Hörbuch         Menschliche Kommunikation


Menschliche Kommunikation
von Paul Watzlawick, Janet H. Beavin und Don D. Jackson
Broschiert
März 2000
Verlag: Huber, Bern



Kommentare und Bewertungen:
Ohne wenn und aber - Der Klassiker schlechthin
1969 erschienen und immer noch brandaktuell, erscheint "Menschliche Kommunikation" alle Jahre wieder in neuem Gewand.
Meiner Meinung nach ist "Menschliche Kommunikation" das Standardwerk und der Klassiker der kommunikationswissenschaftlichen Literatur.

Grundlegend und einleuchtend beschreiben die Autoren die Wirkungen menschlicher Kommunikation auf verständlichem, aber hohem Niveau. Es geht primär darum, wie und warum wir so kommunizieren, wie wir kommunizieren. Und es geht, wenn verstanden wurde wie Kommunikation funktionieret, darum, noch gelingender zu kommunizieren.

Anhand vieler Beispiele und Begebenheiten versuchen die Autoren ihre Ansichten zu illustrieren und zu verdeutlichen, was meist auch sehr gut gelingt. Der Versuch, Denkmodelle zu formulieren und Sachverhalte zu veranschaulichen gelingt auf breiter Ebene.

Ein kleine Einschränkung zum Schluß: Die Lektüre ist kein Kochbuch im Sinne von "Man nehme zwei Eier, 1 l Milch..." Ganz so einfach machen es die Autoren nicht, weil es so einfach nicht funktioniert. Menschliche Kommunikation ist hochgradig komplex und läßt sich zwar vereinfachen um zu verdeutlichen, aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt. Das heißt, die Autoren verlangen ihren Lesern eine gewisse Denkleistung ab. Wer bereit ist diesen Denkprozess mitzugehen wird allerbestens bedient werden.


Horizonte der Kommunikation öffnen
Ein unglaubliches Buch, welches Horizonte öffnet und ein völlig neues Verständnis für die zwischenmenschliche Kommunikation - mit einem Teilschwerpunkt auf der Familie - eröffnet. Watzlawick beschreibt anhand vieler Fallbeispiele auf äußerst populärwissenschaftliche, verständliche und immer humorvolle Art das Gedankengut des Konstruktivismus und belebt sein buch mit sehr vielen Stellen der eltliteratur, die wiederum dazu einladen, seinen Horizont zu erweitern.


Er hat schon bessere Bücher geschrieben
Z.B. "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" und "Anleitung zum Unglücklichsein". Diese beiden Bücher fand ich sehr genial, weshalb ich weiters von Watzlawick lesen wollte. "Menschliche Kommunikation" enthält aber vieles, was mir aus den anderen Werken schon bekannt ist. Darüberhinaus wird versucht der Kommunikation eine noch allgemeinere "Systemtheorie" überzustülpen, ein für meinen Geschmack misslungener Versuch, da er sehr oberflächlich und auch nicht so ausgereift erscheint.

Gut beschrieben fand ich das Kapitel über Paradoxien, obwohl auch schon überwiegend bekannt.


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