnahmslos in den Ferien. Im untröstlichen Witwer von Montparnasse wurde Clément, ein einfältiger, junger Mann benutzt, um in seinem Namen zwei bestialische Frauenmorde zu begehen. Clément ist der Ziehsohn der Hure Marthe. Diese wendet sich an ihren Freund Louis Kehrweiler, den Deutschen und Ex-Inspektor beim Pariser Innenministerium. Ziemlich schnell ist auch er von der Unschuld des Kretin überzeugt. Doch die Polizei und ganz Paris glaubt, in Clément den Scherenmörder zu finden. Ein Phantombild in den Zeitungen soll ihn stellen helfen. Hier hilft nur eines: Man muss den jungen Mann verstecken. Clément wird also in die Obhut der drei Evangelisten gegeben. Diese drei Jungakademiker zählen zum festen Inventar der Vargas-Krimis. Es sind arbeitslose Akademiker, die sich mit diversen Jobs über Wasser halten, und sich die vier Etagen des alten Hauses mit Marcs Patenonkel, einem zwielichtigen, ehemaligen Bullen, teilen. Bei ihren Recherchen stoßen Kehlweiler und die Evangelisten recht schnell auf eine ominöse Vergewaltigung und alte, ungeklärte Morde. Es ist ein Gedicht Nervals, das die entscheidende Wende in den geheimen Ermittlungen bringt: Marc kann beweisen, dass die Tatorte in dem Gedicht vorgegeben sind. Er kann einen weiteren Mord in letzter Sekunde verhindern und den Mörder stellen. Unter der Regie von Ulrich Lampen entstand ein Hörspiel, das fast schon minimalistisch die ganz eigene Atmosphäre des Krimis umsetzt. Klare, schnörkellose Dialoge, eine geheimnisvolle Stimme (Sophie von Kessel), die durch das Geschehen führt, ein melancholisches Akkordeon und Charakterstimmen wie Felix von Manteuffel (Louis Kehlweiler) und Gisela Trowe (Marthe) inszenieren die magische Welt der Fred Vargas. Brillant: Jens Wawrczeck, der den Kretin Clément spricht. Hörspiel, Spieldauer: ca. 54 Minuten, 1 CD. Mit Booklet. -- culture.text
Kommentare und Bewertungen: Einfach Vargas
    
Auch das zweite Hörbuch ein Genuss. Spannend bis zum letzten Ton. Schade nur das Otto Sander nicht mehr wie auf der ersten CD die Rolle des Armand spricht. Ein Verlust. Aber wieder hat es Vargas geschafft einen in die Zauberwelt von Paris zu ziehen. An Orte fernab der Touristen. Ein Krimi der fesseld, und dessen Ausgang überrascht. Ein Hörgenuß
Ein Muss (nicht nur) fuer Frankophile
    
Ein Krimi mit einem Fruehgeschichtler, einem Mediaevisten und einem 1. Weltkriegsforscher, einem aus etwas dubiosen Umstaenden aus dem Polizeidienst ausgeschiedenen Onkel und einem ebenfalls nicht ganz koscheren Ex-Inspektor, einer alten Prostituierten und einem geistig Zurueckgebliebenen: kann das gutgehen? Es geht, und es geht sogar sehr gut. Wie schon die Hauptpersonen zeigen, ist der ganze Krimi etwas skurril, aber mit unheimlich viel Charme und Witz. Wer einmal die Charaktere der Personen, insbesondere der 3 Historiker, kennt, wird sich koestlich amuesieren und am liebsten gar nicht mehr aufhoeren, zu lesen. Gott sei Dank gibt es noch weitere Krimis mit den 3 Historikern. Die Story: die alte Prostituierte Marthe hat den geistig Minderbemittelten Clement grossgezogen und fuehlt sich deshalb fuer ihn verantwortlich, insbesondere, als dieser des mehrfachen Mordes beschuldigt wird. In ihrer Not wendet sie sich an Louis, einen Ex-Inspektor, der Clement bei den 3 Historikern versteckt und, um sich nicht der Beihilfe schuldig zu machen, sich mit diesen an die Aufklaerung des Falles macht.
Die schwarze Sonne der Melancholie
   
Eigentlich möchte Louis Kehlweiler nur eine Bismarck-Biografie übersetzen und seine Schuhe ordenlich in Karons verstauen. Doch dann bittet ihn die ehemalige alte Hure Marthe ihrem trotteligen Schützling Clement zu helfen, der im Verdacht steht, zwei Frauen brutal ermordet zu haben. Widerwillig bringt Kehlweiler Clement bei drei befreundeten exzentrischen Historikern unter. Doch Clement verschwindet und wieder wird eine junge Frau tot aufgefunden ... Das besondere an den Krimis der Archäologin Freg Vargas sind ihre eigenwilligen und wenig heldenhaften Figuren, die aber gerade deswegen Dinge sehen und verstehen, die sonst niemand bemerkt. Und so sind auch in diesem Fall ein altes Gedicht von Nerval und ein altmodisches Geschicklichkeitsspiel die Schlüssel zur Lösung.
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