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 Ein Wort ergab das andere, 1 CD-Audio
von Volker Pispers
CD
Januar 1996
Verlag: Con Anima

Kommentare und Bewertungen: Vom Feinsten!
    
In Deutschland gibt es seit Michael Mittermeier die sog. Stand-up Comedy. Viele behaupten, das hätte früher Kabarett geheißen. Diese CD zeigt, dass das falsch ist! Denn während Mittermeier, Appelt, Yanar und co. immer etwas lächerlich Clownhaftes anhaftet (ein großer Teil der Pointen baut ja gerade darauf auf), geht es im Kabarett nur um das Wort. Das muss nicht immer hochgradig intellektuell sein, das heißt auch nicht, dass ein Kabarettist auf Mimik und Gestik als Stilmittel des Humors verzichten müsste, das heißt ganz einfach: weniger Faxen, mehr Inhalt. Dieter Nuhr und Rüdiger Hoffmann kombinieren beide Genres, ihre sozialkritischen Ansätze gehen jedoch oft unter, denn es ist ja Comedy, also lustig, also lachen wir mal lieber und denken nicht so viel nach. Was mir an Pispers besonders gefällt ist sein Variantenreichtum. Einem sicherlich lange einstudiertem und verbal sehr anspruchsvollem Stück, vollgepackt mit Wortspielen, Wortumstellungen, Wortkombinationen, folgt ein kleiner Kalauer (natürlich kommentiert) oder eine Passage, in der man meint, Pispers spreche gerade frei aus dem Bauch heraus, was ihm so durch den Kopf geht. Schön ist auch, dass die Pointendichte stimmt, Leerlauf Fehlanzeige! Vor allem aber bewundere ich an Pispers, dass er nie arrogant und besserwisserisch wirkt, was bei seiner Art von Sarkasmus gar nicht einfach ist. Pispers ist anspruchsvoll, ohne die Intelligenzkeule zu schwingen. Wem Hildebrandt zu lahm und Dieter Nuhr zu comedyhaft ist, der liegt hier genau richtig!
Jawoll!
    
In Deutschland gibt es seit Michael Mittermeier die sog. Stand-up Comedy. Viele behaupten, das hätte früher Kabarett geheißen. Diese CD zeigt, dass das falsch ist! Denn während Mittermeier, Appelt, Yanar und co. immer etwas lächerlich Clownhaftes anhaftet (ein großer Teil der Pointen baut ja gerade darauf auf), geht es im Kabarett nur um das Wort. Das muss nicht immer hochgradig intellektuell sein, das heißt auch nicht, dass ein Kabarettist auf Mimik und Gestik als Stilmittel des Humors verzichten müsste, das heißt ganz einfach: weniger Faxen, mehr Inhalt.Für das 96er Album von Pispers gilt das Gleiche, wie für alle anderen: klasse! Hier wird man von Slapstickrumgehampel ebenso verschont wie von übertriebenem Intellektuellengetue, bei dem die Pointen fehlen. Nein, bei Pispers stimmt der Humor und vor allem auch die Art, diesen zu präsentieren. Die Stücke wechseln zwischen nachgestellten Dialogen, Wortspielkombinationen und scheinbar improvisierten Passagen, Langeweile Fehlanzeige. Dieter Nuhr und Rüdiger Hoffmann kombinieren beide Genres, ihre sozialkritischen Ansätze gehen jedoch oft unter, denn es ist ja Comedy, also lustig, also lachen wir mal lieber und denken nicht so viel nach. Vor allem bewundere ich an Pispers, dass er nie arrogant und besserwisserisch wirkt, was bei seiner Art von Sarkasmus gar nicht einfach ist. Pispers ist anspruchsvoll, ohne die Intelligenzkeule zu schwingen. Wem Hildebrandt zu lahm und Dieter Nuhr zu comedyhaft ist, der liegt hier genau richtig!
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