Hörbuch         Ballade vom Baikalsee, 3 Audio-CDs


Ballade vom Baikalsee, 3 Audio-CDs
von Klaus Bednarz
CD
September 1999
Verlag: Hoffmann und Campe



Kommentare und Bewertungen:
Das beste Baikal-Buch, das derzeit zu haben ist.
Schon der Titel zeigt, wie der Autor sich dem Thema "Baikalsee" nähert: Nicht trockene Zahlen und die touristische Aufzählung von Naturschönheiten stehen im Vordergrund, sondern die Menschen, die dort leben. Menschen, die sich der mythischen Dimension dieses Süsswasser-Meeres ebenso wenig entziehen können (und wollen), wie sie unter der Isolation und der desolaten Wirtschaftslage zu leiden haben. Bednarz hat mit den Menschen am Baikalsee viele Gespräche geführt; mit BuryatenInnen, die das „alte Volk" am See vertreten und mit den zugewanderten RussInnen. Die in seinem Buch wiedergegebenen Gespräche veraten den Respekt und das Verständnis seinen GesprächspartnerInnen gegenüber, manchmal auch sein Staunen über das Gehörte. Die missliche Lage in der sich die Fischer, die wenigen Bauern, Industriearbeiter und alle, die in den 80er Jahren für den Bau der BAM (Baikal-Amur-Magistrale) an den Baikalsee geholt wurden befinden, beschreibt er ebenso deutlich, wie die Begeisterung eben dieser Menschen über ihren „heiligen See" und dessen Tier- und Pflanzenwelt, dem sie sich trotz allem nicht entziehen können. Wer den Baikalsee noch nicht kennt wird sich nach der Lektüre des Buches wünschen, ihn kennenzulernen; und wer ihn schon kennt, wird umso lieber wieder zum See zurückkommen. Dem Buch liegt die 3-teilige Fernsehserie „Die Ballade des Baikalsees: Winter, Sommer, Wiederbegegnung" des WRD zugrunde.


Ein sehr gelunger Einblick in das Leben um den göttl. Baikal
Der Baikal scheint etwas ganz besonderes für die Menschen zu bedeuten. Sowohl für die, die mit dem bzw. vom Baikal leben, wie auch für jene, die den Baikal zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Seine Kraft und Schönheit ist für die meisten Bewohner des Baikalgebietes, die die Macht des Baikal kennen und achten, ein positiver Hoffnungsschimmer in einem schweren, von Armut und Arbeitslosigkeit geprägten Leben. Klaus Bednarz führt den Leser nicht nur an den Baikal heran. Er lässt ihn vielmehr noch in die Tiefen des Sees eintauchen. Die Faszination Baikal springt schon nach den ersten Seiten mit großer Kraft auf den Leser über. Einzigartige und überwältigende Flora und Fauna werden dem Leser in wunderschönen Bildern nahe gebracht. Die beschriebenen Missstände wie Korruption, Umweltverschmutzung und politische "Hilflosigkeit" im Baikalgebiet allerdings, zeigen, dass die Chancen für den Baikal und dessen Anwohner zur Zeit nicht besonders gut stehen. Vom Wesen des Baikal und dem Schicksal der vielen ihm "ausgelieferten" Menschen berichtet Bednarz mit offenen Augen, kritischen Beobachtungen und einem guten Gespür für das oft schwere Leben am Sibirischen Meer.

Unbedingt Lesen!


Nah dran an den Menschen
Das Buch ist lesenswert, weil Bednarz die Menschen rund um den Baikalsee zu Wort kommen lässt, mit all ihren Problemen und dennoch einer Portion Hoffnung, wie sie nur in Rußland erblühen kann. Ich war selbst schon oft in Sibirien und beim Lesen war mir, als reise ich ein weiteres Mal dorthin. Dieses Buch liefert einen gut verständlichen Einblick in das Leben der Leute eines Landstriches, welcher vielen weiter entfernt erscheinen mag als die meisten anderen auf der Welt. Insofern, wenn Sie schon nicht die Möglichkeit haben, diese Menschen -einfach, gastfreundlich und liebenswert - hautnah zu erleben, lesen Sie dieses Buch. Sie werden die Entfernung auch ein wenig in Zeilen überbrücken können.


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