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 Tales of Symphonia
Videospiel
18. November 2004
Hersteller: Nintendo

Kommentare und Bewertungen: Des Cubes bestes RPG
    
Keine Frage: Skies of Arcadia ist nicht die schlechteste Wahl für Cube'ler mit RPG-Leidenschaft, die man auf Nintendos Wunderwürfel ob des eher mangelhaften Nachschubs leider kaum austoben kann. Allerdings ist SEGAs Titel mit dem Makel behaftet, dass es eben doch kein neues Spiel sondern ein Remake ist, was man dem Titel optisch teilweise auch gehörig ansieht. ToS ist zwar nun auch keine Optikgranate (ehrlich gesagt ist das Design selbst für Anime-Verhältnisse ziemlich gewöhnungsbedürftig) und hat seine Exklusivität mittlerweile eingebüßt, bringt aber dennoch frischen Wind zumindest in PAL-Gefilde, weclches wenn überhaupt nur einem Final Fantasy zu einem achtbaren Erfolg verhilft. Im Gegensatz zu einem "durchschnittlichen" FF (nicht wertend, sondern statistisch gemeint) kann die Komplexität und Emotionalität der Storyline eines ToS nicht mithalten, was nicht heißen soll, dass diese nicht motiviere: sie bietet typische Charaktere und hat einige Wendungen (wahrscheinlich sogar etwas zuviele); unerwähnt sollte zudem nicht bleiben, dass der generelle Stil der Story sehr japanophil-spirituell ist, was sicherlich für viele Naturen den Nachvollzug der Handlung erschwert. Getragen wird die Handlung von ganz, ganz wenigen Anime-FullMotionVideos, sehr vielen Cut-Scenes, einer umfangreichen, aber nicht kompletten Sprachausgabe und ansprechener, nicht überragender Musik. Der augenscheinlich größte Unterschied zu vielen anderen RPGs dürfte zweifelsohne das Kampfsystem sein, welches sich genau zwischen klassischen-rundenstrategischen Aufbau und freier Action/Adventure-Steuerung plaziert. Dies fängt schon damit an, dass es zwar keine echten Zufallskämpfe auf der Oberwelt und in den Dungeons gibt, allerdings sind einerseits die auf diesen Karten rumkriechenden Kreaturen nur Symbole für meistenteils ganz anders geartete Gegner(gruppen), die dann im Kampfbildschirm auftauchen; andererseits ist es nicht immer möglich, den Gegnern auf der Karte auszuweichen (vor allem wenn man zu Fuß unterwegs ist). Im eigentlichen Kampf geht dieses Mischsystem weiter: die konkurrierenden Parteien bekämpfen sich zweidimensional, können sich aber unabhängig von einander im Raum aufteilen; desweiteren laufen die Attacken in Echtzeit ab, was fast prügelspielhafte Combos ermöglicht. Spezialtechniken (Zauber, besondere Schläge, etc.) lassen sich durch Hotkeys in die Standardschlagkombos mit einbauen. Zusammen mit der Möglichkeit zu Blocken, Items einzusetzen und die Kampfweise der Party-Mitglieder zu bestimmen (auch diese Kämpfen für sich selbst) ergibt sich zwar anfangs ein durchaus gewöhnungsbedürftiges, vielleicht gar abschreckendes Spielprinzip, mit zunehmender Eingewöhnung erlangt man aber zusehends mehr Kontrolle über das chaotische Treiben - und motivierender als ständig nur Menübefehle einzugeben, ist dieses System allemal (die ganz Faulen können aber alle Charaktere auf automatische Steuerung stellen). Der weitere Spielablauf weist ToS als ein RPG mit starken Rätsel-Elementen auf, die aber genau richtig dosiert sind. Gerade wenn man meint, dass man nun genug von Kistenverschieben hat, winkt auch schon der entsprechende Dungeon-Boss. Alles in allem muss jeder ansatzweise RPG-interessierte Cube-Nutzer dieses Spiel in seine Sammlung aufnehmen - nicht nur, weil die Auswahl in diesem Genre so gering ist, auch allgemein betrachtet empfinde ich ToS als ebenbürtige Konkurrenz für ein FF. Versichert sei auf jeden Fall, dass ToS trotz kleinerer Macken seine nicht zu leugnende tiefe Motivation nicht allein aufgrund des Nachschubbedarfs in diesem Genre empfängt.
Unglaublich, aber wahr:
    
