In eisige Höhen, 8 Cassetten


In eisige Höhen, 8 Cassetten
von Jon Krakauer und Christian Brückner
Hörkassette
Oktober 1998
Verlag: Steinbach Sprechende Bücher



Beschreibung:
Obwohl der Leser von Anfang an weiß, dass sich ein Unglück zusammenbraut, wird der Leser rasch vom "Gipfelfieber" gepackt. Krakauer gibt die Geschichte und die Abenteuer großer Everest-Pioniere wieder, darunter Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay, die zwei Männer, die den Gipfel als Erste erreicht hatten. Er macht auch klar, dass der Everest ein unversöhnlicher Berg ist. Bevor es einem Menschen gelang, zum ersten Mal einen Fuß auf den Gipfel zu setzen, hatte er bereits 24 Menschen aus 15 verschiedenen Expeditionen das Leben gekostet. Einzelheiten zu den technischen Aspekten dieses Aufstiegs erläutern dem Kletterneuling, wie gefährlich -- selbst unter den günstigsten Bedingungen -- das Bestreben ist, das Dach der Welt zu erreichen. Die ernüchternde Bilanz dieser Unglücks-Expedition -- die tödlichste in der Geschichte des Everest: Bis zum Ende des Gipfeltages hatten acht Menschen ihr Leben gelassen.

Info des Verlags zum Sprecher dieses Audiobooks: Christian Brückner (geb. 1943) arbeitet als Schauspieler und Sprecher. Er hat viele herausragende Hörspiele und Lesungen produziert. Als Synchronsprecher leiht er seine Stimme u.a. Robert de Niro. Christian Brückner erhielt 1990 den Adolf-Grimme-Preis.


Kommentare und Bewertungen:
Schockierend und faszinierend zugleich
Der Traum eines jeden mehr oder wenigen engagierten Bergsteigers, den Mount Everest zu besteigen, wird hier durch die Schilderung des Dramas am 10. Mai 1996 zerstört. Aber ist es nicht die Gefahr und das Risiko, was diese gewisse Faszination aufrecht erhält, das jeder Bergsteiger bewusst oder unbewusst eingeht? In dem Glauben, diese Fehler nicht zu machen, und im entscheidenden Moment richtig zu handeln, werden solche Katastrophen auch in Zukunft nicht ausbleiben. So dachten auch die Führer zweier kommerziell geführten Expeditionen im Jahre 1996, die später selbst unter den Opfer waren. Eigentlich Experten, die es hätten wissen müssen. Im Monat Mai kamen insgesamt 12 Menschen an diesem Berg ums Leben. Jon Krakauer gelingt es in seinem Bestseller, sowohl die mitreißenden schönen, adrenergen Momente, als auch die infernalen Ereignisse dieser gesamten Tour spannend zu schildern, sodass der Leser dies nachzuempfinden vermag. Seine gründlichen Recherchen nach diesem Drama tragen zur Glaubwürdigkeit dieses Buches bei. Spekulationen über das Verhalten von Anatoli Boukreev entziehen sich jeglicher Grundlage. Es ist unwahrscheinlich, dass Nichtbeteiligte, wohlbehütet bei 1013 mbar Luftdruck in ihren vier Wänden, dies zu beurteilen vermögen. Der schicksalhafte Tod Boukreevs bei einem Lawinenunglück im November 1997 macht diese Debatte ohnehin bedeutungslos.


Das Buch ist zu Recht ein Bestseller geworden, ...
wenn auch die ebenfalls vom Beteiligten A. Bourkeev geschriebene Schilderung der Ereignisse die Dinge etwas anders darstellt.

Krakauer, der eigentlich mit dem Auftrag einer Reportage über den neuen Bergsteigertourismus Anfang der 90er an den Everest geschickt wird, wird plötzlich selbst Teil der verhängnisvollen Umstände, über die er eigentlich berichten soll. Er nimmt teil an einer Expedition, in die sich auch in der Höhenkletterei unerfahrene Kunden einkaufen können, um die Situation vor Ort unter die Lupe zu nehmen.

Krakauer gelingt es mit diesem Buch ganz hervorragend, die Schwierigkeiten, die aus den Ansprüchen der "Kunden" und den Einschätzungen der routinierten Bergführer zwangsweise entstehen mussten, auch dem in diesen Dingen unerfahrenen Leser vor Augen zu führen. Er arbeitet ganz klar die sachlichen Verfehlungen in der Durchführung der Expedition heraus, schildert auf der anderen Seite aber auch die emotionale Komponente bei einer solchen Unternehmung, die nicht immer nur von rationalen Überlegungen geprägt ist.

Alles in allem auf jeden Fall eine bemerkenswertes und spannendes Buch über eine menschliche Tragödie, die vielleicht hätte vermieden werden können, aber auch erst durch ihre Wirklichkeit einige aufgerüttelt hat.


LESENSWERT!!!
Nach einem Fehrnsehbericht über die Besteigung des Everests hat mich meine neu gefundene Leidenschaft zu diesem Buch geführt.

Krakauers Werk ist auch für Personen ohne Hintergrundwissen über das Bergsteigen geschrieben.

Die Geschehnisse werden in einen spannenden und packenden Erlebnisbericht verpackt. Man möchte das Buch erst nicht mehr aus der Hand legen, dann nicht mehr weiterlesen, um sich von den Gedanken über dieses Drama zu lösen.

Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher zu diesem Geschehnis lesen, um mir eine Meinung über die Darstellung Krakauers zu erlauben.

Das Buch kann ich aber auf jeden Fall sehr empfehlen, trotz der Kritik, Krakauer schildere nur seine Sichtweise. (was dem Buch nicht im Geringsten Spannung oder Lesequalität nimmt!)
Es empfiehlt sich anhand der Personenübersicht im vorderen Teil und anhand der Schilderungen im Buch während des Lesens eine kleine Skizze über die Gruppenaufstellung zu erstellen. Das erleichtert die Zuordnung, wenn das Drama beginnt...
Unbedingt LESEN!


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