 |
 Die letzte Reise, 4 Audio-CDs
von Klaus Brinkbäumer, Clemens Höges, Krista Posch und Udo Schenk
CD
März 2005
Verlag: Der Audio Verlag, Dav

Beschreibung: Am 3. April 1502 startete Christoph Columbus zu seiner vierten und letzten Reise über den Atlantik. Diesmal hoffte er endlich den Seeweg nach China und Indien zu finden. Vom Ruhm seiner ersten Entdeckerfahrten war zu dem Zeitpunkt wenig geblieben, sein Stern am Spanischen Hof deutlich gesunken -- dies war seine letzte Chance. Er betritt während der Fahrt auch zum ersten Mal amerikanisches Festland, die ersehnte Westroute nach Asien aber findet er nicht. Stattdessen sitzt er schließlich mit nicht mehr seetauglichen Schiffen auf Jamaika fest und kommt nur sehr knapp mit dem Leben davon. Anschaulich, packend und sehr gut recherchiert präsentieren die beiden Spiegel-Reporter Klaus Brinkbäumer und Clemens Höges Die letzte Reise und den Fall Christoph Columbus. Denn um den großen Mann ranken sich nach wie vor Geheimnisse -- seine ungewisse Herkunft etwa, oder wo das Wrack eines seiner Schiffe der letzten Reise liegt. Ein großes, fesselndes Hörabenteuer erwartet einen bei diesem Audiobuch -- besser kann man Geschichte nicht lebendig werden lassen! Hier wird auch nichts verherrlicht, sondern auch die dunklen Seiten des großen Entdeckers nicht verschwiegen. Und geschickt sind immer wieder Begegnungen mit Forschern und Archäologen eingestreut, die der Reportage eine wissenschaftliche Basis verleihen. Nicht zuletzt die fünf ausgezeichneten Sprecher -- z.B. Oliver Stritzel und Udo Schenk -- und die sehr stimmig ausgewählte musikalische Untermalung machen Die letzte Reise zu einem der besten Hörbücher im Bereich Sachbuch seit langer Zeit. Eine akustische Entdeckungsreise, die man nicht verpassen sollte! Spieldauer: ca. 306 Minuten, 4 CDs, gekürzte Fassung --Christian Stahl
Kommentare und Bewertungen: Super
    
Dieses Buch sieht eigentich aus wie ein trockene Lektuere. Ist es aber nicht. Fakten sind in einem sehr lockeren Stil untegebracht, das Buch liest sich hervorragend. Und die gesammelten Fakten sind wirklich bemerkenswert. Das Buch hat meine Sicht auf Columbus total veraendert. Es hat mich animiert, mich mehr mit den Entdeckern zu beschaeftigen.
Eine Entdeckungsreise.
    
Es ist faszinierend, wie Wissenschaftler an einem 500 Jahre alten Stück Holz aus dem Meer herumforschen und dann die Herkunft und das Datum nachweisen, an dem der Baum gefällt wurde. Oder wie sie beweisen, dass Flecken auf Tonscherben andalusisches Olivenöl sind. Ich hätte nicht gedacht, dass Columbus noch so aktuell ist. So ein Rätsel. Und dass er so ein Wahnsinniger war. Tolles Buch, extrem lebendig geschrieben.
Columbus - gestern, heute, wieder gestern - trotzdem lesen!
  
Dieses Buch beschreibt ausgehend von dem vermuteten Fund eines der Boote Columbus' die Geschichte eines hervorragenden Seemannes, der ein gar nicht so großer Visionär und - offenbar - menschlich ein sehr "schwieriger" Charakter gewesen ist. Beim Lesen des Buchs wurde ich immer wieder an die Darstellung Gérard Depardieus erinnert. Die Fakten, die dieses Buch dem Leser bietet sind wirklich überwältigend und eine nochmalige Lektüre für den interessierten Leser wert. ABER - Zwei Dinge fand ich so störend, dass ich dieses Buch nur mit drei Sternen bewerten kann: Das erste sind die Zeitsprünge, die ich unerträglich fand. Von der Gegenwart, dem Fund des Bootes und dessen Bedeutung zurück zu den Tagebüchern und - zack! - wieder in die Gegenwart zu Forschern in Bibliotheken oder Wracktauchern. Dies zieht sich quer durch alle Themen durch das gesamte Buch und verursachte mir schon fast Übelkeit. Dies empfand ich unnötig und sehr störend. Um mich dem Thema nähern zu können, brauche ich keine "Haptik" und mir ist es dann eigentlich auch egal, ob wir heute noch tatsächlich Columbus' Haus sehen oder nur das Nachbargebäude. Der zweite Grund für meine negative Wertung ist dieser journalistische, anbiedernde Stil, in dem dieses Buch gefasst ist. Ausdruck dessen sind die ständigen anglizierten "Übersetzungen" von Begriffen aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Ja, glaubten die Autoren, mit dem, was sie unter "flottem Schreibstil" und "Jugendsprache" verstehen, selbst besser verstanden zu werden und "aktuell" zu sein? Da lobe ich mir konservativ geschriebene Bücher, die eine dem Thema angemessene präzise Sprache verwenden. Aber weiter will ich gar nicht schimpfen, weil das dieses Buch nicht verdient hat. Es bietet eine Fülle mir bisher nicht bekannter Informationen und kommt zu einigen sehr überzeugenden und unabhängigen Ergebnissen. Das macht es - trotz des Schreibstils - lesenswert.
|
 |