Endlich hat auch der Gamecube ein eigenständiges, hervorragendes Rollenspiel bekommen. Danke NAMCO... Zur Technik: Grafisch ist es eine Mischung aus wunderschönen Polygon-Hintergründen und Charakteren im Cel-Shade Stil. Diese Mischung ist bisher nicht nur einzigartig, sondern weiß durch ihren Stil auch sehr zu überzeugen. Weiters darf man sich an wunderschönen Anime-Sequenzen erfreuen, die grafisch ebenfalls hervorragend in den Gesamtlook des Spiels integriert wurden. Soundeffekte und Musik sind sehr stimmungsvoll inszeniert und vermeiden es, nervig aufzufallen. Bei wichtigen Zwischensequenzen darf man sich auch an exzellenter (englischer) Sprachausgabe erfreuen (alle Texte sind selbstverständlich deutsch). Die Framerate bleibt auch während der teilweise wirklich effektvollen Schlachten stets konstant, ruckeln gibt es nicht. Zum Gameplay: Da es sich dabei um ein Rollenspiel handelt, sind natürlich sehr viele Standard-Elemente vorhanden (Magie, Items, etc.). Allerdings ist das Kampfsystem absolut unüblich in diesem Genre, da es sich dabei um sehr actionlastige Echtzeitkämpfe handelt. Anfangs mag diese Steuerung etwas verwirren, aber nicht nur wer schon mal Soul Calibur oder Tekken gezockt hat wird nach kurzer Zeit beginnen, das Combo-System zu durchschauen. Für Experimentierfreudige Spieler bieten sogenannte Unisono-Attacken eine Möglichkeit, viele unterschiedliche Angriffsvariationen auszutesten und dadurch möglichst mächtige Verbundattacken auszulösen. Für mich war auch das Koch-System ein Novum, dabei kann man durch Zubereitung bestimmter (vorher zu findender) Rezepte die Gruppe von z.B. Vergiftungen oder Lähmungen heilen oder ganz allgemein verschiedene Statuseigenschaften verbessern. In den eigentlichen Dungeons werden die Standard-Aufgaben (Schlüssel suchen, Tür öffnen) durch anspruchsvolle, aber nicht zu knifflige Rätsel verfeinert. Zur Story: Natürlich werden professionelle Rollenspieler schon mal vertraute Situationen oder Wendungen vorfinden, dennoch bleibt der Storyverlauf stets spannend und durch die vielen Wendungen wird man immer wieder aufs neue überrascht. Da ich nach knapp 30 Stunden noch immer irgendwo auf der ersten Disk rumgurke, schätze ich den Spielumfang jetzt mal grob auf 60-80 Stunden ein. Gewichtung (Gesamt 10 Punkte): Grafik: 2 Sound: 1 Gameplay: 3 Story: 4 Bewertung (max 100%): Grafik: 90% Sound: 82% Gameplay: 88% Story: 93% resultierender Spielspaß: 89,8%
Endlich!
   
Wow, wer hätte gedacht dass so ein gutes Rollenspiel auf dem Gamecube erscheinen würde. Und das Spiel ist auch lang! Tales of Symphonia zählt zu den top RPGs auf allen Konsolen. Mit einer Spielzeit von über 60 Studen und ettliche Mini- und Nebenquests wird richtig was fürs Geld geboten. Highlight des Spiels ist das Echtzeit-Kampfsystem (nicht Rundenbasiert!), das fast wie einem 3D-Prügelspiel a la Soul Calibur sich entfalltet. Das Kampfsystem macht richtig lust aufs Leveln und freishalten der Kampftechniken und Magiezaubern der 8 völlig unterschieldichen Charakteren. Das Leveln ist auch dringend nötig, denn das Spiel ist auch ziemlich schwer, wobei es auch eine Schwierigkeits Option gibt im Menü. Für mich sehr wichtig, und etwas das eigentlich in jedem modernen RPG sein sollte, ist das man die Kämpfe meist selber aussuchen kann! Zufallskämpfe gibt es in Tales nicht! Leider ist der Story nicht gut gelungen. Man versteht nur sehr schwer was am Ende überhaupt los ist! Auch die englische Sprachausgabe wird niemand vom Hocker reissen. Auch der Mehrspielermodus ist nicht so wie man sichs vorstellt. Die Kamera bleibt nur bei ersten Spieler fixiert was für die Übersicht katastrophal ist (ausser P1 spielt einen Magier). Dennoch ist es für zwischendurch lustig und auch für den ein oder anderen Bosskampf sehr von Vorteil wenn man einen echten Mitspieler hat statt die teilweise dumme KI Partymitglieder. Trotzdem ist Tales ein echtes Highlight in der Gamecube Lineup, alleine deswegen weil es kaum noch Alternativen gibt! Wer mit dem Echtzeit-System gut klar kommt und klassischen RPGs mag sollte zugreifen!
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