Das Mädchen mit dem Perlenohrring, 5 Audio-CDs


Das Mädchen mit dem Perlenohrring, 5 Audio-CDs
von Tracy Chevalier und Stefanie Stappenbeck
CD
Mai 2004
Verlag: Random House Audio



Kommentare und Bewertungen:
Gefällig
Spätestens seit den Vermeer-Ausstellungen vor etwa neun Jahren in Washington und Den Haag ist Vermeer als ein Maler stiller, klarer und doch geheimnisvoller Bilder in das allgemeine Bewußtsein gerückt. So war es vielleicht eine Frage der Zeit, bis sich auch Film und Literatur des Künstlers annehmen würden. Tracy Chevaliers Buch ist eine Frucht dieses Interesses. Griet, die 17-jährige Tochter einer verarmten Delfter Familie kommt als Dienstmagd in das Haus Vermeers. Das Buch schildert wie sie dort aufgenommen wird, dort arbeitet und schließlich durch eine Verwicklung verschiedener Umstände zum Modell für das zauberhafte „Mädchen mit dem Perlenohrring" wird.

Eine gute, sofort den Leser gefangennehmende Grundidee also. Auch der Trick der Autorin, die Bilder Vermeers selbst auszuwerten, um hieraus Stoff für den Roman zu gewinnen und sei es nur für das Lokalkolorit, ist gelungen. Zudem liest sich das Buch recht flüssig und unterhaltsam.

Allerdings, es bleibt dann doch beim bloßen Unterhaltungsroman. Der Stil ist flüssig, aber eben auch recht einfach. Die Figuren: alles in allem eher blaß, genauso wie die Umstände in Zeit und Raum. Zu einem Blick in die Seelen kommt es nicht, und nicht nur, weil Chevalier dafür die Sprache fehlt, ich glaube, sie hat nicht einmal den Blick. So überrascht es nicht, dass die Handlung ziemlich konstruiert wirkt. Gerade die persönlichen Konflikte, von denen für die Entwicklung des Buches so viel abhängt, erschließen sich nicht wirklich und könnten gleichsam durch einen Federstrich beendet werden. Offenbar braucht die Autorin sie, um überhaupt ans Ziel zu kommen.

Zur Lektüre bei einer Zugfahrt oder während eines Fluges bestens geeignet, mehr gewiß nicht.


Geheimnisse, die keine sind...
Ich bin wirklich maßlos erstaunt über die durchweg positive Bewertung. Für mich ist dieses Buch nicht besonders empfehlenswert. Es war zwar keine Qual es zu lesen, aber auch keine besondere Freude und ich bin froh, dass ich es „hinter mir habe". Es wurde Spannung ohne jeglichen Hintergrund erzeugt. Das ganze Buch basiert auf Geheimnissen, die in meinen Augen keine sind. Diese Geheimnistuerei grenzt für mich geradezu an Absurdität und ist lächerlich. Abgesehen davon, finde ich die Geschichte gewollt tiefsinnig, wobei sie im Grunde oberflächlich ist. Griet, die Protagonisten ist für mich eine äußerst langweilige Person, die in meinen Augen ein Widerspruch in sich ist. Sie ist auf der einen Seite sehr nachdenklich und sensibel und auf der anderen Seite, sehr selbstbewusst, energisch, bestimmt und verletzend. Wenn ich auf das Buch zurückblicke, denke ich nur an Griet, die wäscht, bügelt und Fleisch kauft, sich vor dem Fleischersohn ekelt, ihn aber dennoch benutzt, die Vermeer verehrt und im Atelier Bilder bestaunt und Farben zerstößt. Sie kennt sich selbst nicht. Sie kann Ihre Gefühle nicht deuten und analysiert Ihre Emotionen und Alltagsereignisse noch nicht mal in Ihrer Gedankenwelt, wobei fast das gesamte Buch über Ihre Gedanken erzählt. Vermeer taucht nur als Hintergrundperson auf. Er ist ein Egoist, der in seiner eigenen Welt lebt. Da werden keine Blicke ausgetauscht, keine besonderen Dialoge, die gesamte Beziehung zwischen Grit und Vermeer ist sehr gefühlsarm (es bedarf dazu auch nicht vieler Worte, aber Tracy Chevalier hat einfach keine Stimmung erzeugt, außer in einem Moment (Das muss man ihr dann doch lassen ;-)), wo Griet und Vermeer sich zum einzigen und letzten Mal nahe kommen). Mich hat dieses Buch überhaupt nicht berührt, ich habe weder gelacht, noch geweint, noch sonst etwas. Ich würde es als totale Gleichgültigkeit bezeichnen. Von mir aus hätte Griet am Schluss sogar sterben können und ich (die normalerweise nah am Wasser gebaut ist) hätte nicht eine Träne vergossen.


Geheimnnisse, die keine sind...
Ich bin wirklich maßlos erstaunt über die durchweg positive Bewertung. Für mich ist dieses Buch nicht besonders empfehlenswert. Es war zwar keine Qual es zu lesen, aber auch keine besondere Freude und ich bin froh, dass ich es „hinter mir habe". Es wurde Spannung ohne jeglichen Hintergrund erzeugt. Das ganze Buch basiert auf Geheimnissen, die in meinen Augen keine sind. Diese Geheimnistuerei grenzt für mich geradezu an Absurdität und ist lächerlich. Abgesehen davon, finde ich die Geschichte gewollt tiefsinnig, wobei sie im Grunde oberflächlich ist. Griet, die Protagonisten ist für mich eine äußerst langweilige Person, die in meinen Augen ein Widerspruch in sich ist. Sie ist auf der einen Seite sehr nachdenklich und sensibel und auf der anderen Seite, sehr selbstbewusst, energisch, bestimmt und verletzend. Wenn ich auf das Buch zurückblicke, denke ich nur an Griet, die wäscht, bügelt und Fleisch kauft, sich vor dem Fleischersohn ekelt, ihn aber dennoch benutzt, die Vermeer verehrt und im Atelier Bilder bestaunt und Farben zerstößt. Sie kennt sich selbst nicht. Sie kann Ihre Gefühle nicht deuten und analysiert Ihre Emotionen und Alltagsereignisse noch nicht mal in Ihrer Gedankenwelt, wobei fast das gesamte Buch über Ihre Gedanken erzählt. Vermeer taucht nur als Hintergrundperson auf. Er ist ein Egoist, der in seiner eigenen Welt lebt. Da werden keine Blicke ausgetauscht, keine besonderen Dialoge, die gesamte Beziehung zwischen Grit und Vermeer ist sehr gefühlsarm (es bedarf dazu auch nicht vieler Worte, aber Tracy Chevalier hat einfach keine Stimmung erzeugt, außer in einem Moment (Das muss man ihr dann doch lassen ;-)), wo Griet und Vermeer sich zum einzigen und letzten Mal nahe kommen). Mich hat dieses Buch überhaupt nicht berührt, ich habe weder gelacht, noch geweint, noch sonst etwas.


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