Die Stadt der wilden Götter, 6 Cassetten


Die Stadt der wilden Götter, 6 Cassetten
von Isabel Allende, Marc O. Schulze und Ursula Honisch
Hörkassette
September 2002
Verlag: Dhv der Hörverlag



Kommentare und Bewertungen:
Ich war von Anfang bis Ende begeistert
Man muss keine anderen Bücher von Isabel Allende gelesen haben, um sofort von diesem Werk begeistert zu sein. Es ist sehr spannend, interessant, sowie informativ, eine neue Welt -die der Indianer mit allem, was dazu gehört- kennenzulernen. Nach jedem gelesenen Kapitel sollte man erstmal eine Pause einlegen und über das Gelesene nachdenken. Dies erleichtert das Verstehen der verschiedenen Bedeutungen der Handlung, da sie aus der Sicht eines "zivilisierten" Menschen beschrieben wird, aber die Aspekte für die andere Auffassung der Indianer berücksichtigt werden. Am Ende wirkt es enttäuschend, dass das Buch schon zu Ende ist, aber zu der Handlung gäbe es auch nicht mehr viel Gutes hinzuzufügen, da sie so zwar nicht ganz abgeschlossen wirkt, aber wunderbar in den Titel passt und eine Fortsetzung unnötig wäre. Ob man es kauft, sollte selbst entschieden werden, aber lesen sollte man es auf alle Fälle.


Abenteuer im Dschungel
Also ich hab das neue Buch von Isabell Allende bereits gelesen und ich muß sagen, es hat wirklich Spaß gemacht. Wer von ihr schon andere Bücher gelesen hat wird ihren Stil schon wieder entdecken. Allerdings hat sie diesmal den Spagat zwischen Jugend- und Erwachsenenroman gemacht und der ist ihr sehr gut gelungen.

Im Buch geht es um Alex, einen Teenager der seine Oma, die er übrigens nicht Oma nennen darf, auf eine Expedition in den Amazonas begleiten darf. Dort lernt er nicht nur neue Freunde kennen, sondern auch die Besonderheiten des Amazonas und seiner Wildnis. Die Expedition ist auf der Suche nach einem "Monster" oder "Ungeheuer" das genauso sagenhaft sein soll wie der Yeti.

Natürlich kommt auch noch eine handfeste Verschwörung dazu und man kommt kräfitg ins spekulieren wer hier gut und wer böse ist. Doch was den Charme dieses Buches ausmacht ist eben die Verbin- dung von jung und alt. Beide altersschichten können den Roman lesen und beide werden ihre Freude daran haben. Auch der Held Alex ist ein sympathischer Typ mit seinen Stärken und Schwächen. Alles im allen, macht es eine Menge Spaß dieses Buch zu lesen und sich in die Welt des Amazonas mitnehmen zu lassen.


Ist halt ein Kinderbuch
...und daher für Erwachsene eher enttäuschend. Die Mutter des 15jährigen Alex, der in Kalifornien lebt, ist krebskrank. Weil sie für längere Zeit ins Krankenhaus muss, werden Alex und seine beiden Schwestern auf die Omas verteilt. Alex zieht zu seiner gefürchteten Oma Kate nach New York - sie hat einen etwas bizarren Humor und ist nicht gerade das, was man sich unter plätzchenbackenden und geschichtenerzählenden Omas vorstellt. Mit dieser Oma, die wissenschaftliche Reportagen schreibt, zieht Alex in den brasilianischen Dschungel. Oma sucht eine geheimnisumwitterte "Bestie", die schon diverse Menschen erlegt haben soll. Im Dschungel erleben Alex und die ebenfalls die Expedition begleitende 12jährige Nadia diverse Abenteuer mit geldgierigen Grundstücksspekulanten, Soldaten, Indianern, Schamanen etc.

Grundsätzlich ist das Buch lesenswert, weil modern thematisiert und weil es eine Welt, mit der der mitteleuropäische Durchschnittsleser herzlich wenig zu tun hat, recht plastisch näherbringt. Die Figur des Alex ist ansprechend strukturiert und vielschichtig, alle anderen Figuren treten jedoch stark zurück. Die Geschichte hat in den ersten zwei Dritteln auch allen Tiefgang, den man sich wünschen könnte. Dann wird sie jedoch pseudophilosophisch und ein bißchen kitschig, der moralische Zeigefinger wächst drei Stockwerke hoch. Von einem so großen Namen wie Isabel Allende hatte ich mehr erwartet.


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