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 Die schwarze Katze, 1 Audio-CD
von Edgar Allan Poe, Ulrich Pleitgen, Anna Thalbach, Thomas Danneberg und Heinz R. Kunze
CD
November 2003
Verlag: Lübbe

Beschreibung: Die schwarze Katze, eine der bekanntesten Schauergeschichten des amerikanischen Romantikers wurde in der Edgar Allan Poe-Hörspielreihe von Lübbe Audio neu bearbeitet. Den Rahmen bildet wie in den drei anderen Hörspielen dieser Serie die Figur des an Amnesie leidenden Protagonisten Edgar Allan Poe. Auf der Suche nach seiner Vergangenheit, seiner Identität findet er sich in den fantastischen, Grauen erregenden Geschichten des berühmten Schriftstellers Poe wieder. Er lernt beängstigende Seiten seines Bewusstseins kennen und wünscht sich nicht selten, lieber ohne Vergangenheit zu sein. Kein Geringerer als Heinz Rudolf Kunze schrieb für diese Edition den Titelsong Der weiße Rabe. Der Mann, der nach einem Unfall bewusstlos in eine Irrenanstalt eingeliefert wurde, versucht, in einem einsamen Hotel, sich selbst wieder zu finden. Dazu rät ihm sein Arzt, der ihn ungeheilt entlassen musste. Den Namen Edgar Allan Poe nahm er an, weil ihm nichts Besseres einfiel. Es gibt ein Element, welches aus seinem verlorenen Gedächtnis immer wieder auftaucht: Es ist eine Frau namens Shila, die von einem Balkon stürzte. Auf seiner Reise zu sich selbst erlebt er sich in der Geschichte Die schwarze Katze als trunksüchtiger Ehemann der Schwester seiner vom Balkon gestürzten Verlobten. Obwohl er genauso wie seine Frau sehr tierlieb ist, sticht er in einer Stimmung aus Wut, Suff und Verzweiflung der Hauskatze ein Auge aus. Es folgt das Verderbnis mit Hausbrand, einer neuen Katze, Zerbrechen seiner Ehe bis hin zum Erschlagen seiner Frau. Die schwarze Katze verschwindet, aber sie wird wieder kommen. Alles läuft zwangsläufig ab, der Protagonist ist der Entwicklung ausgesetzt. Sein Übermut liefert ihn letztendlich der Polizei aus. Die bekannten Schauspieler Ulrich Pleitgen und Anna Thalbach sprechen die Rollen des Ehepaars. Das unausweichlich Verheerende der Ereignisse erhält durch den Kontrast der Stimmen Pleitgen als gepeinigter Alkoholiker und seine junge, ihm liebend zugetane Frau mit der reinen, hellen Stimme der Thalbach eine aparte Note. Edgar Allen Poe (1809 bis 1849) prägte mit seinen Texten Horror, Fantasy und die Detektivgeschichte. Die schwarze Katze erschien 1843 und machte ihn international bekannt. Baudelaire und Mallarmé bewunderten ihn dafür!. Poe war ein erstklassiger Analytiker, ausgestattet mit einem außergewöhnlichen, psychologischen Scharfblick und großer poetischer Begabung. Das Leben des literarischen Erfinders des Schreckens war jedoch unstet und gekennzeichnet durch Schicksalsschläge, Armut und Krankheit. Mit zwei Jahren wurde er adoptiert, seine Schulzeit verbrachte er im Heim, von der Militärakademie wurde er unehrenhaft entlassen. Seine Arbeit als Journalist war schwierig. Der berühmteste Vertreter der amerikanischen Romantik, der in die unbekannten Tiefen der menschlichen Seele Einblick nahm, der Verfasser eines der berühmtesten amerikanischen Gedichte mit dem Titel Der Rabe (1845) starb einsam, in finanzieller und gesundheitlicher Not, nachdem zwei Jahre zuvor seine Frau Virginia gestorben war. Fazit: Die interessante Verbindung von bekannten Inhalten aus dem Original und der beängstigenden Reise des Gedächtnislosen garantiert Spannung und sehr gute Unterhaltung. Man sollte bei dieser Gelegenheit trotzdem auch das Original lesen! Es lohnt sich. Hörspiel, Spieldauer: ca. 61 Minuten, 1 CD. Mit Musik von Heinz Rudolf Kunze. Auch als MC erhältlich (3785713444). -- culture.text
Die schwarze Katze
Kommentare und Bewertungen: Horrorhörspiel
   
Sehr stimmungsvolles Hörspiel. Die story kennt hoffentlich jeder (Mann verliert sein Gedächtnis, wacht in einem Hotel auf, erinnert sich langsam an seine Vergangenheit und stößt dabei dauernd auf die schwarze Katze). Gut ausgewählte Stimmen und geschickt eingesetzte Hintergrundgeräusche machen diese CD zu einem Erlebnis und versetzen einen in die richtige Gruselstimmung. Hoffentlich sind die anderen Geschichten vom Meister auch so gut umgesetzt.
Ich bin nicht wahnsinnig,
   
sagt Edgar Allan Poe am Anfang des Hörspiels. Doch auch nach der Entlassung aus der Nervenheilanstalt am Ende des ersten Teiles, ist Poe`s Erinnerung noch nicht zurückgekommen. Er kommt erst einmal in einem alten Hotel unter, in dem nur eine schwarze Katze sein einziger Freund ist. Als er dem Tier betrunken ein Auge aussticht, nimmt das Unheil seinen Lauf. Auch die zweite Folge der vierteiligen Poe-Reihe des Lübbe-Verlages sorgt für wohlige Schauer, auch wenn sie nicht an die Klasse der ersten Folge "Die Grube und das Pendel" herankommt. Schuld daran ist die etwas verworrene Story, die aufmerksames Hören erforderlich macht. Die Qualität des Hörspiels ist dagegen wie immer ausgezeichnet. Neben Ulrich Pleitgen als Poe sind diesmal u. a. Anna Thalbach und Thomas Dannenberg zu hören.
Die schwarze Katze...Poe verstümmelt bis zur Unkenntlichkeit

Hier der zweite Teil der Hörspielserie nach Edgar Allan Poe. Der nun entlassene Anstalts-Insasse mietet sich in ein kleines Hotel ein und wird von Alpträumen geplagt. Die Gestaltung ist identisch wie beim ersten Teil (Grube und Pendel), dieses Mal gibt es aber von vornherein nur einen Punkt. Es nervt zugegebenermassen ein wenig, dass genau die gleiche Musik verwendet wird, hier hat man wohl Produktionskosten gespart. Zum Inhalt: Die arme Geschichte wurde hier in eine „neuere" Zeit versetzt, die Sprecher fluchen völlig unpassend vor sich hin und benutzen auch sonst Worte, die einfach nicht zu Poe passen. Fluchen ja bitte, aber wenn dann schon mit etwas Stil. Das Wort Sch*@&e passt einfach nicht in diesen Zusammenhang. Verschiedene andere Fakten der Geschichte wurden verdreht, davon soll sich aber jeder sein eigenes Bild machen. Der Horror, der während der Geschichte ausbleibt kommt dann schlagartig mit dem Bonussong „Der weisse Rabe", einem Potpourri aus schlecht zitierten Poe-Versen eingebettet in lachhafte Melodien und instrumentiert wie ein Captain-Future-Soundtrack für Arme.
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