Traumfänger, 4 Cassetten


Traumfänger, 4 Cassetten
von Marlo Morgan und Ursula Illert
Hörkassette
Dezember 1998
Verlag: Steinbach Sprechende Bücher



Kommentare und Bewertungen:
Schulnote 1!
Ich war von den ersten Zeilen an begeistert von diesem Buch. Ich kam mir vor, als ob Marlo Morgan mir diese Geschichte persönlich erzählen würde. In nicht ganz 4 Stunden hatte ich dieses Buch durchgelesen, ich konnte und wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Vor allem gibt dieses Buch jedem, der nicht mehr viel mit Mutter Natur am Hut hat, das Gefühl, etwas an seinem Leben zu ändern. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!


Regt zum Nachdenken an
Dieses Buch habe ich vor mehr als einem Jahr von einem Freund geschenkt bekommen, weil ich schon in Australien war und mich die Kultur der Aborigines interessiert. Mein Urlaub auf Bali war der willkommene Anlass endlich dieses Buch zu lesen.

Dass aus einer Einladung zu einer Ehrung, für den sich die Autorin megaschick macht plötzlich ein monatelanger Walkabout wird, erschien mir so unwirklich. Wurde sie denn von ihren Angehörigen und Freunden gar nicht vermisst? Aber die Geschichte befasst sich nicht mit den Geschehnissen in ihrer zurückgelassenen Welt und mit Dingen, die uns vielleicht wichtig erscheinen, sondern mit allem, was Marla während ihres Walkabout erlebt, sieht, riecht, hört und isst.

Ich wurde durch das Buch Traumfänger zum Nachdenken angeregt. Wir, die aus der zivilisierten Welt, werden daran erinnert, was uns eigentlich wichtig sein sollte und wie wir mit kostbaren Ressourcen umgehen sollten. Und vieles aus meiner ziviliserten Welt erschien mir plötzlich so unwichtig und banal. Man kann sicherlich einiges mit in seine zivilisierte Welt nehmen und sich immer wieder an die "wahren Werte" erinnern, aber leider nicht immer.......

Jeder, der sich für den australischen Kontinent und seine Ureinwohner interessiert, sollte dieses Buch lesen. Der eine Leser wird die Story an den Haaren herbeigezogen finden und von dieser Lektüre abraten. Ich fand die Story irgendwie so unfassbar, aber auch so "unter die Haut" gehend, dass ich sie jedem empfehle, der "offen für anderes" und offen für Kritik an unserem Lebensstil ist und der gerne mehr über das Leben der Aborigines erfahren möchte.


Zeit- und Geldverschwendung
Selbst wenn man leichte Lektüre mag, ist dieses Buch extrem seicht.

Der Inhalt lässt sich in wenigen Sätzen erklären:
Die amerikanische Protagonistin wird in Australien zu einer Feier von Aborigines eingeladen. Im Laufe dieser Feier stellt sich heraus, dass die Aborigines unsere Protagonistin zu einer Wanderung durch die austalische Wüste mitnehmen wollen, und zwar wird diese Wanderung ca. 6 Monate dauern.

Nachdem sie das realisiert hat und die Aborigines ihre Kleider verbrannt haben, benötigt die Hauptdarstellerin ungefähr eine Seite des Buches um sich mit dieser (doch eigentlich dramatisch neuen) Situation abzufinden...und wandert schließlich mit.
Im Laufe dieser Wanderung kommt es zu allerlei übersinnlichen Erfahrungen, wie Wunderheilungen, telepathischem Gedankenaustausch und so weiter.

Nun könnte man sagen, dies ist eine fantastische Geschichte mit Unterhaltungswert. Könnte man, aber zu allem Unglück wird diese Story als autobiographisch verkauft, und stellt quasi einen realen Reisebericht dar!
Ich denke, aus diesem Stoff hätte man einiges machen können, aber hier wird versucht, auf eine "New Age", "Wir Städter haben alle die Verbindung zur Natur verloren" - Bewegung aufzuspringen.

Auch wenn ich nichts gegen Naturverbundenheit habe, muss ich sagen: Dieses Buch ist der größte Mist, den ich je gelesen habe. Und ich habe einiges gelesen.


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