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 Das Ding auf der Schwelle
von Howard Ph. Lovecraft und Lutz Riedel
CD
September 2004
Verlag: Lübbe

Beschreibung: H. P. Lovecraft zählt zu den einflussreichsten amerikanischen Schriftstellern auf dem Gebiet von Horrorgeschichten. Die beiden hier von Lutz Riedel vorgetragenen Erzählungen sind Horror pur. Man muss gute Nerven haben, um sie verkraften zu können! Das Ding auf der Schwelle ist ein offensichtlich stark autobiographisch gefärbter Text. Wie der Autor selbst ist der Freund auch von Frauen erzogen worden, war hoch begabt und hatte einen deutlichen Hang zur schwarzen Magie und zu verbotenen Büchern, beispielsweise zu Necronomicon, einer fiktiven, von Lovecraft selbst erfundenen Schrift eines verrückten Arabers. Die schauderhafte Story endet damit, dass der Ich-Erzähler seinen Freund, der wahnsinnig wurde, tötet. Und der Titel Das Ding auf der Schwelle bezieht sich auf die tote Hülle der Ehefrau des Freundes, die über übersinnliche Fähigkeiten verfügte. Der Ich-Erzähler, der seinem Freund unzählige Briefe schreibt, ist eine weitere Parallele zu Lovecrafts eigenem Leben. Der Schriftsteller gilt als manischer Briefeschreiber. Er führte umfangreiche briefliche Korrespondenz unter anderem mit den Autoren Robert Bloch (Psycho) und Robert E. Howard (Conan der Barbar). Die zweite, nicht weniger gruselige Story Die Ratten im Gemäuer
beschreibt die unglaubliche Geschichte der Menschenhaltung in einem Keller. Lutz Riedel zieht alle Register der Horrorfachs. Er interpretiert die beiden Geschichten derart eindringlich, dass man im wahrsten Sinne des Wortes Gänsehaut bekommt. Wer so etwas mag, wird fasziniert sein, die anderen werden den Horror nicht durchstehen. Als Schriftsteller wurde Lovecraft zu Lebzeiten (1890 bis 1937) verkannt. Sein Interesse für den Traum und das Unterbewusste führte ihn verständlicherweise auch zu Edgar Allan Poes Werk. Nach seinem Tod hat sein umfangreiches Werk, das die eigenen Alpträume und sein Unterbewusstsein thematisiert, aufgrund der Authentizität viele Schriftsteller und Filmemacher nachhaltig beeinflusst. Ungekürzte Lesungen, Spieldauer: ca. 153 Minuten, 2 CD. --culture.text
Kommentare und Bewertungen: Willkommen im Hörbuch Olymp
    
Das Ding auf der Schwelle und die Ratten im Gemäuer, zwei von Lovecrafts unheimlichsten Erzählungen laufen in dieser Produktion zu ungeahnten Höchstleistungen auf. Ich habe beide in Buchform gelesen und saß trotzdem gebannt vor meinem CD Player. Bei dieser Produktion passt einfach alles. Die Technik ist vorbildlich, kein Rauschen trübt den Höreindruck. Die Musik ist unheimlich und atmosphärisch aber niemals aufdringlich oder nervig. Aber das beste von allem (neben den Geschichten) ist die Stimme von Lutz Riedel (Synchronstimme von Timothy Dalton!). Ich weiß nicht wie er es macht, aber er trifft immer den passenden Ton zur Situation. Es passt einfach alles, sozusagen eine Runde Sache. 153 Minuten H.P. Lovecraft, gelesen auf höchstem Niveau bekommt man eigentlich nirgends... es sei denn man versucht's bei LPL Records, die sich mit dieser Produktion selbst übertroffen haben. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt, denn höher hinaus geht es kaum noch. Die Herrschaften sitzen bereits im Hörbuch Olymp. Wer auch nur annähernd Hörbücher mag, sollte dieses CD Set im Schrank stehen haben (... und wird es immer wieder hören wollen.)
Grosse Lesung mit dem Meister persönlich!
    
LPL Records hat es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht, hochkarätige Geschichten mit hochkarätigen Sprechern zu besetzen. Mit DAS DING AUF DER SCHWELLE knüpft man hier nahtlos an DER SCHATTEN ÜBER INNSMOUTH an. Kein geringerer als Lutz Riedel leiht der Geschichte erneut seine Stimme und trägt den Text mit einer unglaublichen Liebe zum Detail vor. Riedel schafft es wieder einmal den Hörer von der ersten bis zur letzten Sekunde zu faszinieren. Auf DAS DING... folgt eine etwas kürzere Geschichte, DIE RATTEN IM GEMÄUER. Auch hier schafft er es den Spannungsbogen bis zum Schluß zu halten... da ist Gänsehaut garantiert. Die CD-Aufmachung kommt wie bei den Vorgängern aus dem Hause LPL elegant und schlicht daher, die Qualität der gesamten Produktion ist wieder einmal mit "hervorragend" zu bewerten. Hier bekommt man was fürs Geld. Und in Anbetracht der Tatsache, daß es noch viele, sehr gute Geschichten von Lovecraft gibt, gehe ich auch davon aus, daß es nicht der letzte Streich war. Herzlichen Dank für diese 170 Minuten "schaudern".
Gänsehaut ...
    
... bekam ich beim Lesen dieses Buches. Als ich es vor über 25 Jahren zum ersten Mal las, habe ich mich sogar noch am hellichten Tag in einem vollbesetzten Eisenbahnabteil gegruselt und eine Gänsehaut nach der anderen gekriegt. Die Geschichten rühren irgendwie an Urängste, und am besten in der Erinnerung ist mir noch heute die unheimliche Stimmung, die in "Die Farbe aus dem All" langsam aufgebaut und ins Unerträgliche gesteigert wird. Nach der Lektüre dieser faszinierenden Geschichtensammlung beschaffte ich mir damals alles von H.P.Lovecraft, was ich nur kriegen konnte, ich fand es voll kultig und wunderbar gruselig. Lovecrafts bilderreiche, fast barocke Sprache beeindruckt mich noch heute. "Das Ding auf der Schwelle" ist ein großes Vergnügen für alle Fantasy- und Grusel-Fans, und meiner Ansicht nach ein idealer Einstieg in das herrlich schaurige Gesamtwerk H.P. Lovecrafts.
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