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 Der Zauberberg, 10 Audio-CDs
von Thomas Mann, Valerie Stiegele, Ulrich Lampen, Udo Samel, Konstantin Graudus und Felix von Manteuffel
CD
Juni 2003
Verlag: Dhv der Hörverlag

Kommentare und Bewertungen: Die bessere Art der Annährung an "den Zauberberg"
    
Zum ersten Mal habe ich den Zauberberg in der Schule für eine Buchbesprechnung - wir konnten uns das Buch nicht aussuchen - lesen m ü s s e n. Gefallen hat es mir nicht und die Besprechnung wurde nur deshalb mit einer 2+ benotet, weil ich sie zum größten Teil aus einer Interpretationhilfe für Lehrer abgeschrieben hatte. Später habe ich das Buch einmal im Urlaub gelesen und fand es lange nicht so gut wie die "Buddenbrooks" oder so amüsant wie "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". Alles wirkte irgendwie konfus. Der Handlungsstrang kam mir eher wie eine Achterbahn, mit seitlichen Abzweigungen und auch Sackgassen vor, denn als eine schöne gerade Autobahn. So machte ich mich mit großer Skepsis an das Hörbuch. Ich suchte nach Fehlern, nach Kürzungen, die das Verstehen noch schwieriger machen würden und nach einer allzugroßen "Künstlerischen Freiheit" der Hörspielredaktion. Ich wurde enttäuscht! Klar gab es Kürzungen, die aber noch zum Verständnis des Buches beitrugen. Anfangs mußte man sich auch an den hohen Geräuschpegel gewöhnen. Aber sehr schnell merkte ich, daß ausgerechnet diese akutischen Umstetzung sehr schnell ein äußert plastisches Bild des ganzen "Zauberbergs" in der Phantasie entstehen lassen. Daß, was Mann oft umständlich zu beschreiben versucht hatte, wurde mit einfachen akustischen Mitteln sehr schnell deutlich. Hier kann man nur den Geräuschemacher und den Toningenieur beglückwünschen. Kurzum, das Hörbuch ist ein sehr guter Weg sich diesem Werk Thomas Manns zu nähern.
Enttäuschend gelesen
 
Ich habe das Hörbuch geschenkt bekommen, weil ich den Roman liebe. Die ersten drei der zehn CDs habe ich mittlerweile gehört. Udo Samel liest, als ob er auf einer Beerdigung stünde und die Trauergäste mit seinem Vortrag auch noch einschläfern will: Mit trauriger Stimme und monotonem Redefluß. Zusätzlich setzt am Anfang jeden neuen Kapitels Gitarrengezupfe ein, das von Mal zu Mal mehr nervt. Die Atmosphäre, die so erzeugt wird, ist für mich ein wenig beklemmend im Gegensatz zum Buch. Einziger Pluspunkt ist die sehr gute Umsetzung des Textes, was bei Thomas Mann mit Sicherheit nicht einfach ist. Kompliment an die Hörbuchautorin. Ansonsten zumindest in diesem Fall: Lieber lesen als hören.
Langweiliger Vortrag
 
Leider ist das Hörbuch recht langweilig vorgetragen und nur mit mittelmäßiger Qualität (vor-)gelesen worden. Schade, dass die gute Vorlage so schlecht umgesetzt wurde!!!
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