Die Totenwäscherin, 3 Cassetten


Die Totenwäscherin, 3 Cassetten
von Helga Hegewisch und Eva Mattes
Hörkassette
Oktober 2000
Verlag: Ullstein Hörverlag



Kommentare und Bewertungen:
Über das Schicksale mit dem Leben, von Generationen
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Nachdem mich schon "Die Päpstin" sehr faszinierte, laß ich auch dieses Buch mit Begeisterung. Eine Art mit dem Tot umzugehen und den Beruf nicht zu verachten, wird hier vermittet. Diese Arbeit, der "Totenwäscherin", ist ein wichtiges, auch heute noch. Ich habe Respekt vor dieser Arbeit und halte sie für wichtig. Die "Totenwäscherin" bringt einen Einblick in diese Arbeit, läßt durch die Jahrhunderte wandern und bietet einen geschichtlichen Einblick in die damalige Zeit bis in die 80ger. jdf


Großartige Familiengeschichte
Dieses ist das erste Buch, das ich von Helga Hegewisch gelesen habe. Ich war bei einer ihrer Lesungen und sie erzählte aus welchen Gründen sie dieses Buch schrieb. Die Geschichte beginnt bei Magdalena, der Totenwäscherin. Zwar werden immer einige Rückblenden auf Kathrine bezogen, doch diese hatte keine enge Bindung zum Tod wie doch fast all ihre Nachkommen. Magdalena bekommt eine Tochter, Barbara und ich denke, dass sie der Hauptcharakter in diesem Buch ist, denn ihre Geschichte und ihr Leben wird sehr intensiv beschreiben. Immer wieder treten Verbindungen zu en Siggelows, einer reichen Grafschaft aus Mecklenburg, auf. Ich finde diese Art von einer Familiengeschichte zu schreiben sehr interessant und auch ungewöhlich denn diesem Thema wird meist nicht viel Beachtung geschenkt. Obwohl das Buch den Titel Die Totenwäscherin trägt geht es weniger um die Toten als um die Beziehung der Frauen zum Tod und der Begabung die Toten schön zu machen. Helga Hegewisch bringt einen dazu, nach seiner eigenen Geschichte zu forschen. Sehr gutes Buch!


Schade...
Auch wenn es an anderer Stelle schon erwähnt wurde, komme ich nicht umhin, die Irreführung durch Titel und Beschreibung selbst noch einmal zu betonen, da ich mich sehr darüber geärgert habe und mir das Lesevergnügen dadurch etwas verdorben wurde, was leicht - durch getreuere Angaben - seitens des Verlages sowie der Autorin selbst - hätte verhindert werden können. „Die Totenwäscherin" - der Titel erweckte bei mir den Eindruck, daß ihr Leben erzählt würde, und ich freute mich darauf, als Leser „mit leben" zu können. Die in der Buchbeschreibung angepriesene Magdalena ist jedoch nur eine von vielen Totenwäscherinnen - und dies wäre wohl der geeignetere Titel, so daß man sich auf den Inhalt des Buches besser einstellen könnte. Ein weiterer „Fehler" liegt in der Beschreibung, denn die Geschichte wurde nicht von der Urenkelin Antonia erzählt, sondern der Ururenkelin Anna Barbara. Mag eine Kleinigkeit sein, doch unterstützt es eben die Irreführung im Ganzen, und ich frage mich, warum es Lektorat und Autorin (im Besonderen) nicht merkten und dem ganzen Abhilfe schafften. Einzig die kurze Wiedergabe einer Zeitschrift auf dem Buch erwähnt, daß es sich um „Zweihundert Jahre mecklenburgische Familiengeschichte..." handelt, wodurch man sich selbst erklären könnte, daß es kaum um eine Totenwäscherin allein gehen kann, sollte sie nicht 200 Jahre gelebt haben. Ich las leider die vorangegangenen Rezensionen nicht, sah nur die vielen Sternchen und hatte mich ohnehin schon sehr lange auf das Buch gefreut, eben verlockt durch den Titel und in gespannte Erwartung auf das Leben einer Totenwäscherin gebracht... So ist dieses Buch eben nicht nur Spiegel einer Frau, sondern eine ganze Familie geht im Glas spazieren. Eine wohl schon recht interessante Familiengeschichte. Mir entstand jedoch von Anfang an eher der Eindruck, mit einer fremden Person am Tisch zu sitzen und ihrer Erzählung zu zuhören, als ein Buch zu lesen. Empfehlenswert ist es dennoch, wenn man sich, wie gesagt, nicht durch Titel und Beschreibung in die Irre führen läßt...


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