Mei Heimatörtle!
Von Hildegard Kümmerle, Ohrnberg

Steig i de Buckelberg nuf allo,
sitz uf des Bänkle no am Roh.
Des isch a Plätzle grod gschaffa für mi,
und wenn du wilsch, a für die.
Do seh i von owa,
Mei Herz wird ganz still,
a Bild, na, s'ísch me a Idyll.
Dr Kocher schlängelt sich vertramt,
von Wiesa und Gebüsch umsamt
des Täle owa runter.

Von dort drauße rei,
als müsst des so sei,
kommt des Pfohlbächle munter
und geht im Kocher unter.
Drinna raus kommt eisig kalt,
stürzt sich in Kocher bald,
die Dritt im Bund ,
ganz ohne Grund,
ziemlich weit vorn,
die quicklebendige Ohrn.



Und zwische drinna liegt's,
mei Heimatörtle, nix schöner's gibt's.
Von do owa sieht jedes Haus
Wie a klos Schmuckkäschtle aus.
A Neschtle neibett zwische Wiesa und Felder,
Flüßla, Obstbom und Wälder.
Ganz feschtlich rings umher,
als ob alle Doch Sunndich wär.

Dort drunte am Berch,
isch des Kocherkraftwerk.
Dr Bohhof iwer dr Ohrn driwa,
d'Kirch steht dahiwa.
Dr Kirchturm guckt iwer Häuser naus,
mitta im Ort steht's Rohthaus.
Will mer ins Schulhaus niwer,
heut isch dort bloß noch dr Kindergarte,
muess mer iwert Kocherbrücka driwer.

D'Friedhof seh i a von do owe aus,
Dort dürfe mir alle amol ruha aus.
Wie wird bei dem A'blick mei Herz so weit,
iwerol osch's still weit und breit.
Gornet satt seh kann i me heut,
wie mir mei Heimatörtle doch gfällt,
so schö isch's nirgens sonst uf dr Welt.